Florian Stolte wirft einen Pfeil auf das sogenannte Granboard
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SG Insel-Dartspieler Florian Stolte wirft einen Pfeil auf das sogenannte Granboard.

Online-Darts vorgestellt

Darten auf Vertrauensbasis

  • Lars Braesch
    vonLars Braesch
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Während der Corona-Pandemie ist die Dartszene auf Fehmarn auf Online-Darts umgeschwenkt. Online-Darts stellt die FT-Redaktion in diesem Artikel vor.

  • Dartboard ist mit Tablet und Handy verbunden.
  • Online-Fehmarn-Dartliga mit zwölf Teilnehmern.
  • Fünf Ligen mit Auf- und Abstieg im Angebot.

Fehmarn – In den vergangenen Wochen und Monaten war es aufgrund der Corona-Pandemie schwer, Vereinssport zu treiben. Die Teamsportler konnten nicht in voller Stärke trainieren, mittlerweile ist nach ersten Lockerungen wieder etwas mehr möglich. Dennoch lassen sich die Fehmaraner durch Corona nicht entmutigen. Die Redaktion hat sich einmal umgeschaut und stellt in einer lockeren Serie einige Sportarten vor, die trotz Corona ausgeübt werden können. Über Hobby Horsing, Wingsurfen und Angeln haben wir bereits berichtet, demnächst folgt Klettern. Heute: Online-Darts.

Die Würfe des Gegners können mitverfolgt werden.

In seinem Wohnzimmer in Bannesdorf hat Florian Stolte von der SG Insel Dart sein spezielles Dartboard aufgebaut. Per Bluetooth kann der jeweilige Dartspieler das sogenannte Granboard mit dem Tablet oder dem Handy verbinden. Der SG-Spieler hat das Board mit beiden verbunden. „Die Technik ist super easy. Das Tablet filmt mich beim Werfen, und das Handy filmt die in der Scheibe einschlagenden Pfeile“, erklärt der 37-jährige Dartspieler. Hier gelte die Vertrauensbasis, denn es können ja auch einfach die Pfeile ins Board hineingedrückt werden, wenn der jeweilige Spieler nur ein Tablet oder ein Handy nutzt. 

Alle glücklich über Wettkampfmodus

„Alle sind glücklich über den Wettkampfmodus und sind fair“, erläutert Florian Stolte. Bereits als Jugendlicher hat Stolte zusammen mit Andre Reis im „Mopsy“ zum Spaß Dart gespielt. Als die „Burg Flyers“ aus dem „Why not“ ins „Magic Pool“ gezogen sind, begann die Vereinskarriere von Florian Stolte. 

Wie bei den Dartprofis im Fernsehen ist die Abwurflinie, das sogenannte Oche, 2,37 Meter entfernt. Das Dartboard hängt 1,73 Meter über dem Boden. Der Dartspieler versucht mit drei Pfeilen möglichst eine hohe Punktzahl zu erreichen, um zum Beispiel 501 Punkte auf Null zurückzuspielen. Beim Dartboard bildet der äußere Ring die sogenannten Doppel-Felder. Wird der äußere Ring getroffen, wird der jeweilige Wert verdoppelt. Der innere Ring sind die sogenannten Triple-Felder. Hier können die meisten Punkte erzielt werden. Trifft der Dartspieler zum Beispiel die Triple 20, verbucht er 60 Punkte. Trifft er genau die Mitte, das sogenannte Bull‘s Eye, gibt es 50 Punkte. Für das neben dem Bull‘s Eye liegende Feld, dem Bull erhält der Spieler 25 Punkte. Das sogenannte Leg (Spiel) muss immer mit einem Doppelfeld beendet werden. Hat der Spieler nur noch zehn Punkte, muss er das Spiel mit der Doppel-Fünf beenden. 501 Punkte können im Idealfall mit neun Pfeilen ausgecheckt werden, dies wird Neundarter genannt. Je nach Modus muss der Dartspieler eine gewisse Anzahl von Legs gewinnen, um den Satz und später das Match zu gewinnen. 

„Im Granboard steckt alles, was auch ein herkömmlicher Dartautomat bietet“, erläuert Florian Stolte weiter. Corona habe der fehmarnschen Dartszene einen Strich durch die Rechnung gemacht, was Training und Punktspiele anbelange. 

Zusammengeschlossen zur Online-Dartliga

Im November 2020 haben sich dann zwölf fehmarnsche Dartspieler zur ersten Online-Fehmarn-Dartliga zusammengeschlossen. Dort stand kürzlich das Finale an. Florian Stolte traf am letzten Spieltag auf seinen Bruder Bastian. Beide Finalisten waren mit jeweils zehn Siegen ungeschlagen. Florian Stolte verlor knapp mit 2:3. Im Bruderduell verwarf Florian Stolte satte 16 Matchdarts. 

Der Kontakt untereinander war während der Corona-Pandemie wichtig

SG Insel-Dartspieler Florian Stolte

„Ich hatte ein gutes Scoring, jedoch war meine Doppelquote nicht besonders gut“, blickte der SG Insel-Dartspieler zurück auf das verlorene Finale. „Durch die Online-Fehmarn-Dartliga haben wir uns nicht gänzlich aus den Augen verloren. Der Kontakt untereinander war während der Corona-Pandemie wichtig“, so Florian Stolte weiter. 

Bald wird es zwischen Bastian Stolte und Florian Stolte zu einem Wiedersehen kommen. Beide haben sich für die 2. Liga qualifiziert. Hier gibt es insgesamt fünf Ligen mit Auf- und Abstieg. Die Spieler werden hierbei nach dem Average eingeteilt. Der Average gibt an, wie viele Pfeile für ein Leg oder ein Match im Durchschnitt benötigt werden. „Zwischen 70 und 80 liegt der Average in der 2. Liga“, meint Florian Stolte. Die Qualifikation zur 1. Liga hatte der Fehmaraner knapp verpasst. 

Trainingsmatch gegen Kevin Maaßen

Um das Granboard zu demonstrieren, hatte Florian Stolte ein Trainingsmatch gegen Kevin Maaßen organisiert. Maaßen weilt arbeitstechnisch derzeit in Flensburg. Vor dem Match wurde ausgebullt, wer das Spiel beginnen darf. Beim Ausbullen wirft jeder Spieler einen Pfeil. Der Dart, der näher am Bull‘s Eye ist, hat gewonnen und darf das Match eröffnen. Maaßen durfte starten und nahm ein 3:2 mit nach Flensburg. Zurück zu Florian Stolte, der sagt, „ich bin ein bisschen trainingsfaul“. Für die 2. Liga will er jetzt vermehrt Online-Turniere spielen.

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