Die Grünen vor der Alten Schule in Petersdorf
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Marlies Fritzen und Marco Eberle schauten gestern bei Michael Ott (hinten, v.l.), Dr. Johannes Grünitz und Günther Schmoranzer vorbei.

Marlies Fritzen (Grüne) besucht Kulturzentrum

Fehmarn: Förderchancen für Alte Schule in Petersdorf

  • Manuel Büchner
    vonManuel Büchner
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Die umwelt- und kulturpolitische Sprecherin der Grünen im Kieler Landtag, Marlies Fritzen, besichtigte die Alte Schule in Petersdorf. Dort ist bekanntlich der Verein Kulturtreff Fehmarn ansässig.

  • 5000 Euro Pacht plus Betriebkosten zahlt der Verein an die Stadt.
  • Einnahmequellen sind Vermietung der beiden Wohnungen und Ateliers.
  • Verein wird immer wieder Geld in die Hand nehmen müssen.

Fehmarn – Zurzeit ist es coronabedingt ruhig in der Alten Schule in Petersdorf. Wenn gerade mal keine Pandemie ist, pulsiert dort allerdings das Leben, dank des Vereins Kulturtreff Fehmarn. Die umwelt- und kulturpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, Marlies Fritzen, verschaffte sich auf Einladung des Ortsverbandes der Grünen am Montag einen Eindruck davon, was der Verein in den letzten zwei Jahres alles auf die Beine gestellt hat. Nach einer Führung durch die Räumlichkeiten ging es vor allem darum, Fördermöglichkeiten auszuloten.

Vertrag soll innerhalb von 14 Tagen unterschriftsreif sein

Zunächst zeigte sich der 1. Vorsitzende des Vereins, Michael Ott, erleichtert, „dass endlich die Besitzverhältnisse geklärt sind“. Der Erbpachtvertrag werde von einem Notar in Kiel zurzeit überarbeitet und innerhalb von 14 Tagen unterschriftsreif sein. 5000 Euro Pacht plus Betriebskosten wird der Verein dann an die Stadt bezahlen. „Wir haben einen Plan, über die Runden zu kommen“, so Ott und nannte als Einnahmequellen neben der Vermietung der beiden Wohnungen und der Ateliers auch Spenden und die Möglichkeit, Fördergelder zu bekommen.

An der Stelle schaltete sich Fritzen ein: Kultur sei eine freiwillige Leistung, an der leider oftmals zuerst gespart werde. Fördermöglichkeiten sehe sie aber für die Alte Schule, so die Landtagsabgeordnete, und brachte die soziokulturellen Zentren ins Spiel, worauf man sich bewerben könne, um Projektfördermittel zu erhalten. Der Topf sei zuletzt aufgestockt worden, so Fritzen. Hilfe bei den Fördermöglichkeiten biete die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Soziokultur. Ein weitere Quelle sei die „Freie Szene“-Förderung. „Da gehört ihr auch dazu“, sagte Fritzen und versprach, dem Verein Infos zu Fördermöglichkeiten zukommen zu lassen.

Schriftführer Dr. Johannes Grünitz nutzte die Gelegenheit und mahnte, dass Petersdorf und der gesamte Inselwesten nicht noch weiter abgehängt werden dürfe. „Das lebt hier alles vom Idealismus einzelner Menschen“, so Grünitz und führte als Negativbeispiel die Lesehalle Petersdorf ins Feld.

Das Projekt bringt die ganze Insel nach vorn.

Bürgermeisterkandidat Marco Eberle

Für den grünen Bürgermeisterkandidaten Marco Eberle hat das Bürger- und Veranstaltungszentrum in Petersdorf reichlich Strahlkraft. „Das Projekt bringt die ganze Insel nach vorn.“ Dass dies zweifellos zutrifft, zeigte auch eine Aufzählung der Akteure von Fehmarnkultur und VHS über DRK bis AWO sowie Tanzkurse, Bingo- und Skatrunden, politische Veranstaltungen, Ausstellungen, Workshops, Kinder- und Maibaumfest, die Ott aufgrund der Fülle vom Zettel ablesen musste. „Alle Räume sind belegt“, ergänzte Kassenwart Günther Schmoranzer. Fritzen lauschte beeindruckt.

Behindertengerechte Toiletten, die im Herbst eingebaut wurden, oder ein Starkstromanschluss, der mithilfe des Tourismus-Service Fehmarn installiert wurde: Der Verein wird immer wieder Geld in die Hand nehmen müssen, um die Infrastruktur an kleineren und größeren Stellschrauben anzupassen oder zu modernisieren. Eberle erinnerte an zurückliegende Gespräche, in denen der Durchbruch zwischen zwei Räumen und eine kleine Freiluftbühne diskutiert wurden. So oder so: Langweilig wird es auf absehbare Zeit in der Alten Schule definitiv nicht.

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