Fehmare Fehmarn Bauarbeiten Revision
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„FehMare“-Geschäftsführer Stephan Pospischil sieht bei den Bauarbeiten im Erlebnisbad schon Licht am Ende des Tunnels. Der Boden des Beckens ist fertig, die Fliesen sind weitgehend an der Wand.

Preisanpassung wahrscheinlich

„FehMare“ wird auf Herz und Nieren geprüft – Baumängelbeseitigung geht weiter

  • Andreas Höppner
    VonAndreas Höppner
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Im „FehMare“ auf Fehmarn findet die alljährliche Revision statt, zugleich werden weiterhin Baumängel beseitigt. In knapp sieben Wochen soll die Bade- und Wellnesswelt wieder vollständig öffnen.

  • Parallel zur Revision im „FehMare“ wird schadhafter Estrich entfernt.
  • In sechs bis sieben Wochen könnte Bade- und Wellnesswelt am Südstrand auf Fehmarn wieder öffnen.
  • Ziel: über 80000 Besucher in 2022 – unklar bleibt, wie Besucher auf 2G-plus-Regelung reagieren.

Fehmarn – Revision im „FehMare“. Seit Wochenbeginn ruht der Betrieb in der Bade- und Wellnesswelt am Südstrand. Die Anlagen werden geprüft, routinemäßige Wartungsarbeiten durchgeführt, erforderliche Instandsetzungen vorgenommen, Schäden behoben. „FehMare“-Geschäftsführer Stephan Pospischil hofft, mit sämtlichen Betriebszweigen Ende Februar, Anfang März wieder starten zu können. Nach einer geläufigen Redensart stirbt die Hoffnung bekanntlich zuletzt.

Der 40-Jährige, seit 2012 verantwortlich für den Betrieb des Bades, hat sich auch in der Coronapandemie seinen Optimismus bewahrt. Selbst die jüngsten Rückschläge, was die Beseitigung der umfangreichen baulichen Mängel der Anlage anbelangt, haben er und sein 20-köpfiges Mitarbeiterteam immer wieder weggesteckt.

Minderwertiger Estrich wird ausgetauscht

Zur Erinnerung: Die Badewelt mit dem Erlebnisbad, dem Kinder- sowie dem Außenbecken hatten aufgrund umfangreicher Sanierungsmaßnahmen keinen einzigen Tag im vergangenen Jahr geöffnet. Der angestrebte Eröffnungstermin musste immer wieder nach hinten verschoben werden. Nun sogar ins Jahr 2022 (wir berichteten). Die Böden der Außen- und Innenbecken des Erlebnisbades sind bis auf wenige Restarbeiten bereits wieder hergestellt, jetzt muss jedoch auch noch schweres Gerät aufgefahren werden, um minderwertigen und feuchtigkeitsdurchlässigen Estrich im Beckenrandbereich zu beseitigen und zu ersetzen. „Probleme mit der Bausubstanz lassen sich über kurz oder lang bewältigen. Das sind Rückschläge, die gehen vorüber“, weiß Stephan Pospischil. 

Serghei Sorocean betätigt den Stemmhammer, um den schadhaften Estrich zu beseitigen.

Viel schwieriger sei es hingegen, sich auf die sich immer wieder wandelnde Coronalage und die damit einhergehende Anpassung der Verordnungen einzustellen. Letztere müssten oft äußerst kurzfristig umgesetzt werden, moniert der „FehMare“-Geschäftsführer, der sich eine längere Vorlaufzeit wünschen würde.

Zielgröße sind 81700 Besucher

Kann das „FehMare“ in sechs bis sieben Wochen wieder vollständig öffnen, plant Pospischil mit insgesamt 81760 Besuchern. Eine Größe, die im vergangenen Jahr bei Weitem nicht erreicht worden ist, da das Bad bis Juni komplett geschlossen werden musste und anschließend lediglich das Meerwasserbad und die Saunawelt zumindest eingeschränkt öffnen durften. Unterm Strich wurden deshalb nur etwa rund 32000 Besucher gezählt.

Wie werden Besucher auf 2G-plus-Regelung reagieren?

In diesem Jahr soll es nun wieder spürbar aufwärtsgehen, wenngleich coronabedingte Unwägbarkeiten bleiben. So sei noch völlig offen, wie die Besucher auf die 2G-plus-Regelung reagierten und wie lange diese überhaupt greift. Allerdings, so Pospischil, gebe es aktuell keine zahlenmäßige Obergrenze mehr für den Einlass.

Preisanpassung wahrscheinlich

Auf der anderen Seite werde der wirtschaftliche Betrieb des „FehMare“ zunehmend durch die hohen Energiepreise belastet, gibt der Geschäftsführer des Bades zu bedenken. Mit anderen Worten: Eine Preisanpassung dürfte nicht zu vermeiden sein. Hier wolle er dem Aufsichtsrat verschiedene Modelle unterbreiten. Ziel sei es dabei, ein attraktives Angebot auf den Tisch zu legen, das sozialverträgliche Gesichtspunkte und betriebswirtschaftliche Aspekte gleichermaßen berücksichtige.

Für 2022 ist Stephan Pospischil guter Dinge, dass in bautechnischer Hinsicht weitere unliebsame Überraschungen ausbleiben werden. „Bis jetzt kann ich noch nichts erkennen.“ Dennoch: Man weiß ja nie. An die Besucher des „FehMare“ gerichtet, sagt Stephan Pospischil: „Ich wünsche mir, dass unsere Gäste uns treu bleiben, auch wenn‘s mal wieder etwas länger dauert.“

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