Eine Straße in  Landkirchen
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Wird in Landkirchen privatisiert: die Straße gegenüber des Bäckereiparkplatzes mit Blick zur Kirche.

Weg soll für Fahrräder und Fußgänger offen bleiben

Stadt Fehmarn will Straße in Landkirchen an Investor verkaufen

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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In Landkirchen soll eine öffentliche Straße an einen privaten Investor verkauft werden. Die Öffentlichkeit soll den Weg weiter nutzen können.

  • Verbindungsweg zwischen Kirchblick und Kommandobrüch soll verkauft werden.
  • Wenig Spielraum für Flächentausch.
  • Erster Schritt: Stadtvertretung stimmt der Entwidmung zu.

Fehmarn – Die Stadt Fehmarn verkauft in Landkirchen eine öffentliche Straße an eine private Person. Zuvor wurde der Entwidmung in der Stadtvertretung mit großer Mehrheit zugestimmt. Es geht um den Verbindungsweg (entlang des Fahrradverleihs) der Straßen Kirchblick und Kommandobrüch. Der Vorhabenträger ist Eigentümer der Grundstücke auf beiden Seiten des Weges und möchte die Gemeindestraße erwerben, erklärte Bauamtsleiter Benjamin May zuletzt im Finanzausschuss.

Bleibt der Weg erhalten?

Andreas Herkommer (SPD)

„Bleibt der Weg erhalten?“, fragte daraufhin Andreas Herkommer (SPD), was May bejahte. Aber eine Garantie, dass die Öffentlichkeit den Weg nutzen könne, gebe es nicht, stellten Hinnerk Haltermann (CDU) und Marco Eberle (Grüne) sinngemäß fest. Das könne im Kaufvertrag festgehalten werden, so May, der in der Stadtvertretung bestätigte, dass der Weg als Fahrrad- und Fußweg für die Öffentlichkeit erhalten bleibt, der Investor das im Grundbuch auch festhalten möchte.

Haltermann verwies im Finanzausschuss zudem auf die Diskussion im Bau- und Umweltausschuss, dass es entlang der Hauptstraße „an einigen Stellen etwas breiter sein könnte“. Als Idee merkte Gunnar Mehnert (F3) einen Flächentausch an, um ein oder zwei Meter mehr zu bekommen. Dazu erwiderte Bauamtsleiter May gegenüber den Stadtvertretern: „Da ist nicht viel Spielraum, weil ein Bauvorhaben beantragt ist, dem sie zugestimmt haben.“

Wir freuen uns bei unserem Straßennetz über jeden Meter Straße, den wir nicht unterhalten müssen.

Bauamtsleiter Benjamin May

Christiane Stodt-Kirchholtes (Grüne) fragte in die Runde: „Was ist der Vorteil für die Stadt Fehmarn, wenn wir eine Straße abgeben?“ May: „Wir freuen uns bei unserem Straßennetz über jeden Meter Straße, den wir nicht unterhalten müssen.“ Es gebe also einen wirtschaftlichen Vorteil für die Stadt, so der Chef des Bauamtes.

Ein letztes Mal wollte auch Lars Hviid (FWV) auf Nummer sicher gehen: „Wird die freie Nutzung im Grundstückskaufvertrag festhalten?“ May: „Ja, es wird als Dienstbarkeit festgehalten.“ 17 Stadtvertreter stimmten für die Entwidmung, Kai Schumacher (F3) und Christiane Stodt-Kirchholtes enthielten sich.

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