Fehmarnsund mit Fehmarnsundbrücke
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Unter anderem im Sund sollen ab April Baugrunduntersuchungen für den Bau des Fehmarnsundtunnels durchgeführt werden.

Baugrunduntersuchungen starten im April bis Februar 2022

Fehmarn: Bis zu 340 Bohrungen für den Sundtunnel

  • Manuel Büchner
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Für den geplanten Fehmarnsundtunnel werden ab April bis Ende Februar 2022 bis zu 340 Bohrungen für Bodensondierungen durchgeführt.

  • Sachstandsbericht vom Regionalmanager Jürgen Zuch im Hauptausschuss.
  • Anwohner sollen über Bohrungen informiert werden.
  • Flora und Fauna wird eine Vegetationsperiode lang von Biologen und Experten beobachtet und erfasst.

Fehmarn – Mithilfe von bis zu 340 Bohrungen sollen ab April bis Ende Februar 2022 für den geplanten Bau des Fehmarnsundtunnels Bodensondierungen im Sund und in den Bereichen Fehmarn und Großenbrode durchgeführt werden. Die nördlichste Bohrung ist Höhe Hochfelder Mühle auf Fehmarn geplant, die südlichste wiederum nördlich der Großenbroder Aue an der B207. Dies war am Dienstag in der Sitzung des Hauptausschusses im Rahmen des Sachstandsberichtes von Regionalmanager Jürgen Zuch erneut Thema.

Wobei Bohrung nicht gleich Bohrung ist: Neben Trockendrehbohrungen werden auch Drucksondierungen und Kleinrammbohrungen zur Baugrunduntersuchung herangezogen. Regionalmanager Jürgen Zuch gab zu bedenken, dass die Anwohner darüber informiert werden sollten.

Damit es im Rahmen der Bodenuntersuchungen nicht zur Beeinträchtigung von Bodenbrütern und deren Gelege komme, würden als artenschutzrechtliche Vermeidungsmaßnahme Vergrämungsstäbe eingesetzt werden, so Zuch. Das Umweltministerium habe dafür am Montag eine Genehmigung erteilt, so der Regionalmanager weiter. Und: „Die betroffenen Landeigentümer sind bereits vor Ort über die Maßnahme informiert worden.“

Bahn will per Postwurfsendung informieren

Weiterhin berichtete Zuch, dass die Deutsche Bahn ihn in der letzten Woche darüber informiert habe, dass im Rahmen der nächsten Planungsschritte für die Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung ab sofort Flora und Fauna eine Vegetationsperiode lang von Biologen und Experten beobachtet und erfasst würden. Die Kartierung – ausgenommen davon sind die zuvor genannten Bodenbrüter – entlang der Schienentrasse ab Lensahn bis in den Fehmarnsund beginne zunächst für die Brutvögel, teilte Zuch auf FT-Nachfrage mit, gefolgt von weiteren Artengruppen wie Fledermäuse, Amphibien und Reptilien. In Kürze wolle die Bahn alle Haushalte der betroffenen Kommunen per Postwurfsendung informieren, so Zuch. Apropos: Die nächste öffentliche Infoveranstaltung zum Neubau des Fehmarnsundtunnels wird voraussichtlich im Spätsommer dieses Jahres stattfinden.

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