Jörg Weber mit seiner Frau Christine und Tochter Annalena
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Erleichtert und glücklich: Jörg Weber, mit seiner Frau Christine und seiner Tochter Annalena kurz nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses.

Weber gewinnt gegen Klemptner

Jörg Weber bleibt Bürgermeister

  • Andreas Höppner
    vonAndreas Höppner
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  • Manuel Büchner
    Manuel Büchner
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Der alte Bürgermeister ist auch der neue Bürgermeister: Jörg Weber hat die Stichwahl gegen Doris Klemptner gewonnen und bleibt für sechs weitere Jahre Verwaltungschef auf Fehmarn.

  • Jörg Weber holt 54,5 Prozent der abgegebenen Stimmen.
  • Wahlbeteiligung lag unter 50 Prozent.
  • Neun der zwölf Wahlbezirke gingen an den Sieger.

Fehmarn – Jörg Weber wird für weitere sechs Jahre das Amt des Bürgermeisters der Stadt Fehmarn bekleiden. Er setzte sich am Sonntag in der Stichwahl gegen seine Herausforderin Doris Klemptner durch und gewährte dem FT kurz nach der Entscheidung einen kleinen Einblick in seinen Gemütszustand: „Erleichtert und glücklich“ sei er gewesen, als am Sonntag um kurz vor 19 Uhr alle zwölf Wahllokale ausgezählt waren.

Fast 300 Stimmen mehr als vor zwei Wochen sind eine Bestätigung für die Arbeit der letzten sechs Jahre.

Bürgermeister Jörg Weber

„Fast 300 Stimmen mehr als vor zwei Wochen sind eine Bestätigung für die Arbeit der letzten sechs Jahre“, wenngleich seine größte Sorge im Vorwege gewesen sei, dass aufgrund des klaren Ergebnisses in der Hauptwahl einige Fehmaraner zur Stichwahl nicht erneut ihre Stimme abgeben würden. Entsprechend bedauerte Weber auch die niedrigere Wahlbeteiligung als vor sechs Jahren.

Seine Familie, mit der Weber über einen Beamer im heimischen Wohnzimmer die eintrudelnden Ergebnisse aus den Wahllokalen verfolgte, sei vor allem zufrieden, dass nun wieder etwas Normalität einkehre, nach einem anstrengenden Wahlkampf, der durch die Pandemie sicherlich nicht einfacher geworden sei. „Im letzten Jahr war zudem normales Arbeiten für die Verwaltung nicht möglich“, so Weber, der am Montag seinem Job als Verwaltungschef, für den die Mehrheit der Wahlgänger ihn am Sonntag bestätigt hat, wieder nachgehen wird.

Mit dem Wahlergebnis „mehr als zufrieden“

„Ich habe 1036 Stimmen mehr bekommen als beim ersten Wahlgang, Jörg Weber 288“, blickte die unterlegene Doris Klemptner auf die nackten Zahlen des Ergebnisses. Insgesamt sei sie deshalb mit dem Wahlergebnis „mehr als zufrieden, sie wäre aber gerne Bürgermeisterin geworden“, so Klemptner in einer ersten Stellungnahme gegenüber dem FT.

„Ich gratuliere Jörg Weber zu seinem Erfolg“, gab sich die Herausforderin als faire Unterlegene. Nun könne Jörg Weber sein Versprechen, die Insel weiterhin zukunftsfähig zu gestalten, einlösen. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern der Insel, denn „der Bürgerdialog ist überfällig“.

Ihren Wählerinnen und Wählern sowie den zahlreichen Unterstützern spreche sie großen Dank aus und sie versprach: „Mit mir ist weiterhin zu rechnen.“ In welcher Form, ließ sie unmittelbar nach Bekanntwerden des Ergebnisses noch offen. Auf Nachfrage des FT ließ sie durchblicken, dass die Kommunalwahlen in zwei Jahren eine Option wären.

502 Stimmen machten am Ende den Unterschied

Drei Wahlbezirke konnte Doris Klemptner dem Amtsinhaber abringen – immerhin ein Wahllokal mehr als Gunnar Mehnert, Webers Herausforderer in der Stichwahl vor sechs Jahren. Die Siege in Dänschendorf, Petersdorf und Meeschendorf reichten aber nicht, um in Schlagdistanz zu kommen. Bereits nach sechs von zwölf ausgezählten Wahlbezirken lag die Herausforderin mit 214 Stimmen zurück. Am Ende waren es 502 Stimmen.

Das stärkste Ergebnis holte Weber in Burgstaaken. 60,3 Prozent stimmten für ihn. Zugleich wurde in dem Wahllokal mit 60,5 Prozent die höchste Wahlbeteiligung aller Wahlbezirke erreicht. Klemptner fuhr ihr bestes Ergebnis in Dänschendorf ein: 60,8 Prozent.

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