Glasscheibe am Haupteingang FehMare in Burgtiefe auf Fehmarn
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Die Sanierungsmaßnahmen im Freizeitbad „FehMare“ am Südstrand von Fehmarn sind umfangreicher als vermutet.

Unsachgemäßer Bau sorgt für Ärger

Weitere Schäden am Außenbecken: Sanierungsarbeiten im „FehMare“ umfangreicher als gedacht

  • Manuel Büchner
    vonManuel Büchner
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Im Freizeitbad „FehMare“ muss kurzfristig mehr saniert werden als ursprünglich angenommen. Der Tourismusausschuss der Stadt Fehmarn wird darüber am Dienstag (25. Mai) befinden.

  • Schäden im „FehMare“ sind auf schludrige Arbeit beim Bau des Freizeitschwimmbades zurückzuführen.
  • 311000 Euro für notwenige Sanierungsmaßnahmen.
  • Tourismusausschuss entscheidet am Dienstag (25. Mai)

Fehmarn – Erstmals seit einem halben Jahr kommt am Dienstag (25. Mai) um 18.30 Uhr wieder der Tourismusausschuss der Stadt Fehmarn im Veranstaltungsraum des Tourismus-Service Fehmarn (TSF) in Burgtiefe zusammen (Zur Strandpromenade 4).

Für viel Gesprächsstoff werden sicherlich die Sanierungsmaßnahmen im „FehMare“ sorgen, die umfangreicher ausfallen, als dies zunächst angenommen wurde. Schäden an der Beckenumrandung, an der Fliesenwand und am Whirlpool des Erlebnisbeckens im Neubautrakt sowie erhebliche Fliesenabplatzungen an der Wand des Außenbeckens wurden festgestellt. Ein Gutachten machte deutlich, dass die Schäden auf eine schlampige Ausführung zurückzuführen sind, die nach zwölf Jahren aber nicht mehr geltend gemacht werden kann.

Abgeplatzte Fliesen: Die Sanierung des Bodens im Außenbecken duldet keinen Aufschub.

Mittlerweile ist auch klar, dass eine zusätzliche Sanierung des Beckenbodens im Außenbecken ebenfalls keinen Aufschub erlaubt, was geschätzt mit zusätzlich 43000 Euro (plus 16000 Euro Honorar für Fachbüro) zu Buche schlägt und die Sanierungskosten auf insgesamt 311000 Euro anwachsen lässt. Um langfristig keine weiteren Kosten in diesem Bereich entstehen zu lassen, muss politisch entschieden werden, ob nicht auch gleich der Beckenboden des Erlebnisbeckens (82000 Euro) ebenfalls erneuert wird. Da pandemiebedingt in sämtlichen Bereichen des TSF Einsparmaßnahmen erfolgen, sieht der TSF es kritisch, eine Maßnahme zu beschließen, die gegebenenfalls auch zu einem späteren Zeitpunkt duchgeführt werden kann.

Jahresverlust des TSF in 2021 würde sich mehr als verdoppeln

Die bisher veranschlagten Rückstellungen reichen somit nicht mehr aus, sodass mit der Sanierung des Innenbeckens der TSF-Haushalt mit 141000 Euro zusätzlich belastet wird. Bei einem geplanten Jahresverlust von 125000 Euro ist diese Abweichung erheblich und bedarf eines Nachtragshaushaltes.

Im Ausschuss, der mit einer Einwohnerfragestunde startet, wird Tourismusdirektor Oliver Behncke zudem über den aktuellen Stand umzusetzender Beschlüsse informieren.

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