Christian Muus vor der Erholungsstätte in Meeschendorf
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Christian Muus (CDU) hat im Tourismusausschuss den Vorsitz übernommen.

Chancen überwiegen mögliche Bedenken

CDU Fehmarn pro Hotel in Meeschendorf eingestellt

  • Andreas Höppner
    vonAndreas Höppner
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Beim dritten Bürgerentscheid auf Fehmarn stimmen die Fehmaraner am 18. April über den geplanten Hotelneubau in Meeschendorf ab. Die CDU Fehmarn hat sich nun für den Hotelneubau positioniert.

  • Hotel sei ein deutlicher Gewinn für Fehmarn.
  • Touristen und Einheimische werden profitieren.
  • Belebung der Nebensaison.

Fehmarn – Der geplante Hotelneubau am Meeschendorfer Strand erhitzt weiter die Gemüter, Pro und Kontra nehmen in der Diskussion so kurz vor dem Bürgerentscheid am Sonntag (18. April) noch einmal Fahrt auf. Nach der Freien Wählervereinigung Fehmarn und den Grünen hat sich nun auch die CDU Fehmarn positioniert. Sie hält das „Projekt für eine geeignete touristische Weiterentwicklung“.

Nach intensivem Austausch und sachlichen Gesprächen mit den Kritikern des geplanten Hotels in Meeschendorf sei die CDU Fehmarn zu dem Schluss gekommen, „dass die Chancen eines Hotelbetriebes die möglichen Bedenken überwiegen“ und ein Familienhotel am Meeschendorfer Strand ein „deutlicher Gewinn für Fehmarn“ wäre, so Tourismusausschussvorsitzender Christian Muus, der unlängst die Gelegenheit genutzt hatte, mit den Gegnern des Hotelprojekts direkt vor Ort ins Gespräch zu kommen (wir berichteten).

Für die CDU Fehmarn steht fest: „Das geplante JUFA-Hotel schafft Ganzjahresarbeits- und Ausbildungsplätze und wird die Attraktivität des Meeschendorfer Strandes aufwerten. Davon werden Touristen und Einheimische profitieren. Die geplante Erhöhung der Bettenkapazität von 38 Betten ist im Verhältnis zu den bereits bestehenden circa 990 Campingplatzstellplätzen am Meeschendorfer Strand marginal. In der Hauptsaison wird der Hotelbetrieb den Touristenstrom auf Fehmarn nur unwesentlich erhöhen. Gleichwohl ist durch eine ganzjährige Öffnung des Hotels mit einer Belebung des Tourismus insbesondere in der Nebensaison (fünf bis sechs Monate, in denen die Meeschendorfer Campingplätze geschlossen sind) zu rechnen. Dies kann sich zum Beispiel positiv auf bereits bestehende Freizeit- und Gastronomieangebote auswirken.“

CDU möchte sämtliche Parkplätze auf dem Grundstück haben

Die JUFA habe bereits große Bemühungen unternommen, ausreichend Parkplätze auf dem eigenen Grundstück zu schaffen. Im weiteren Verfahren, so Muus, werde sich die CDU dafür einsetzen, „dass alle erforderlichen Parkplätze auf dem Grundstück geschaffen werden“. Darüber hinaus könne eine „effizientere Gestaltung des vorhandenen Parkplatzes, inklusive Einbeziehung der Ausgleichswiese, für entsprechende zusätzliche Parkkapazitäten vor Ort sorgen“.

Aus Sicht von Fehmarns Christdemokraten spreche für das Projekt, dass die JUFA ein möglichst nachhaltig und nach aktuellen Energiesparverordnungen geplantes Hotel bauen wolle. Darüber hinaus reduziere sich die versiegelte Fläche um mehr als 400 Quadratmeter. Fazit: „Damit passt der Hotelneubau aus unserer Sicht besser zu den Klimaschutzzielen der Stadt Fehmarn als eine veraltete Anlage auf dem energetischen Stand der 60er-Jahre.“

Geteilter Meinung hinsichtlich der Höhe des Hotels

Die geplante Dimension des Hotels trifft innerhalb der CDU aber auch auf geteilte Meinung. So sei die Höhe des Hotels innerhalb der CDU intensiv diskutiert worden, „ohne einen Konsens zu finden“, räumt Muus ein, dennoch sei der geplanten Höhe mehrheitlich zugestimmt worden. Die Größe des Hotels werde „akzeptiert“, denn um ein qualitativ hochwertiges und auf Familien ausgerichtetes Hotel auch im Winter betreiben zu können, müssten die Kosten im Winter mit gewinnen aus den Sommermonaten verrechnet werden. Ein in der Größe deutlich reduziertes Hotel würde in den Wintermonaten schließen müssen, ist die CDU Fehmarn überzeugt.

Und: „Eine für Fehmarn vorteilhafte Alternative zur jetzigen Hotelplanung wird in Anbetracht der Fristen nur sehr schwer zu realisieren sein“, sodass die Fehmaraner tatsächlich Gefahr liefen, eine weitere Bauruine in direkter Strandlage zu erhalten, heißt es weiter.

Die CDU Fehmarn ermutigt die Fehmaraner, möglichst zahlreich am Bürgerentscheid teilzunehmen, denn nur eine Wahlbeteiligung von mindestens 50 Prozent bringe ein repräsentatives Ergebnis hervor und könne „der Anspruch an direkte und gelebte Demokratie sein“.

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