Zahlreiche Einsatzkräfte vor dem Fährschiff „Schleswig-Holstein“
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Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten zu einem Gefahrguteinsatz nach Puttgarden aus. Es sollte auf der Fähre „Schleswig-Holstein“ nach Ammoniak riechen.

Falscher Alarm: kein Ammoniak

Puttgarden: Gefahrguteinsatz am Fährbahnhof

  • Arne Jappe
    vonArne Jappe
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Im Fährhafen Puttgarden gab es am Donnerstag einen Gefahrguteinsatz auf der Fähre „Schleswig-Holstein“.

Fehmarn – Ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdienst wurde am Donnerstag um 14.31 Uhr in den Fährhafen Puttgarden alarmiert. Es sollte nach Ammoniak auf der Fähre „Schleswig-Holstein“ riechen. Doch am Ende gab es glücklicherweise keine Gefahr.

Die Lage war anfangs unklar, doch im Verlauf des Einsatzes konnte die Feuerwehr etwa eine Stunde später Entwarnung geben. Es handelte sich, laut Scandlines-Sprecherin Anette Ustrup Svendsen, lediglich um Aluminiumsalzschlacke, die nicht als Gefahrgut deklariert werden müsse.

Es wurde über den Notruf Ammoniak-Geruch gemeldet.

Einsatzleiter Heino Lafrenz

„Es wurde über den Notruf Ammoniak-Geruch gemeldet“, bestätigte Einsatzleiter Heino Lafrenz von der Feuerwehr. Den Geruch habe die Besatzung kurz vor dem Einlaufen in Puttgarden bemerkt, so Ustrup Svendsen. Die in Kenntnis gesetzte Leitstelle in Bad Oldesloe löste daraufhin Großalarm aus. Der Löschzug Gefahrgut des Kreises Ostholstein und auch zahlreiche Schnell-Einsatz-Gruppen vom Rettungsdienst machten sich auch vom Festland auf den Weg nach Puttgarden.

Auf der „Schleswig-Holstein“ hatte ein polnischer Lastwagen, der aus Stockholm kam, etwa 20 Tonnen Aluminiumsalzschlacke in Pulverform geladen. Laut Sicherheitsinformation des Verbands der Aluminiumrecycling-Industrie riecht Schlacke nach Ammoniak, wenn es mit Feuchtigkeit in Verbindung kommt. Dies passierte offenbar auf dem Lkw. Auf dem Deck gab es dann auch laut Aussage der Feuerwehr kein Leck oder einen Austritt von Gefahrstoffen.

Fähre kehrte in den Regelbetrieb zurück

24 Lastwagen, vier Pkw und 32 Passagiere befanden sich an Bord. Alle Fahrgäste haben das Schiff gleich nach Anlegen im Hafen ruhig verlassen, die Fähre fuhr bereits am Donnerstag am späten Nachmittag wieder im Regelbetrieb. „Durch Corona haben wir derzeit verhältnismäßig mehr Lkw als Pkw auf unseren Fähren. Dänen sowie Deutsche müssen nach der Einreise in das jeweilige Land in Quarantäne“, erklärte Ustrup Svendsen die überschaubare Zahl von Lastwagen, Pkw und Passagieren an Bord aufgrund des Infektions-Geschehens.  

Etwa 100 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst waren vor Ort. Verletzt wurde bei dem Einsatz in Puttgarden glücklicherweise niemand.

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