Die stillgelegte Erholungsstätte in Meeschendorf
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Die SPD befürwortet die Pläne der Jufa-Gruppe für einen Hotelneubau auf dem Areal der ehemaligen Erholungsstätte in Meeschendorf.

Fakten und Gründe fürs Vorhaben

Auch SPD spricht sich öffentlich für das Hotelprojekt in Meeschendorf aus

  • Manuel Büchner
    vonManuel Büchner
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Nach der FWV und der CDU befürwortet auch die SPD den geplanten Hotelneubau in Meeschendorf. Am 18. April entscheiden die Fehmaraner über das Schicksal des Projektes per Bürgerentscheid.

Fehmarn – Nachdem sich bereits FWV und CDU für die Planungen eines Hotels am Strand vor Meeschendorf ausgesprochen hatten, meldet sich nun auch die SPD zu Wort. Auch die Sozialdemokraten der Insel befürworten das Vorhaben. „Aufgrund der vielen Fragen, die an uns herangetragen wurden, wollen wir basierend auf Fakten Stellung nehmen“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Heinz Jürgen Fendt.

Zum Knackpunkt der Gebäudehöhe gibt der Ortsverein zu bedenken, dass das Gelände dem Hochwasserschutz unterliege und deshalb um 2,50 Meter aufgeschüttet werde, was einer Anpassung zum Areal des benachbarten Campingplatzes entspreche. „Von der finalen Erdoberfläche bis zur Oberkante der beiden einrahmenden Flügelbauten sind es effektiv circa 13 Meter, der verbindende Mittelteil ist etwa 2,50 Meter höher. Die Flächenversiegelung der Bestandsgebäude betrage indes rund 2508 m². Für das Hotelgebäude werde indes eine Fläche von etwa 2100 m² versiegelt.

Anzahl der Betten für Hotelgäste um 13 Prozent höher

Die Anzahl der Betten beziffere der Vorhabenträger mit maximal 240. „Damit sind 170 Erwachsenenbetten, 50 Beistellbetten für Kinder und 20 Mitarbeiterbetten erfasst. Es entstehen somit 48 Betten mehr als im Ferienlager unter Einbeziehung der Mitarbeiterbetten. Die Betten für Hotelgäste erhöhen sich um 13 Prozent“, rechnet Fendt vor.

Ein weiteres Streitthema: Der Hotelbetreiber Jufa werde für die hoteleigenen Gäste 48 Parkplätze auf eigenem Grundstück herstellen. „Die Anzahl der auf dem öffentlichen Parkplatz abzulösenden Parkplätze wird noch ermittelt und per Vertrag geregelt“, so Fendt. Für die Öffentlichkeit würden in diesem Sinne keine Parkplätze wegfallen, da auch Besucher der Angebote des Hotels zur Öffentlichkeit gehören würden. „Zudem kann ein Besucher des konzessionierten Strandes ebenfalls ein Besucher des Hotels sein“, betont Fendt.

Ebenfalls spreche für das Vorhaben die Schaffung von 25 bis 30 Arbeitsplätzen sowie drei bis vier Ausbildungsplätzen. „Da ein ganzjähriger Hotelbetrieb vorgesehen ist, werden auch ganzjährig Mitarbeiter benötigt“, erklärt die SPD.Auch müsse man bei der Abstimmungsentscheidung beachten, dass die DLRG – eingesetzt zur Strandüberwachung und Rettung von allen Menschen am Meeschendorfer Strand, nicht nur des Hotels – von der Jufa eine Unterkunft erhalten und versorgt werde.

Nicht zuletzt könne man mit jährlichen Kurabgabeeinnahmen von bis zu 60000 Euro Kurabgabe und einem touristischen Umsatz von ungefähr fünf bis sechs Millionen Euro rechnen, schätzt Fendt. „Zur Höhe der Gewerbesteuer kann noch keine Aussage getroffen werden“, so der Fraktionsvorsitzende und hebt hervor: „Das sind alles Gründe, die für das Vorhaben sprechen.“

Leerstand und Verfall drohen am Meeschendorfer Strand, wird das Projekt nicht umgesetzt.

SPD Fehmarn

Für die SPD ist klar: „Leerstand und Verfall drohen am Meeschendorfer Strand, wird das Projekt nicht umgesetzt.“ Denn der Landkreis Hersfeld-Rotenburg habe in dieser Woche den hohen Investitionsstau bestätigt, sei ebenfalls an der Umsetzung interessiert, „zumal die Erbpacht für Familien aus dem Landkreis bereitgestellt wird, um auch zukünftig Familien mit einem nicht so großen Geldbeutel Urlaub zu ermöglichen“, heißt es von der SPD, die nochmals an alle Bürgerinnen und Bürger appelliert: „Bitte gehen sie am Sonntag zur Wahl, auch die, die nicht unmittelbar davon betroffen sind. Nur eine hohe Wahlbeteiligung bringt ein repräsentatives Wahlergebnis.“

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