Stefan Jensen mit Curtis
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Stefan Jensen hat mit „Curtis“ den Großen Preis des Kaufhauses Stolz gewonnen. Jensen hatte hauchdünn mit 46 Hundertstel die Nase vorn vor dem Fehmaraner Hans-Thorben Rüder.

Stefan Jensen gewinnt Großen Preis

Fehmarn-Pferde-Festival: Mit 46 Hundertstel vor Lokalmatador Hans-Thorben Rüder

  • Lars Braesch
    VonLars Braesch
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Die ersten vier Turniertage beim Fehmarn-Pferde-Festival sind Geschichte. Am Sonntag wurde mit dem Großen Preis des Kaufhauses Stolz der Höhepunkt des Turniers ausgetragen.

  • Fehmaraner Hans-Thorben Rüder mit „Lorcas“ auf Platz zwei im Großen Preis.
  • Sechs Paare erreichen das Stechen.
  • Fehmarns Dressurreiterinnen mit starkem Auftritt beim Heimspiel.

Fehmarn – Stefan Jensen (RFV Südtondern Leck) hat am Sonntagnachmittag mit dem zehnjährigen Holsteiner „Curtis“ den Großen Preis des Kaufhauses Stolz gewonnen. Im Stechen des Hauptspringens beim Fehmarn-Pferde-Festival legte Jensen einen fehlerfreien Ritt in 42,07 Sekunden hin. Hauchdünn dahinter kam der Fehmaraner Hans-Thorben Rüder mit „Lorcas“. Rüder erreichte in 42,53 Sekunden das Ziel. Platz drei sicherte sich Simon Heineke (RFV Stall Moorhof) mit „Chairmann“ (0/44,62 Sekunden). Im Umlauf war Rüder schneller als der spätere Sieger, nahm im Stechen vor dem letzten Hindernis aber etwas das Tempo raus, um fehlerfrei ins Ziel zu kommen, was vermutlich den Sieg gekostet haben dürfte.

Das Turnier ist jedes Jahr ein Erlebnis.

Stefan Jensen, Sieger im Großen Preis des Kaufhauses Stolz

„Das Turnier ist jedes Jahr ein Erlebnis. Es ist einzigartig in Schleswig-Holstein. Es bringt immer wieder Spaß, nach Fehmarn zu kommen. Die Parcours hier sind immer anspruchsvoll und die Konkurrenz immer schon schwer mit den Fehmaranern“, erklärte der Sieger Stefan Jensen auf Nachfrage. „Curtis“ reitet Jensen seit fünf Jahren. Der Holsteiner wurde von Jensen selbst ausgebildet. 

Von 36 Startern erreichten sechs Paare das Stechen. Pech hatte Harm Wiebusch, der mit einem Zeitfehler das Stechen verpasste. Die Parcourschefs Joachim Stratmann und Horst Millahn stellten auf einer Bahnlänge von 440 Metern zwölf Hindernisse mit 15 Sprüngen auf. Die Hindernishöhe lag bei 1,45 Meter. Die erlaubte Zeit betrug 57 Sekunden. 

„Das Springen war schon recht schwer. Vielleicht sogar minimal zu schwer, für das, was hier diesmal am Start war. Von den Linien her war der Parcours gut durchdacht. Im Stechen hatte ich einen richtig guten Lauf und war auf der Innenbahn ziemlich flott bis zur Mitte des Stechens unterwegs. Ich hatte das Gefühl, das reicht. Da wollte ich nicht noch einen Tacken drauflegen, sondern ein bisschen Sicherheit geben. Da habe ich mich ein bisschen verpokert“, so Hans-Thorben Rüder gegenüber dem FT. 

Revanche im Dressurviereck: Portugiese Pedro Matos gewinnt S-Dressur

Im Dressurviereck in der Reithalle gab es eine Revanche für die 2:4-Niederlage von Portugal gegen Deutschland bei der Fußball-Europameisterschaft. Die Dressurprüfung der Klasse S* gewann der Portugiese Pedro Matos mit „Davinci“. Die Richterinnen Gudrun Smolinski und Karen Schnoor vergaben die Wertnote 7,8.

Der Portugiese Pedro Matos gewann mit „Davinci“ die Dressurprüfung der Klasse S*.

Matos sei sehr sicher und genau geritten. „Es war viel Ausdruck in der Trabarbeit. Fast fehlerfrei, ein ganzer kleiner Wackler war in einem Galoppwechsel drin. Eine sehr sichere Runde“, erläuterte Richterin Gudrun Smolinski. Für Matos war es der zehnte Sieg in einer S-Dressur. So hat der für den Reitverein Waabs-Langholz startende Dressursieger die Anforderungen für das goldene Reitabzeichen erfüllt.

In der Reithalle zeigten die Dressurreiter ihr Können. Hier der Zweitplatzierte Markus Waterhues auf „Pure Freude“. Das Paar erhielt die Wertnote 7,7.

Zweiter in der S-Dressur  wurde Markus Waterhues (RV Südangeln Süderbarup) mit „Pure Freude“ und der Wertnote 7,7. Rang drei ging mit Zara-Adina von Zitzewitz an den RFV Lensahn. Mit „Donna Dinni“ gab es eine 7,6.

Auf der Ehrenrunde auf dem Martin-Stolz-Platz zeigten die Dressurreiter noch einmal ihr Können. „Ich finde es toll, dass die Dressur hier auf Fehmarn einen hohen Stellenwert hat“, sagte der Dressursieger. Matos kommt gern nach Fehmarn und hat auf der Insel schon öfter beim Fehmarn-Pferde-Festival geritten. 

Doppelsieg in der A-Dressur für FRRV-Reiterin Johanna Tabea Henze

Schon am frühen Sonntagmorgen hatten die Dressurreiter in das Turniergeschehen eingegriffen. Um 8 Uhr baten die Richterinnen Karen Schnoor und Heike Petersen zu einer A-Dressur. Geritten wurde die Aufgabe DA 1. Für den gastgebenden Fehmarnschen Ringreiterverein (FRRV) verlief der Dressurauftakt sehr erfolgreich. Mit „Froschkönig“ (Wertnote 7,8) und „Arthur“ (7,6) feierte Johanna Tabea Henze einen Doppelsieg. Mit Amira Fox auf „L´Arion des bois“ (7,1) ging Rang drei ebenfalls an die Gastgeber.

Es folgte eine L-Dressur. Hier siegte Rebecca-Juana Garken (RFG Bargfeld-Stegen) auf „Amaing“ (7,6). Rang zwei belegte Nadine Svenson (RSV Groß Steinrade) auf „Dante de Revel“ (7,2) vor Melanie Klein (Probsteier RV Schönberg) mit „Fabuleux“ (7,1). Die Dressurprüfung der Klasse M** gewann Anninka Lorenzen (RFV Lensahn) mit „River of Love“ (7,8) vor Claudia Krabbenhöft (RV Osdorf) auf „D´Yarra“ (7,6) und Arianne Denker (RFV Zarpen) mit „Feldgoldlütten“ (7,5).

Für die Springreiter begann der vierte Turniertag am Sonntag um 9 Uhr mit dem dritten S-Springen. Die Springprüfung der Klasse S* gewann FRRV-Reiter Hans-Thorben Rüder mit „Compagnon“. Das Paar blieb in 66,11 Sekunden fehlerfrei und verwies Hergen Forkert (RC Rosenbusch Oberneuland) mit „Stanford“ (0/68,59 Sekunden) auf Platz zwei. Rang drei sicherte sich Amelie Ottens (RC Stotel) mit „Gotha“ (0/68,86).

Die Etappe des Jugend-Team-Cups gewann das Team des Kaufhauses Stolz in der Besetzung Mathies Rüder, Kristoff Braunert, Freya Sophie Langhans und Laura Marie Koller, die für das Streichergebnis sorgte. 

Der dritte Turniertag am Sonnabend startete mit einem M-Springen auf Zwei-Sterne-Niveau. Nach Ranglistenpunkten wurde in zwei Abteilungen geritten. In der ersten Abteilung starteten die Ranglistenpunkte null bis 2994. Der Sieg ging an FRRV-Reiter Jörgen Köhlbrandt mit „Alice“ (0/66,91 Sekunden) vor Frank Wagner (PSV Friedrichshude) mit „Chilly Pepper“ (0/67,01) sowie Vereinskollegin Lisa Frauer mit „Quadrigo“ (0/67,37). 

In der zweiten Abteilung waren alle Reiter mit 2995 und mehr Ranglistenpunkten am Start. Mit Inga Czwalina auf „Quinta“ (0/59,45) ging der Sieg an die Gastgeber. Czwalina verwies Hergen Forkert mit „Stanford“ (0/60,54) und Hans-Jörn Ottens (RC Stotel) mit „Juliénas“ (0/61,59) auf die Plätze. 

Das schleswig-holsteinische Nachwuchschampionat am Sonnabend gewann Georg Friedrich Rixen (RSG Groß Buchwald). Bei der Stilspringprüfung der Klasse M** erhielt Rixen die Wertnote 8,2. Die Uhr stoppte fehlerfrei bei 40,28 Sekunden. 

Kristoff Braunert bestätigt mit Platz zwei im Nachwuchschampionat seine Form

FRRV-Reiter Kristoff Braunert konnte seine Form nach dem Sieg in der Qualifikation mit „Elea“ bestätigen. Das Paar folgte hinter Rixen auf Platz zwei. Richter Peter Schmerling und Werner Peters vergaben zwar eine 8,6, jedoch war Braunert mit 40,70 Sekunden einen Tick langsamer. Über Platz drei im Nachwuchschampionat freute sich FRRV-Reiterin Liesa Marie Rüder mit „Upsala“ (8,3/45,87). 

Das zweite S-Springen (Springprüfung der Klasse S**) gewann Simon Heineke (RFV Stall Moorhof) mit „Alina“ (0/66,62). Platz zwei sicherte sich Inga Czwalina mit „Nurmi“ (0/69,90) vor Mads Laffrenzen (RFV Mildstedt) auf „Fresh Quidam“ (0/71,41). Vor dem zweiten S-Springen erhielt FRRV-Reiter Carl-Christian Rahlf das goldene Reitabzeichen verliehen. Nach dem Hauptspringen am Sonnabend verfolgten die Reiter gemeinsam den deutschen Sieg der Fußballnationalmannschaft gegen Portugal. 

 Es war eine Turnieratmosphäre, wie wir es von früher kennen, zumindest so ein bisschen.

Turnierchef Hinrich Köhlbrandt

„Besonders gefreut haben wir uns über den schönen Besuch am Sonntag. Es waren wirklich wieder viele Fehmaraner und Gäste auf dem Platz. Es war eine Turnieratmosphäre, wie wir es von früher kennen, zumindest so ein bisschen. Der Sport, vor allem beim letzten Springen, war sehr gut. Wir hatten ein passendes Stechen mit sechs Teilnehmern. Es hat jemand gewonnen, dem wir das auch gegönnt haben. Unser Fehmaraner war Zweiter. Die S-Dressur war sehr, sehr stark besetzt. Das hatten wir gar nicht so erwartet. Wir können rundum mit unser Veranstaltung zufrieden sein“, bilanzierte FRVV-Vorsitzender Hinrich Köhlbrandt. 

Das Fehmarn-Pferde-Festival wird am kommenden Mittwoch (23. Juni) mit einem Springpferdetag fortgesetzt.

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