Pastorin Bettina Axt und Kirchenmusiker Henning Rasch vor dem Gemeindehaus
+
Kirchenmusiker Henning Rasch und Pastorin Bettina Axt blicken gespannt und freudig auf ihre kommende Zusammenarbeit.

Henning Rasch tritt Amt an

Kirchengemeinde St. Nikolai: Neues Kapitel für die Kirchenmusik

  • Simone Walper
    vonSimone Walper
    schließen

In der Burger Kirchengemeinde St. Nikolai wird am 1. Mai ein neues Kapitel für die Kirchenmusik eingeläutet. Henning Rasch tritt die Nachfolge von Johannes Schlage an.

  • Ganz klassisch mit Blockflöte angefangen.
  • Viel Erfahrung als Kirchenmusiker in verschiedenen Kirchengemeinden.
  • Begrüßungsgottesdienst findet am 13 Mai statt.

Fehmarn – Am 1. Mai beginnt für den Beschendorfer Henning Rasch ein neues Kapitel in seinem Berufsleben als Kirchenmusiker, und zwar in der Burger Kirchengemeinde Sankt Nikolai. Im Dezember 2020 hatte er den Findungsausschuss um Pastorin Bettina Axt im Bewerbungsgespräch überzeugt. Leider konnte aufgrund der anhaltenden coronabedingten Ausnahmesituation die praktische Vorstellung im Bewerbungsverfahren im Januar nicht stattfinden, und so hat sich der Kirchengemeinderat dazu entschlossen, Henning Rasch zunächst für ein halbes Jahr vertretungsweise einzustellen. Eine Festanstellung soll folgen.

Schon von Kindesbeinen an hatte der 42-Jährige mit Musik zu tun. Wie bei seinem Vorgänger Johannes Schlage kam der Impuls aus dem Elternhaus. „Meiner Mutter war es sehr wichtig, Musik zu machen“, so Henning Rasch. Sie selbst habe zwar kein Instrument gespielt, jedoch ihn und seine beiden älteren Schwestern dazu gebracht, Gefallen am Musizieren zu finden.

Ich war ein Kirchenhocker.

Kirchenmusiker Henning Rasch

„Angefangen habe ich ganz klassisch mit der Blockflöte“, lacht der gebürtige Bremervörder im Gespräch mit dem FT an einem sonnigen Morgen draußen vor dem Gemeindehaus. Später in der Schulzeit sei dann der Klavierunterricht im eine Stunde entfernten Rotenburg (Wümme) dazugekommen und mit 15 Jahren der Orgelunterricht. „Ich war ein Kirchenhocker“, lässt er wissen und ergänzt, dass er schon als Kind immer gern in der Kirche gewesen sei, um am Kindergottesdienst teilzunehmen oder bei Auftritten des Kinderchors dabei zu sein. 

Den Kinderchor hat er in sehr guter Erinnerung, die Chorleitung habe ein besonders engagiertes Ehepaar innegehabt, leuchten noch heute seine Augen, wenn er darüber spricht. Aber auch als Pfadfinder, Konfirmand und Teilnehmer verschiedener Jugendgruppen habe er sich sehr wohlgefühlt. Und so war ihm schnell klar, dass ihm die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sehr gut gefällt. „Ich habe dann selbst Aufgaben im Kindergottesdienst übernommen und eine KU-4-Gruppe betreut. Das ist ein Modell, bei welchem in Zusammenarbeit mit Eltern im vierten Schuljahr Konfirmandenunterricht erteilt wird“, erinnert sich Henning Rasch gern an seine Anfänge zurück.

Vor dem Studium der Evangelischen Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg und dem Studium der Elementaren Musikpädagogik absolvierte er seinen Zivildienst in der Freizeit- und Begegnungsstätte Oese, wo er auch seine Ehefrau Ulrike kennenlernte, die als Jugend-Diakonin in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Lensahn tätig ist.

Musicalfreizeiten für Kinder das Steckenpferd

Im Laufe der vergangenen 14 Jahre sammelte Henning Rasch viel Erfahrung als Kirchenmusiker in verschiedenen Kirchengemeinden des Kreises Ostholstein und als Leiter mehrerer Chöre, einer Band und zahlreicher Konzerte. Besonders am Herzen liegt ihm jedoch die Organisation von Kinder- und Jugendmusicalfreizeiten. „Das ist mein Steckenpferd“, gibt er nur allzu gern zu. Und so ist tatsächlich auch für den kommenden Sommer eine Kindermusicalfreizeit geplant, die in Zusammenarbeit der Burger und der Lensahner Kirchengemeinde stattfinden soll, sofern dies unter den gegebenen Umständen möglich ist. Informationen dazu sind auf der Homepage kirche-fehmarn.de zu finden. 

„Diese Verbindung aus allen Facetten der Kirchenmusik und der Arbeit mit Kindern hat mich im Bewerbungsgespräch überzeugt“, freut sich Pastorin Bettina Axt auf die Zusammenarbeit mit Henning Rasch, der wiederum seinerseits gespannt und erwartungsvoll auf seine neue Aufgabe blickt und sich aufs Kennenlernen der Kirchengemeinde mit ihren verschiedenen Chören freut.

Die Kantorei, der Gospelchor und die Bläser stehen schon in der Warteschleife.

Pastorin Bettina Axt

„Die Kantorei, der Gospelchor und die Bläser stehen schon in der Warteschleife“, hofft die Pastorin, dass bald wieder ein unkompliziertes Miteinander möglich ist. Jedoch sei dank der Technik auch digital einiges möglich, wie unter anderem der Abschiedsgottesdienst von Johannes Schlage gezeigt habe. „Die Gemeinde hat viele gute Ideen, wie man auch in diesen Zeiten den Glauben und die Musik mit den Menschen teilen kann“, so Bettina Axt. Das hat Henning Rasch leider auch schon anders erlebt und freut sich umso mehr auf eine offene Gemeinde. „Ich bin gespannt auf die Menschen hier und hoffe trotz Corona auf gute Begegnungen und darauf, dass wir gemeinsam viel gestalten können“, schaut der Kirchenmusiker in die nahe Zukunft, die mit dem Gottesdienst am 2. Mai beginnt.

Wer Henning Rasch schon vor seinem Begrüßungsgottesdienst, der an Himmelfahrt (13. Mai) stattfinden wird, kennenlernen möchte, ist herzlich zu den Sonntagsgottesdiensten eingeladen und zum Hoffnungsläuten, das ab dem kommenden Mittwoch (5. Mai) wieder jeweils ab 11.50 Uhr mit Worten und Musik vor der St.-Nikolai-Kirche in der Breiten Straße stattfinden wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.