Hauptumwälzpumpe ist seit zehn Tagen defekt / Reparatur wird wohl erst in der Revisionszeit möglich sein

„FehMare“ läuft nur auf Sparflamme

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Die große Wasserrutsche im „FehMare“ kann nach dem Ausfall der Hauptumwälzpumpe seit dem 2. Weihnachtstag nicht mehr genutzt werden.

FEHMARN -hö- Größere Schäden und technische Defekte an Anlagen treten oft gerade dann auf, wenn es besondere Schwierigkeiten bereitet, sie umgehend zu beheben. So geschehen auch im Erlebnisbad „FehMare“ am Südstrand. Durch den Ausfall der Hauptumwälzpumpe ist das Bad bis auf Weiteres nur noch in Teilbereichen nutzbar und läuft im Prinzip auf Sparflamme. In der Badewelt geht nichts mehr, Schwimmen ist nur noch im Wellenbad möglich, die Wellnesswelt ist ebenfalls in Betrieb.

Stefan Pospischil, Geschäftsführer des „FehMare“, teilte dem FT am Mittwoch auf Nachfrage mit, dass die Hauptumwälzpumpe in der Nacht vom 25. auf 26. Dezember ausgefallen sei. Die Folge: Seitdem sind das Kinderbecken, der Whirlpool und die Wasserrutsche als große Attraktion im Erlebnisbad nicht mehr nutzbar. „Das ist verdammt ärgerlich“, bedauert Pospischil. Denn gerade um Weihnachten und zur Jahreswende ist das Bad gut frequentiert. Geöffnet ist wie in der Hauptsaison.

Ärgerlich aus Sicht Pospischils ist es zudem, dass die Hauptumwälzpumpe erst vor zwei Jahren instand gesetzt worden ist und der Defekt nun an gleicher Stelle ein weiteres Mal aufgetreten ist.

„Mit Bordmitteln war da nichts zu machen“

Man habe zwar sofort reagiert, doch die für die Wartung und Reparatur zuständigen Firmen hätten die erforderlichen Ersatzteile nicht so schnell heranbekommen können. Und: „Mit Bordmitteln war da nichts zu machen.“ Einige Monteure hätten wohl auch noch Urlaub, sodass eine Reparatur der defekten Umwälzpumpe höchstwahrscheinlich erst in der nächsten Woche möglich werde, ergänzt Stefan Pospischil.

Ab 8. Januar (Montag) schließt das „FehMare“ ohnehin wegen der jährlich anstehenden Revision. Die Schließzeit beträgt voraussichtlich drei bis vier Wochen.

Für Pospischil und sein Team ging es seit Weihnachten nun um Schadensbegrenzung, um nach dem Ausfall der Hauptumwälzpumpe das Bad nicht ganz schließen zu müssen, denn gerade für Familien sind durch die Schließung des Kinderbeckens und der Wasserrutsche wichtige Argumente weggefallen, das „FehMare“ aufzusuchen. Genutzt werden kann allerdings noch die Wellnesswelt sowie das Wellenbad.

So sei die Wassertemperatur im Wellenbad von 27/28 auf 30/31 Grad, wie sie auch im Erlebnisbad vorherrsche, erhöht und das Animationsprogramm ins Wellenbad verlegt worden. „Die Eintrittspreise wurden selbstverständlich angepasst“, berichtet Pospischil. Waren für einen dreistündigen Besuch der Badewelt regulär von Erwachsenen 13 Euro und von Kindern sechs Euro zu zahlen, sind es bei dem jetzt im Wellenbad nur eingeschränkt zur Verfügung stehenden Angebot lediglich noch vier beziehungsweise drei Euro.

Der Aushang im „FehMare“.

Besucher des „FehMare“ haben von der eingeschränkten Nutzungsmöglichkeit des Bades erst erfahren durch einen Aushang im Eingangsbereich. Ein entsprechender Hinweis auf der Homepage des „FehMare“ fehlt gänzlich.

„Es tut mir sehr leid, ich muss mich dafür entschuldigen“, nimmt Stefan Pospischil die dünne Kommunikation auf seine Kappe. Gleichwohl habe er zwischen Weihnachten und Neujahr auch nicht das gesamte Personal zur Verfügung gehabt. Man werde aber genau analysieren, was in Zukunft besser gemacht werden könne, versichert der Geschäftsführer.

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