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„Fehmarn-Stones“: Steine für den Frieden

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Von: Reinhard Gamon

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Fehmarn Peacezeichen Mahnwache Marktplatz
Das Peacezeichen, aus 380 Steinen gelegt, verzierte den Burger Marktplatz © Reinhard Gamon

Die Facebook-Gruppe „Fehmarn-Stones“ setzte bei der jüngsten Mahnwache auf dem Burger Marktplatz ein Zeichen des Friedens.

Fehmarn – Sie wollten ein Zeichen des Friedens setzen, und gleichzeitig Gutes tun: Die Facebook-Gruppe „Fehmarn-Stones“. Vor jüngster Mahnwache für den Frieden bildeten 380 auf dem Burger Marktplatz ausgelegte Steine mit Friedenssymbolen ein großes Peacezeichen. Viele Mitglieder der Gruppe hatten zahlreiche Steine im Vorfeld der Aktion entsprechend bemalt. 

Auch Mitglieder von außerhalb wurden aktiv und schickten ihren steinigen Beitrag zur Aktion kurzerhand per Post an die „Fehmarn-Stones“. Solidarität in Blau-Gelb: Bemalt waren die Steine größtenteils in den Farben der ukrainischen Nationalflagge. 

Viele Symbole des Friedens

Künstlerisch versehen waren die Steine mit vielerlei Friedenssymbolen. Friedenstauben und Engel schmückten die Steine, regelrechte Schmuckstücke, und ein jeder Stein ein Unikat. Auch mahnende Aufrufe, kurze Erklärungen und Sinnsprüche fanden sich darauf. So wie „Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts“, ein Zitat des Friedensnobelpreisträgers und ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt. Oder „Lügen können Kriege in Bewegung setzen, Wahrheiten hingegen können ganze Armeen aufhalten“ (Otto von Bismarck).

Fehmarn Mahnwache
Mitglieder der Gruppe „Fehmarn-Stones“ während der Veranstaltung an Ostersonntag. © Reinhard Gamon

Nach der Mahnwache bestand die Möglichkeit, einen der schönen Handschmeichler mit nach Hause zu nehmen. Dabei wurde um eine Spende für die Fehmarn-Tafel gebeten, ein besonderes Anliegen der „Fehmarn-Stones“. Und hier schließt sich der Kreis, denn auch die insulare Tafel unterstützt auf Fehmarn untergekommene ukrainische Flüchtlinge. Über die Unterstützung der Fehmarn-Tafel freut sich die Sprecherin Angelika Fleth: „Seit mehreren Wochen gehören zahlreiche ukrainische Flüchtlinge ebenfalls zu unseren Kunden. Hierdurch ist die Anzahl der Tafel-Kunden noch einmal deutlich angestiegen. Wir benötigen noch mehr Unterstützung, zum Beispiel Lebensmittel aller Art, und auch finanzielle Zuwendungen“, so Angelika Fleth auf Nachfrage.

Jeder dieser Steine ist eine Botschaft und zeugt von Liebe

Pastorin Bettina Axt

„Jeder dieser Steine ist eine Botschaft und zeugt von Liebe“, so Pastorin Bettina Axt, die an die Osterbotschaft erinnerte, und bezeichnete die kleinen Kunstwerke als Friedenssteine. Im Rahmen der Spendenaktion betonte sie: „Aus Steinen wird Brot, und aus jedem Stein wird Liebe.“

Es gibt keinen Krieg, den man gewinnen kann

Eckhard Kretschmer, Initiator und Veranstalter der wöchentlichen Mahnwache

Eckhard Kretschmer, Initiator und Veranstalter der wöchentlichen Mahnwache auf dem Burger Marktplatz, verurteilte einmal mehr Putins Angriffskrieg auf die Ukraine. „Es gibt keinen Krieg, den man gewinnen kann.“ Musikalisch aufbereitet von Musiker Mario Köhler aus Dänschendorf und Kirchenmusiker Eckhard Kretschmer erklangen „We shall overcome“, „Sag mir wo die Blumen sind“ und Stings Anti-Kriegs-Song „Russians“. Nach dem Vaterunser in ukrainischer und deutscher Sprache wurde abschließend die ukrainische Nationalhymne gesungen. Rund 75 Besucher nahmen an der Veranstaltung auf dem Marktplatz teil.

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