Eine Segeljacht wird in Burgstaaken gekrant
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Eine Segeljacht wurde in Burgstaaken gekrant und wird ins Winterlager gebracht.

Deutlich mehr Winter- als Liegeplätze vorhanden

Bootslager auf dem Prüfstand

  • Manuel Büchner
    vonManuel Büchner
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Rund 1250 Bootsliegeplätze hat Fehmarn. Auf der Insel überwintern jedoch deutlich mehr Boote. Der Bauausschuss Fehmarn sieht diesen Zustand kritisch.

  • 60000 Quadratmeter Fläche für Winterlager und 1250 Liegeplätze in den Häfen auf Fehmarn.
  • Ausschuss soll solide Datenbasis für zukünftige Entscheidungen erhalten.
  • Änderung des B-Plans 78 zur Errichtung von zwei Bootslagerhallen einstimmig zurückgestellt.

Fehmarn – Um die 1250 Bootsliegeplätze gibt es insgesamt in allen Häfen Fehmarns. Gleichzeitig stehen digital aufgemessen rund 60000 m2 Fläche zur Unterbringung der Boote im Winter zur Verfügung, rechnete Bauamtsleiter Benjamin May im letzten Bauausschuss vor. Bezogen auf die Liegeplätze ist damit ein mehr als ausreichendes Angebot vorhanden. „Es sind deutlich mehr Lager- als Liegeplätze“, erklärte der Fachbereichsleiter Bauen und Häfen der Stadt Fehmarn zuletzt nochmals gegenüber dem FT.

Die Politik steht diesem Istzustand kritisch gegenüber.

Bauamtsleiter Benjamin May

Somit ist klar: Eine bestimmte Zahl an Booten überwintert auf der Insel, hat aber keinen Liegeplatz in Fehmarns Häfen. „Die Politik steht diesem Istzustand kritisch gegenüber“, bezieht sich May damit auf Aussagen aus dem Fachausschuss im Februar, wohl mit Blick auf Fragen der Nachhaltigkeit und des Transports der Boote von und nach Fehmarn und damit zusammenhängenden Konflikten im Straßenverkehr.

„Wir haben als Verwaltung den Auftrag bekommen, nachzuschauen“, so May, wozu nicht nur die Erfassung des Bestandes, sondern auch die Kontrolle der Genehmigungslage gehöre, die bisher noch offen sei. „Das ist umfänglich, und wir sind mit der Ermittlung noch nicht fertig“, stellte Benjamin May gegenüber dem FT ein Ergebnis innerhalb der nächsten drei Fachausschusssitzungen in Aussicht.

Das Ziel soll am Ende sein, dass die Ausschussmitglieder belastbare Informationen haben. „Kommt ein entsprechender Antrag, hat die Politik eine solide Datenbasis, um eine begründbare Entscheidung zu treffen.“

Antrag zur Errichtung zweier Bootshallen einstimmig zurückgestellt

Ein Antrag zur Änderung des B-Plans 78 zur Errichtung von zwei Bootslagerhallen (30x40 und 30x50 m) am nördlichen Ortseingang von Orth, östlich der L209 und außerhalb des 150-Meter-Gewässerschutzstreifens, wurde vom Bau- und Umweltausschuss im März deshalb einstimmig zurückgestellt. „Wir hatten uns im Vorwege darauf verständigt, dass das Thema zunächst weiter geprüft wird“, sagte Hinnerk Haltermann (CDU), der den Bauausschuss im März leitete. Der Antrag aus Orth war bereits in der Februarsitzung des Ausschusses auf der Tagesordnung, jedoch war zu diesem Zeitpunkt eine im letzten Jahr entstandene Halle auf dem Lageplan nicht eingezeichnet.

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