Kinder und das DLRG-Maskottchen Robbi
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Begeisterte Kinder und die Robbe „Nobbi“, das DLRG-Maskottchen, 2018 am Burger Südstrand, als Corona noch keinen Namen hatte.

Gewinnspiel als kleines Trostpflaster

DLRG/Nivea-Strandfest auf Fehmarn abgesagt

  • Nicole Rochell
    VonNicole Rochell
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Das DLRG/Nivea-Strandfest auf Fehmarn ist abgesagt. Als kleines Trostpflaster verlost das FT heute um 12 Uhr 25 Wasserbälle und die Broschüre „Nobbis Wasserspaß“.

  • Strandfest zum zweiten Mal coronabedingt abgesagt.
  • Tourleiterin Maiken Stolze hofft auf 2022.
  • Strikte Corona-Politik bei Nivea.

Fehmarn – Die ersten 15 Anrufer, die von 12 bis 12.05 Uhr unter 04371867516 folgende Frage richtig beantworten können – Wie heißt die Robbe, das Maskottchen der DLRG? – können sich über eine Broschüre und einen Wasserball freuen. 

Zehn weitere Bälle plus Broschüren verlosen wir über Facebook. Einfach den Artikel kommentieren und das Lösungswort in die Kommentare schreiben, wenn er ab 12 Uhr auf „Fehmarn/Heiligenhafen24“ gepostet ist. Die ersten zehn richtigen Antworten gewinnen. Die Preise müssen beim Fehmarnschen Tageblatt in der Gertrudenthaler Straße 3 abgeholt werden.

Kein Strandfest. Keine Hüpfburg. Der Südstrand ohne bunte Schwungtücher. Ohne das DLRG-Maskottchen „Nobbi“, dem für gewöhnlich die Kinder nicht vom plüschigen Robben-Pelz weichen. Ohne Flashmob-Bälle-Meer im klassischen Nivea-Blau und Baderegeln-Puzzel – alles nichts, ohne das DLRG-Nivea-Strandfest. 

Das wird auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Schon zum zweiten Mal nicht, seit Corona plagt. Zum Leidwesen von Tourleiterin Maiken Stolze sowie knapp 100 Rettungsschwimmern, die bis 2019 noch in zwei Trossen 48 Seebäder an Nord- und Ostsee ansteuerten, um den Kindern auf spielerische Art die Bade- und Verhaltensregeln am und im Wasser zu vermitteln. Fehmarn war stets dabei. Eine beliebte Veranstaltung im Terminplaner von Einheimischen und Urlaubern. Abgesagt die Veranstaltung, die ursprünglich am 6. Juli am Südstrand hätte stattfinden sollen. Aber „hätte“ liegt bekanntlich auf dem Friedhof, und „wenn“ gleich daneben. Fakt ist: die Tour wird einmal mehr gecancelt. „Schweren Herzens haben wir, die DLRG und Nivea, gemeinsam entschlossen, die DLRG/Nivea-Strandfest-Tour für 2021 abzusagen. Herz unserer Veranstaltungen ist das verantwortungsbewusste Miteinander in Form des persönlichen Kontakts zu Kindern und ihren Familien, was vor dem Hintergrund aktueller Vorgaben nicht umsetzbar wäre. Wir freuen uns umso mehr auf ein Wiedersehen in 2022“, heißt es auf der DLRG/Nivea-Homepage.  

Hohe Stornokosten hätten gedroht

Abgesagt wurde natürlich nicht neuerdings, mit dem Wissen um etliche Lockerungen, sondern noch zu Hochzeiten von Corona, „als noch keinerlei Aussagen gemacht wurden, wie es in naher Zukunft weitergehen könnte“, so Stolze. „Wir hatten keine Planungs-
sicherheit und uns daher eine Deadline bis April gesetzt“, so Maiken Stolze. Nicht nur wegen der Manpower, und um den überwiegend jungen Leuten beizeiten die Möglichkeit zu geben, sich sommerjobtechnisch anderweitig orientieren zu können. Das Durchringen zur Absage sei nicht zuletzt wegen gebuchter Unterkünfte erforderlich gewesen. Andernfalls hätten es die Veranstalter auf Sommertour mit Stornokosten in Höhe von rund 50000 Euro zu tun bekommen, so Maiken Stolze. 

Das Strandfest lebt von engem Kontakt.

Maiken Stolze

Jetzt, mit all den Lockerungen, sei das Open-Air-Fest vielleicht sogar möglich gewesen. Zumindest was die DLRG betrifft. Ein Fest in anderer Form, mit einem Bühnenprogramm und entsprechend Entfernung zu Kindern und Eltern und das ein oder andere erabeitete Alternativprogramm seien durchaus drin gewesen, so Maiken Stolze. Dreimal eine Dreiviertelstunde Strandfest, damit alle Kinder auch mit Abstand ein wenig mit der DLRG und Nivea hätten feiern können. Doch der andere Partner Nivea fahre eine strikte Corona-Politik. Und ohne so richtig auf Kuschelkurs mit den Kindern gehen zu können – „das Strandfest lebt von engem Kontakt“ – das wäre auch nur halb so schön, räumt Maiken Stolze ein, der der Ausfall der Strandfest-Tournee im nun zweiten Jahr schwerfällt.

Aber abgesagt ist abgesagt, zumal es um diese Zeit ohnehin keine freien Ferienunterkünfte mehr gebe, wenngleich sich die Tour mit riesigem personellen und logistischen Aufwand vielleicht selbst in der Kürze der Zeit sogar noch hätte umsetzen lassen, so Stolze, die sich jetzt schon darauf freut, in der großen DLRG-Familie gemeinsam mit Nivea Eltern und ihre Kinder dann im nächsten Jahr ans sichere Verhalten im, am und auf dem Wasser sowie in der Sonne heranzuführen. 

Bei aller Enttäuschung über die Absage der Tour hat sie doch auch etwas Gutes. Denn durch die eingesparten Gelder haben DLRG und Nivea ein Heftchen herausgegeben: „Wasser(s)pass – Schritt für Schritt vorbereitet auf die erste Schwimmstunde“. Und der Zeitpunkt sei genau richtig gewählt. Geschlossene Schwimmbäder, Kontaktbeschränkungen, Kurse fallen aus, die Wartelisten werden immer länger ... Corona verschlimmert die Nichtschwimmer-Situation. „Ihr könnt etwas für die Wassergewöhnung tun, auch ohne Schwimmbad. Wir unterstützen euch“, wendet sich Maiken Stolze an die Eltern und hat dem Fehmarnschen Tageblatt 25 Exemplare der 16-seitigen Broschüre zu Verlosungszwecken zur Verfügung gestellt. 

„In den Heftchen findet ihr je drei Übungen und Spiele zu den Grundfertigkeiten des Schwimmens zu Land und mit Wasser als Vorbereitung, damit eure Kinder später zügig und ohne Angst schwimmen lernen, sympathisch begleitet von unserem Maskottchen und Schwimmexperten, der Robbe ,Nobbi‘“, so Stolze. Ein Schwimmbad sei nicht nötig. Der theoretische Hintergrund der Übungen, verständlich aufbereitet für die Eltern, komplettiere das Übungspaket. „Über einen QR-Code sind viele Übungen und Spiele auch online zu erreichen“, informiert Maiken Stolze, die nicht nur 25 Broschüren „Wasser(s)pass“, sondern auch noch 25 aufblasbare Wasserbälle, wie es sie bei den DLRG-Nivea-Strandfesten für jedes Kind immer gab, zur Verlosung oben drauflegt.

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