Erlebnisbad ist ab Montag wieder geöffnet / Besucherkapazitäten stark reduziert

„FehMare“ macht zweiten Schritt

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Das Erlebnisbad im „FehMare“ geht ab Montag wieder in Betrieb. Geschäftsführer Stefan Pospischil und Nicole Finke freuen sich darauf, dass es nach der coronabedingten Schließung endlich wieder losgehen kann.

Fehmarn –hö– Vor drei Tagen hat das „FehMare“ mit der Betriebsaufnahme des Meerwasserwellenbades die erste Stufe zum Restart nach dem Corona-Lockdown unternommen (wir berichteten), ab Montag (15. Juni) folgt mit der Öffnung des Erlebnisbades der zweite Schritt

  • Wasser wird derzeit behutsam auf Temperatur gebracht
  • Bad war seit Mitte März geschlossen 
  • Besucherkapazitäten stark reduziert
Optimismus und Tatendrang der 28 Mitarbeiter sind nach drei Monaten Kurzarbeit groß, ebenso freuen sich die Besucher, dass das Bad wieder täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet hat.

„Die Leute freuen sich, dass ein Stück der Normalität wieder da ist“, so Nicole Finke von der Verwaltung des „FehMare“ und rechte Hand des Geschäftsführers Stefan Pospischil. Seit Mitte März war das Bad geschlossen, nun geht‘s wieder los. Aufsichtsrat und Geschäftsführung hatten laut Pospischil im März beschlossen, die Anlage langsam runter- und im Standby-Betrieb weiterzufahren. Das zahlt sich nun aus. Die Becken mussten nicht neu befüllt, sondern lediglich das Wasser auf Temperatur gebracht werden. Das gehe aber nur behutsam vonstatten, so Pospischil. Am Montag werden dann auch die Becken im Erlebnisbad ihre normale Temperatur erreicht haben.

Maximal 121 Personen gleichzeitig in den Becken

Dem Betrieb des „FehMare“ liegt ein umfassendes

Hygienekonzept

zugrunde, das Einschränkungen zur Folge hat. So sind die Besucherkapazitäten in der ganzen Anlage stark reduziert. Laut Pospischil dürfen sich maximal 121 Personen gleichzeitig in den Schwimm- und Badebecken aufhalten. Die übliche Besucherkapazität liegt bei 273 Personen. Auch pro Becken gibt es eine Höchstauslastung, die im Nichtschwimmerbereich des

Meerwasserwellenbades

26 und im Schwimmerbereich 52 Personen beträgt. Im Erlebnisbecken im Innenbereich dürfen sich nicht mehr als 25 Personen gleichzeitig aufhalten, im Außenbereich sind es 14, im Kleinkinderbecken nur vier.

Doch auch schon beim Betreten des „FehMare“ ist alles auf Corona abgestimmt. Vom Eingang bis zur Umkleidekabine und von dort wieder zurück ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen, Umkleidespinde werden jedem Gast direkt zugewiesen. Insgesamt stehen den Besuchern nur 90 der sonst üblichen 362 Umkleidespinde zur Verfügung. Zudem dürfen Duschen nur von zwei Personen gleichzeitig genutzt werden.

Um jedoch so viel Besuchern wie möglich die Chance auf Einlass zu ermöglichen, habe man sich dazu entschlossen, statt eines Drei- nur noch einen Zweistundentarif anzubieten, so Pospischil, der bedauert, den Sauna- und Wellnessbereich aufgrund der Auflagen geschlossen halten zu müssen. Whirlpool und Kaskadenbecken würden gesperrt, Luft- und Wasserattraktionen wie die Rutsche könnten ebenso nicht betrieben werden. Auf die Ausgabe von Schwimmhilfen, Wasserspielzeugen, Bademänteln und sonstigen Verleihartikeln müsste ebenfalls verzichtet werden.

Das geschulte Personal sei angehalten, die Einhaltung der Regeln zu überwachen, notfalls auch vom Hausrecht Gebrauch zu machen, so Pospischil, der hofft, dass es nicht so weit kommt und an die „Eigenverantwortung der Gäste“ appelliert.

Schließzeiten werden gutgeschrieben

Unter den aktuellen Bedingungen müsse das Frühschwimmen leider ebenso ausfallen wie der

Vereinssport

, bedauert der „FehMare“-Geschäftsführer. Für Jahreskartenbesitzer, Saunacardinhaber und Beherbergungsbetriebe, die Vertragspartner des „FehMare“ sind, gibt es die gute Nachricht, dass sich die Laufzeit ihres Kontraktes um die Zeit der behördlich angeordneten Schließung verlängert. Die Vertragspartner würden umgehend benachrichtigt, so Pospischil.

Ab Montag (15. Juni) gelten folgende Preise: Erwachsene neun Euro, Kinder vier Euro und Familien 22 Euro. (Erwachsene mit Ostseecard erhalten ein Euro Rabatt). Bargeldloses Zahlen an der Kasse ist erwünscht, es wird aber auch Bargeld angenommen.

Werde der Zweistundentarif nicht eingehalten und überschritten, müssten neun Euro pro Person nachgelöst werden, so Pospischil. Auf den ersten Blick eine harte Maßnahme, doch auch diese diene dazu, unter Corona-Bedingungen möglichst vielen Personen zu ermöglichen, das „FehMare“ zu besuchen.

„Wir sind vorsichtig an die Sache herangegangen und haben konservativ geplant“, hofft der „FehMare“-Geschäftsführer, dass die Besucher mitziehen und das Konzept greift. Notfalls müsse nachjustiert werden.

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