Ralph Rillox, Sven Meß, Bürgermeister Jörg Weber und Marco Jahnke mit den neuen Altpapier- und Glascontainern
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Leiser und optisch ansprechend: Ralph Rillox vom ZVO (v.r.) weihte mit Sven Meß (Tiefbau Gollan), Bürgermeister Jörg Weber und Marco Jahnke (Bauhof) den neuen Altpapier- und Glascontainerstandort am Bahnhof in Burg ein.

Insgesamt 20 Container an zwei Standorten

Unterflurcontainer: Schick und leise entsorgen am Bahnhof in Burg auf Fehmarn

  • Manuel Büchner
    vonManuel Büchner
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Bisher einmalig in Ostholstein: 20 Unterflurcontainer für Altpapier und Glas sind in Burg auf Fehmarn offiziell eingeweiht worden. Das Pilotprojekt weckt kreisweit Begehrlichkeiten.

  • Vorhaben konnte schneller als geplant umgesetzt werden.
  • Kosten liegen bei etwas über 80000 Euro für die zwei Standorte am Bahnhof und an der Katholischen Kirche.
  • Nur noch ein großer Standort in Burgtiefe geplant.

Fehmarn – Der Zeit voraus. Im doppelten Sinne. Als Pilotprojekt mit insgesamt 20 Altpapier- und Glascontainern (Bunt- und Weißglas) wurden am Dienstagnachmittag am Parkplatz des Burger Bahnhofes der erste öffentliche Standort in Unterflurbauweise in Ostholstein eingeweiht. 16 Einwurfmöglichkeiten am Bahnhof, vier weitere sind zeitgleich am Parkplatz der Katholischen Kirche entstanden – und das über vier Wochen eher, als es eigentlich geplant war.

Das ganze Miteinander hat einfach super geklappt.

Ralph Rillox, Abteilungsleiter Kommunale Abfallwirtschaft beim Zweckverband Ostholstein

„Das ganze Miteinander hat einfach super geklappt“, sagte Ralph Rillox, Abteilungsleiter Kommunale Abfallwirtschaft beim Zweckverband Ostholstein (ZVO). Sven Meß (Abteilungsleiter Tiefbau Gollan) und Bauhofmitarbeiter Marco Jahnke stimmten unumwunden zu.

Einziger Wermutstropfen: Auf rund 75000 Euro hatte die Stadt im Vorwege die Kosten für den Einbau geschätzt, allerdings seien die Aushubarbeiten doch etwas anspruchsvoller ausgefallen, berichtete Meß, sodass die Kosten wohl eher bei etwas mehr als 80000 Euro für die zwei Standorte liegen werden.

Probewurf: Bürgermeister Jörg Weber (l.) und Ralph Rillox vom ZVO testen die neuen Unterflurcontainer.

Die Container, für Glas ist das Volumen drei Kubikmeter, für Papier fünf Kubikmeter, stellt der ZVO zur Verfügung. Jeder koste ungefähr rund 5000 Euro, so Rillox. Der Zweckverband hat für sein Pilotprojekt auf Fehmarn also rund 100000 Euro in die Hand genommen.

Es hat sich gelohnt.

Bürgermeister Jörg Weber

„Es hat sich gelohnt“, war Bürgermeister Jörg Weber zufrieden und zählte die Barrierefreiheit, das optisch ansprechendere Erscheinungsbild und die deutlich leisere Entsorgung als Pluspunkte auf. Die wöchentliche Leerung der Container erfolgt für Altpapier durch den ZVO, Glas übernimmt die Karl Meyer AG.

Kreisweit 300 öffentliche Entsorgungsstandorte für Glas und Papier

„In der Dimension ist der Standort ein Glücksfall“, merkte Rillox an und fügte hinzu: „Das Projekt hat sich in Ostholstein rumgesprochen. Entsprechend gibt es Anfragen aus anderen Gemeinden.“ Es könnte also noch dauern, bis weitere Wertstoffcontainer auf Fehmarn in der Erde versenkt werden. Kreisweit gibt es immerhin 300 öffentliche Entsorgungsstandorte – wenngleich nicht jeder Standort für die Unterflurbauweise geeignet sei, erklärte der Diplom-Ingenieur vom ZVO.

Dennoch zeigte sich Bauhofchef Timo Jädke mit Blick auf die neu entstehenden Wohngebiete auf Fehmarn zuversichtlich, dass weitere Standorte mit Unterflurcontainern folgen werden – dann aber nicht als Depotstandort (öffentlich), sondern für die ansässigen Bewohner. Vorreiter in diesem Zusammenhang ist die Wohnungsbaugesellschaft Ostholstein mit einem Neubaugebiet in Scharbeutz.

Neuplanung für Container in Burgtiefe

Jädke konnte bei der Einweihung in Sachen Entsorgung noch von einem weiteren Vorhaben in Burgtiefe berichten, das – wenn alles wie geplant verläuft – ab 1. November umgesetzt werden könnte. So soll es zukünftig nur noch einen zentralen Standort für Altpapier und Glas geben mit bis zu 24 klassischen Containern. Standort: Dünenweg, Höhe Parkplatz Hotel Bene.

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