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Zwei Spielplätze mit inklusiven Flächen an der Strandpromenade eröffnet

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Von: Andreas Höppner

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Eröffnung des Spielplatzes auf Fehmarn
Die sechsjährigen Finn und Leni halfen tatkräftig mit, als es darum ging, zur Eröffnung das Schleswig-Holstein-Band zu durchtrennen (v.l.): Inga Nagat (BIG Städtebau), Oliver Behncke, Jörg Sibbel, Jörg Weber und Bürgervorsteherin Marianne Unger. © Andreas Höppner

Auf Fehmarn sind am Südstrand in Burgtiefe zwei Spielplätze umgestaltet worden. Die Maßnahmen wurden durch die Städtebauförderung realisiert.

Fehmarn – Passend zum freudigen Anlass ließ sich am Freitag bei der feierlichen Eröffnung von zwei im Rahmen der Städtebauförderung mit hohem finanziellen Aufwand umgestalteten Spielplätze am Südstrand in Burgtiefe für rund 15 Minuten die Sonne blicken. Das steigerte die ohnehin gute Laune bei allen Beteiligten, darunter Innenstaatssekretär Jörg Sibbel (CDU), der den Außentermin sichtbar genoss und in den aktuellen Krisenzeiten die Spielplatzeröffnung als „Balsam auf der Seele“ empfand.

Er sei sich sicher, die Spielplätze seien besondere Plätze und trügen dazu bei, das soziale Miteinander zu fördern, so Sibbel. Und eben barrierefrei und inklusiv, ergänzte Tourismusdirektor Oliver Behncke, der die Rede von Bürgermeister Jörg Weber verlas, dessen Stimme Schonung bedurfte. Die Spielplätze seien nicht mehr zeitgemäß und „eher trostlos gewesen“, so Behncke. Ganz anders die neuen Plätze am alten Standort, die über „barrierefreie und inklusive Nutzungsflächen“ verfügten, machte der Tourismuschef deutlich. 

Kosten zwischen Bund, Land und Kommune aufgeteilt

Umgestaltet wurden für insgesamt rund 930.000 Euro die Spielplätze West „Auf hoher See“ und Mitte „De Fischer un sin Fru“. Ursprünglich waren im Rahmen der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Arne-Jacobsen-Siedlung Burgtiefe“ rund 805.000 Euro vom Innenministerium freigegeben worden. Eine Kostensteigerung von 125.000 Euro sei in diesen Zeiten aber „nicht unüblich“, ließ der Staatssekretär durchblicken, dass ein Mehrkostenantrag der Stadt Fehmarn das Ministerium nicht unvorbereitet treffen würde.

Für die städtebauliche Gesamtmaßnahme Burgtiefe seien bislang bereits 6,891 Millionen Euro aus der Städtebauförderung bereitgestellt, so Sibbel, der daran erinnerte, dass die Kosten jeweils zu einem Drittel der Bund, das Land und die Kommune bestreiten.

Die bisherigen Investitionen sind aber nur der Anfang. So teilt der Sanierungsträger, die BIG Städtebau GmbH, dass in den kommenden zehn Jahren voraussichtlich weitere rund 30 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln zur Modernisierung und Aufwertung des Standortes Burgtiefe investiert werden.

2023 folgen Boulebahn und Spielplatz Ost

Die Spielplätze entlang der Strandpromenade seien eine Startermaßnahme, so Tillman Schaffitzel vom Sanierungsträger. Im kommenden Jahr folgen der Spielplatz Ost und die Boulebahn. Unter Berücksichtigung der neuen Spielplätze an der Binnenseepromenade würden dann für die Hauptzielgruppe Familien mit Kindern sieben hochwertige Spielplätze in Burgtiefe zur Verfügung stehen, rechnete Oliver Behncke vor. Es freue ihn zudem, dass die Kinder auf diesen Spielplätzen teilweise auch körperlich etwas mehr gefordert werden als anderswo.

Und: „Vielleicht erhalten die Spielplätze der Zukunft ja auch irgendwann Handyabgabestationen“, scherzte Fehmarns Tourismuschef abschließend. 

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