Der sanierte Radweg zwischen Lemkendorf und Dänschendorf
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Der Radweg zwischen Lemkendorf und Dänschendorf wurde von Fehmarn-Wege saniert.

Thema soll stärker in den Fokus rücken

Unterhaltung der Radwege drängt auf Fehmarn

  • Manuel Büchner
    vonManuel Büchner
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Fehmarn hat mehr als 300 Kilometer Radwege. Fehmarn-Wege hat einen großen Anteil daran. Politik und Verwaltung ziehen nun an einem Strang.

  • Fehmarn-Wege: Eine GmbH ohne Gewinnorientierung.
  • Unterhaltungsbedarf der Radwege wird zum drigenden Thema.
  • Mehre kleine Abschnitte sollen in diesem Jahr noch saniert werden.

Fehmarn – Mehr als 300 km Radwege gibt es auf Fehmarn – wahrlich ein Mekka für Drahtesel-Enthusiasten. Keinen geringen Anteil daran hat Peter Haltermann, der 2009 mit Unterstützern verkündete, Fahrradwege bauen zu wollen. Was bei Politik und Verwaltung damals auf wenig Gegenliebe gestoßen sei, so Haltermann. Dennoch: Kurzerhand wurde Fehmarn-Wege aus der Taufe gehoben. Eine GmbH, die sich ohne Gewinnorientierung dem Ausbau des Fahrradwegenetzes auf Fehmarn verschrieben hat. Längst ziehe man auch mit Politik und Verwaltung an einem Strang, so der Touristiker und Landwirt.

Mit dem Tourismus-Service Fehmarn (TSF) habe man Verträge für Ausbau und Unterhaltung der Radwege. „Das gemeinsame Arbeiten und der permanente Austausch sind exorbitant gut“, lobt der Touristiker in höchsten Tönen. Nicht zuletzt treffe man beim LKN (Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz) und beim TSF auf „Pragmatiker ohne Eitelkeiten“, weiß Haltermann die Zusammenarbeit zu schätzen.

Der Unterhaltungsbedarf holt uns jetzt ein.

Peter Haltermann, Geschäftsführer Fehmarn-Wege

Natürlich ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, denn jeder Meter mehr, muss auch in Schuss gehalten werden. „Der Unterhaltungsbedarf holt uns jetzt ein“, sagt Haltermann. Der Bojendorfer gibt gegenüber dem FT zu verstehen, dass man dort saniere, wo es brenne. An anderen Stelle müsse man improvisieren. Keine einfache Sache für einen, der das Radfahren als Tourismusfaktor vielleicht ein wenig früher hochhielt, als dies andere getan haben. „Wir wollen natürlich perfekte Wege, aber dann müssten wir idealerweise sofort 250000 Euro in die Hand nehmen.“

Um sparsam und effektiv die Wege zu erhalten, hatten sich Haltermann und Mitstreiter wie Jan-Wilhelm Becker im letzten Dreivierteljahr „massiv um Know-how bemüht“. So ist mittlerweile ein umgebauter Container mit spezieller Schnecke im Einsatz, um das Material zu verteilen, ein Schlepper, ausgestattet mit einem Schieber, verteilt das Material, und eine Fräse ist für die Banketten im Einsatz. 

Bei der nächsten Gesellschafterrunde will der Geschäftsführer der GmbH das Thema Unterhaltung Radwege auf die Tagesordnung bringen. „Es geht darum, wie wir uns in den nächsten zehn Jahren aufstellen werden.“ 

Lemkendorf-Dänschendorf wieder in Eins-a-Zustand

Abgesehen von der Strecke Lemkendorf-Dänschendorf, die wieder im Eins-a-Zustand ist, werden in diesem Jahr also kleinere Brötchen gebacken. Konkret wurde Haltermann nicht, sprach aber von zwei bis drei kleineren Abschnitten, wo es nötig sei – insbesondere zwischen Landkirchen und Neujellingsdorf.

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