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Vandalismus an der Inselschule: Schaden geht in die Tausende

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Von: Andreas Höppner

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Vandalismus an der Inselschule auf Fehmarn
Vandalismus I: Ein Halbtor der Feuerwehrzufahrt an der Inselschule ist aus seiner Verankerung gerissen und abtransportiert worden. © Andreas Höppner

In den Herbstferien ist an der Inselschule in Burg durch Vandalismus ein großer Schaden entstanden. Unter anderem wurde das Feuerwehrzufahrtstor herausgerissen, weitere Zäune beschädigt sowie eine Rotbuche gefällt und auf das Vordach geworfen.

Fehmarn – Vandalismus ist nicht kleinzukriegen. Ein angezündeter Papierkorb hier, eine besprühte Hauswand da, doch was sich während der Herbstferien in den vergangenen Tagen im Bereich der Inselschule abgespielt hat, hat nach Angaben der Stadtverwaltung „eine ganz neue Qualität erreicht“. Vor allem am vergangenen Wochenende ist es laut Björn Maier, Teamleiter Bildung und Sport, bei der Stadt Fehmarn, zu erheblichen Sachbeschädigungen gekommen.

Neben dem Herausreißen und Entwenden des Feuerwehrzufahrtstores an der Kantstraße sowie mehrerer weiterer Zaunbeschädigungen im Bereich der Inselschulanlage wurden unter anderem eine Rotbuche gefällt und aufs Vordach geworfen, im Boden verankerte Müllbehälter umgetreten, Fassadenteile eingetreten, ein Postkasten demoliert und Graffiti gesprüht. Die entstandenen Schäden lassen sich noch nicht exakt beziffern, sie gehen aber „in die Tausende“.

Bürgermeister Jörg Weber ist fassungslos und erzürnt

Bürgermeister Jörg Weber zeigt sich über das Ausmaß fassungslos und erzürnt. „Es ist schon erstaunlich, was in manchen Leuten so vorgeht. Man sollte doch meinen, dass insbesondere an so wichtigen sozialen Plätzen wie Schulen mehr Anstand und Respekt herrscht“, dort solle schließlich den Kindern und Jugendlichen positive Werte vermittelt werden, so Weber.

Vandalismus an der Inselschule auf Fehmarn
Vandalismus II: Nur noch ein Baumstumpf deutet an, wo einmal eine Rotbuche gestanden hat. © Andreas Höppner

Die neuesten Vorkommnisse gingen weit über infantile Streiche hinaus, auch weil es Planung und große Kraftanstrengung benötige, ein Tor aus einem Zaun herauszubrechen oder einen Baum zu fällen. „Dafür braucht es große kriminelle Energie. Vermutlich handelt es sich auch nicht um einen Einzeltäter oder eine Einzeltäterin, sondern um eine Gruppierung von Personen“, so die Einschätzung von Björn Maier, der nun außerhalb der Unterrichtszeiten über eine Videoüberwachung an der Schule nachdenkt.

„Vandalismus ist eine Straftat. Selbstverständlich bringen wir jeden Vorfall zur Anzeige und sind zuversichtlich, die Täterinnen oder Täter zu fassen“, bezieht Bürgermeister Weber unmissverständlich Stellung. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass eine höhere öffentliche Aufmerksamkeit erzeugt wird, damit man sich „zukünftig seltener mit solch skrupellosem Verhalten auseinandersetzen muss“.

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