Ein Kajak vor der Fehmarnsundbrücke
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Mit dem Kajak soll Fehmarn umrundet werden.

Mit dem Einer-Kajak rund um Fehmarn

Paddeln für Inklusion

  • Andreas Höppner
    VonAndreas Höppner
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Sieben Wassersportler mit und ohne Beeinträchtigung wollen Fehmarn als paddelnde Botschafter für Inklusion mit dem Einer-Kajak umrunden.

  • Start und Ziel ist der Campingplatz Miramar.
  • Rund 80 Kilometer in drei Tagen.
  • Hitze wird zur zusätzlichen Herausforderung.

Fehmarn – Als paddelnde Botschafter für Inklusion begeben sich heute gegen 9 Uhr sieben Wassersportler – mit und ohne Beeinträchtigung – mit ihrem Einer-Kajak auf eine dreitägige Rundtour um Fehmarn. Start und Ziel ist der Campingplatz Miramar in Fehmarnsund.

„Wir freuen uns, dieses lang geplante Projekt nun endlich umsetzen zu können. Das Team hat zahlreiche Trainingseinheiten hinter sich, und wir sind bestens vorbereitet. Wir hoffen mit dieser außergewöhnlichen Aktion zahlreiche Menschen zu erreichen und damit auf einen vorurteilsfreien und unbekümmerten Umgang mit assistenzbedürftigen Menschen hinzuweisen“, so Projektleiter Thorsten Golks gegenüber der Presse.

Mit der inklusiven und nicht alltäglichen sportlichen Leistung, die den 24- bis 52-jährigen Teilnehmern dabei abverlangt wird, möchte das Lebenshilfewerk Neumünster auf die notwendige Selbstverständlichkeit von Teilhabe und Inklusion in der Gesellschaft aufmerksam machen. Das Team will dabei unter Beweis stellen, dass auch Menschen, die durch seelische, geistige und/oder körperliche Beeinträchtigungen gehandicapt sind, zu einer solchen herausragenden Leistung fähig sind.

Innerhalb von drei Tagen absolviert das Team gemeinsam die rund 80 Kilometer lange Strecke und wird währenddessen landseitig durch einen Kollegen der Einrichtung mit allem Notwendigen versorgt. „Wir haben uns zum einen durch die regionale Nähe und zum anderen aus Liebe für Fehmarn entschieden. Die Insel ist einfach ein Highlight in der Ostsee. Von der Kilometerzahl der Küstenlinie her, lässt sich Fehmarn per Kajak perfekt umrunden, und die Gegebenheiten entsprechen genau unseren Vorstellungen“, so Thorsten Golks.

Zieleinlauf am Montagnachmittag

Die bisherigen Planungen sehen vor, dass täglich von 9 bis 18 Uhr gepaddelt wird, wobei der Zieleinlauf am Montag für 16 bis 17 Uhr geplant ist. Gegenüber dem FT sagte Golks, dass die aktuelle Hitze für das Team zu einer zusätzlichen Herausforderung werden könnte. So könne er sich durchaus vorstellen, am Sonntag bereits in den frühen Morgenstunden zu starten. Doch das werde kurzfristig entschieden. Unter Berücksichtigung der Wettervorhersage geht Golks davon aus, dass die Umrundung der Insel voraussichtlich gegen den Uhrzeigersinn erfolgt. Das würde bedeuten, dass die erste Übernachtung auf dem Campingplatz Puttgarden erfolgt, die zweite auf dem Campingplatz Wallnau.

„Wir haben keinen Druck, dass wir zu einem festen Zeitpunkt einen bestimmten Ort erreichen müssen“, verdeutlicht Golks, der der Herausforderung mit großer Freude entgegensieht. „Wenn dann noch von Land aus Anfeuerungsrufe kämen, wäre das das Größte für uns und eine unbeschreibliche Motivation.“   

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