Ein Schiff mit Dünger wird gelöscht
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Verlässliches Haupteinfuhrgut im Hafen Burgstaaken ist der Dünger.

Güterumschlag im Hafen Burgstaaken gestiegen

Fehmarn: Gute Zahlen im Corona-Jahr

  • Andreas Höppner
    vonAndreas Höppner
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Unterm Strich ist der Kommunalhafen Burgstaaken gut durch das Corona-Jahr 2020 gekommen. Die Fischerei und Angelfahrten sind die deutlichen Verlierer.

  • Nur 111 Tonnen Fisch angelandet.
  • Zweitbestes Ergebnis der letzten Dekade beim Güterumschlag.
  • 496 Reisen beim Hochseeangeln.

Fehmarn – Der Kommunalhafen Burgstaaken ist in der Summe gut durch das Corona-Jahr 2020 gekommen. Das belegen die Zahlen, die die bei der Stadtverwaltung für Hafenangelegenheiten zuständige Mitarbeiterin Linda Lafrenz in der Sitzung des Stadtwerke- und Hafenausschusses vorlegte. Mit der Fischerei und den Angelfahrten gab es aber auch deutliche Verlierer, was jedoch nicht so sehr an Corona, sondern vielmehr an den Fangmengenbeschränkungen der EU liegt.

Rückgang beim Fisch um 61 Prozent

So wurden im vergangenen Jahr lediglich 111 Tonnen Fisch angelandet. Gegenüber 2019, als 285 Tonnen registriert wurden, ein Rückgang um 174 Tonnen beziehungsweise 61 Prozent. Zum Vergleich: 2012 waren in Burgstaaken noch 919 Tonnen Fisch angelandet worden.

Der Gesamtgüterumschlag hat sich jedoch positiv entwickelt. Mit 66665 Tonnen konnte nach 2016 (75719 Tonnen) das zweitbeste Ergebnis der letzten Dekade eingefahren werden. Gegenüber 2019 stieg die Einfuhr um 1687 auf 7411 Tonnen und die Ausfuhr um 6494 auf 59254 Tonnen. Den Hafen verließen 43480 Tonnen Weizen, 10794 Tonnen Raps und 4980 Tonnen Gerste. Haupteinfuhrgut bleibt der Dünger mit 4253 Tonnen. Gelöscht wurden aber auch 1600 Tonnen Kies und 1447 Tonnen Holz. Steine wurden zuletzt 2018 eingeführt, damals 7286 Tonnen. Doch bei Baumaterialien könnten die Umschlagszahlen in den kommenden Jahren möglicherweise weiter nach oben gehen, wenn im Zuge des Ausbaus der Hinterlandanbindung und der Errichtung der Tunnel durch den Fehmarnbelt und den Fehmarnsund die Insel zu einer Großbaustelle wird.

Im Rahmen der Voruntersuchungen nutzten bereits vermehrt Schlepper und sonstige Fahrzeuge, wie zum Beispiel Arbeitsplattformen, den Hafen Burgstaaken als Anlaufpunkt. 2019 machten 15 dieser Fahrzeuge fest, im vergangenen Jahr waren es schon 27.

Obwohl die Häfen coronabedingt im Frühjahr 2020 gesperrt bleiben mussten und es für Ausflugsschiffe Personenzahlbeschränkungen gab, blieb die Zahl der Fahrgäste mit 16090 gegenüber 2019 mit 16991 nahezu unverändert. Und auch bei den Sportbooten gab es bei der Zahl der Übernachtungen keine Einbrüche. Mit 1362 (+27) eine leichte Steigerung gegenüber 2019.

Ganz anders und ziemlich besorgniserregend sieht es jedoch bei den Angelfahrten aus. Das Dorsch-Baglimit für Freizeitangler schlägt voll durch auf die Zahlen. Fünf Dorsche pro Angler und Tag, im Februar und März sind nur zwei erlaubt, schlägt beeinflusst die Nachfrage nach Hochseeangelfahrten negativ. So waren es im vergangenen Jahr nur noch 496 Reisen (-280) mit 8991 Fahrgästen (-6373). Zur Erinnerung: 2015 gab es noch 812 Hochseeangelfahrten mit insgesamt 18544 Fahrgästen.

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