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Coronabedingt finder der Wahlkampf zur Bürgermeisterwahl Fehmarn überwiegend digital statt.

Wahlkampf wegen Corona digital

Bürgermeisterwahl Fehmarn: „Und es hat Zoom gemacht…“

  • Andreas Höppner
    vonAndreas Höppner
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Pandemiebedingt findet der Wahlkampf zur Bürgermeisterwahl auf Fehmarn überwiegend von Bildschirm zu Bildschirm statt. Vier von fünf Kandidaten berichten über ihre digitalen Erfahrungen.

  • Rückmeldungen von vier der fünf Kandidaten.
  • Videokonferenzen über Zoom sind eine hilfreiche Kommunikations-Alternative.
  • Kandidaten planen alle weitere Zoom-Meetings.

Fehmarn – Es passiert nicht so häufig, dass die Textzeile eines Liedes Teil des Sprachgebrauchs wird. „Und es hat Zoom gemacht“ aus dem Song „1000 und 1 Nacht“ (1984) von Klaus Lage gehört dazu. An Corona hat damals noch niemand gedacht, fast vier Jahrzehnte später ist in Corona-Zeiten eine Videokonferenz über Zoom eine hilfreiche Kommunikations-Alternative geworden, um sich kontaktlos austauschen zu können. Auch der Bürgermeisterwahlkampf läuft zu einem Großteil auf digitaler Ebene. Von vier der fünf Kandidaten erhielt das FT Rückmeldungen.

Bürgermeisterkandidat Marco Eberle.

In der vergangenen Woche frisch eingestiegen in das Format ist Marco Eberle (Grüne), der sich in einer Videokonferenz den Fragen interessierter Bürger stellte. „Wir waren etwas nervös, ob die Technik auch mitspielt, aber wir haben es ganz gut hinbekommen“, so Eberle. Gut 20 seien über Youtube dabei gewesen, rund 40 über Zoom. „Für das erste Mal ist das ganz gut“, so Eberles Fazit. Weitere Konferenzen sollen folgen. Parallel will er aber trotz Corona nicht auf den Haustürwahlkampf verzichten. „Es bringt sehr viel, die Bürger zu Hause abzuholen“, hat er für sich festgestellt, wenngleich er auch sagt, dass das Ganze sehr zeitintensiv sei. Für Eberles Zoom-Veranstaltungen gibt es weitere vier Termine. Am Freitag (19. Februar) um 19.30 Uhr eine offene Fragerunde, am 23. Februar (19 Uhr) ist die Vorsitzende der Grünen Jugend Schleswig-Holstein, Nele Johannsen, zu Gast, am 26. Februar ab 20.30 Uhr der Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz, ehe am 5. März (19 Uhr) eine offene Fragerunde den Abschluss bildet.  

Bürgermeisterkandidatin Doris Klemptner.

Doris Klemptner (parteilos) hat vor zwei Tagen bereits ihr siebtes Zoom-Meeting abgehalten, Thema: soziales Engagement. Es folgen noch Zoom-Veranstaltungen (jeweils 19 Uhr) unter der Überschrift „Barrierefrei durch Burg, autofrei in Orth“ (22. Februar), „In- frastrukturprojekte umsetzen“ (26. Februar), „Jobs für junge Leute“ (1. März) und „Grüne Energie und schwarze Zahlen“ (5. März). 

Zwischen 50 und 75 Teilnehmer würden sich beim Zoom live zuschalten, berichtet Klemptner und verweist darauf, dass die Meetings ungekürzt über Youtube abgerufen werden können. Einige Themen, zum Beispiel Wohnraum, hätten bis zu 600 Klicks.

Den Haustürwahlkampf hat sie eingestellt, denn diese Form des Wahlkampfes und Covid-19 passten nicht gut zusammen, findet Klemptner. Unberührt davon bleibe ihr Stand auf dem Marktplatz, dort sei ausreichend Abstand vorhanden.

Bürgermeisterkandidat Thomas Weber.

Einzelbewerber Thomas Weber hat in der vergangenen Woche sein erstes Zoom-Meeting als offene Fragerunde abgehalten. In den kommenden zwei Wochen sollen dann mindestens jeweils zwei weitere Veranstaltungen dieser Art mit einem Themenschwerpunkt durchgezogen werden. Auf der Agenda stehen „auf jeden Fall“ die Themenfelder Wohnraum, Verkehrskonzept, Feuerwehren und nachhaltige Tourismusentwicklung.

„Wenn‘s nicht aus Kübeln gießt“, will Thomas Weber heute ein weiteres Mal auf dem Wochenmarkt präsent sein und mit den Bürgern ins Gespräch kommen. Sein Wahlkampf laufe zudem über die eigene Facebookseite. Und in den nächsten Tagen würden zusätzlich Flyer an die Haushalte verteilt.

Bürgermeister Jörg Weber.

Bürgermeister Jörg Weber möchte neben der von der Stadt Fehmarn veranstalteten offiziellen Vorstellungsrunde der Bürgermeisterkandidaten am Sonnabend (20. Februar) und der internen Kandidaten-Kür der Freien Wählervereinigung Fehmarn (18./19. Februar) gerne auch eigene Veranstaltungen auf digitaler Ebene anbieten. 

Sein Terminkalender sei aber rappelvoll, fast jeden Abend habe er einen Termin. Deshalb werde er recht kurzfristig über einzelne Aktionen entscheiden, denn er wolle „nichts versprechen, was er nicht halten kann“, wirbt er um Verständnis. 

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