Bauhofchef vor der neuen Containerfläche Fehmarn
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Auf dieser Fläche sollen 16 Altpapier- und Glascontainer unter die Erde. Bauhofchef Timo Jädke ist vom Vorhaben überzeugt.

20 Unterflurcontainer für Burg

Aus dem Blickfeld: Fehmarn verlagert Wertstoffmüll unter die Erde

  • Manuel Büchner
    vonManuel Büchner
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Die Stadt Fehmarn bekommt bis Ende Juni 20 Papier- und Glascontainer, die an zwei Standorten in Burg in der Erde versenkt werden. Der Standort am Severitenkamp fällt dafür weg.

  • 20 neue Unterflurcontainer sollen Ortsbild zunächst in Burg verbessern.
  • Im April beginnen die Arbeiten, die bis zum 24. Juni abgeschlossen sein sollen.
  • Einbau für 75000 Euro übernimmt die Stadt.

Fehmarn – Gut sichtbar und zentral, farblos und grau. Mal ehrlich: Glas- und Papiercontainer helfen natürlich bei der Mülltrennung, nicht selten verkommen sie aber auch zu kleinen Müllhalden. Längst gibt es landauf, landab die Möglichkeit, den Wertstoff unter der Erde verschwinden zu lassen mithilfe sogenannter Unterflurbehälter, die eine oberirdische Einwurfsäule haben. Fehmarn will jetzt auch ins Geschäft des unterirdischen Mülls einsteigen.

Dafür habe ich lange gekämpft.

Bürgermeister Jörg Weber

„Dafür habe ich lange gekämpft“, sagt Bürgermeister Jörg Weber. Bereits vor drei bis vier Jahren habe er mit dem Zweckverband Ostholstein (ZVO) diesbezüglich Kontakt aufgenommen – zunächst mit wenig Aussicht auf Erfolg. „Vor einem Jahr lag dann plötzlich ein Angebot auf dem Tisch“, so Weber. Fehmarn könne im Rahmen eines Projektes 20 unterirdische Container à fünf Kubikmeter bekommen.

16 Container am Bahnhof, vier am Parkplatz der Katholischen Kirche

Zuerst sei es das Ziel gewesen, das Ortsbild in Burgtiefe zu verbessern, in rund zwei Metern Tiefe habe es aber Probleme mit Wasser gegeben, so Bauhofleiter Timo Jädke. Jetzt sollen 16 Container (acht für Papier, acht für Glas) am Bahnhof Burg, rechter Hand zur Parkplatzzufahrt, ab 6. April in den Boden eingelassen werden. Bis 24. Juni soll alles erledigt sein. Vier weitere Container werden zur gleichen Zeit am Parkplatz der Katholischen Kirche versenkt.

„Elegante Entsorgung“, hygienischer und barrierefrei

„Wichtig ist eine zentrale Lage und die gute Erreichbarkeit mit dem Pkw“, sagt Weber und betont, dass der Start des Umstiegs in Burg sei, aber auch das ländliche Fehmarn einbezogen werde. „Wir wollen nach und nach die oberirdischen Container wegbekommen“, will Weber damit eine Ortsbildverschönerung erreichen. Bauhofmitarbeiter Marco Jahnke spricht von einer „eleganten Entsorgung“, hygienischer, mit barrierefreiem Zugang und ringsherum gepflastert.

Der Containerplatz am Ende des Severitenkamp wird im Zuge des neuen Standortes am Bahnhof wegfallen

Säuberung des unmittelbaren Bereiches um die Containerstandorte in städtischer Hand

Der Standort am Bahnhof wird dann die Containeransammlung im Severitenkamp beerben. Gerade dieser Standort hat hinsichtlich Vermüllung keine ruhmreiche Vergangenheit. „Der Standort wird aufgelöst“, berichtet Weber. Seit 1. Februar 2021 hat die Stadt durch den Bauhof auch die Säuberung des unmittelbaren Bereiches um die Containerstandorte auf der Insel übernommen. „Was der Dienstleister als Service angeboten hat, war uns nicht ausreichend“, so der Verwaltungschef. 

Ein Unterflurcontainer kurz vor dem Einbau.

Die neue Fläche für die Container pachtet die Stadt vom Eisenbahnverkehrsunternehmen AKN Eisenbahn, das auch den Bahnhof betreibt. Die Unterflurbehälter stellt der ZVO zur Verfügung, die Kosten für den Einbau der 20 Container trägt hingegen die Stadt. Sie belaufen sich auf rund 75000 Euro.

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