Landrat Reinhard Sager und Ministerpräsident Daniel Günther
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Landrat Reinhard Sager (l.) und Ministerpräsident Daniel Günther betonten bei ihren Eröffnungsreden die Wichtigkeit der internationalen Zusammenarbeit.

Internationale Konferenz in Weissenhäuser Strand

Fehmarnbelt Days: Gemeinsam in die Zukunft

  • Hans-Jörg Meckes
    VonHans-Jörg Meckes
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Zum zweiten Mal nach 2012 fanden die Fehmarnbelt Days in Schleswig-Holstein statt. In Weissenhäuser Strand fand die internationale Konferenz aufgrund der Corona-Pandemie digital statt.

  • Fehmarnbeltquerung sei kein isoliertes Projekt.
  • Landrat Reinhard Sager stolz Gastgeber sein zu dürfen.
  • Ostholstein erhält die Chance sich nach Norden auszurichten.

Weissenhäuser Strand – Die Fehmarnbeltregion soll künftig stärker zusammenwachsen. Mit dem Bau des Fehmarnbelttunnels wird sich die Reisezeit zwischen den Metropolregionen Hamburg und Kopenhagen deutlich reduzieren. Das lässt auch neue Möglichkeiten für den Arbeitsmarkt, den Tourismus und die Kultur entstehen.

Auf den diesjährigen Fehmarnbelt Days, die in Weissenhäuser Strand veranstaltet wurden, diskutierten bei der internationalen Konferenz Politiker, Vertreter aus Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft sowie gesellschaftliche Akteure aus der Region, um das Wachstumspotenzial für die Zukunft zu erschließen, Chancen zu nutzen und auch aktuelle Hindernisse zu verstehen. Zum fünften Mal, immer alle zwei Jahre, fanden die Fehmarnbelt Days statt – nach 2012 das zweite Mal in Schleswig-Holstein.

Die Fehmarnbelt Days sind der perfekte Rahmen für die grenzübergreifende Zusammenarbeit in dieser Region.

Schlewig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU)

„Die Fehmarnbelt Days sind der perfekte Rahmen für die grenzübergreifende Zusammenarbeit in dieser Region“, sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Für ihn sei es spannend, wie die künftigen Projekte umgesetzt würden, vorneweg die Feste Fehmarnbeltquerung, die mehr als nur eine neue Straßen- und Schienenverbindung sei. „Ich freue mich auf neue Impulse“, so Günther.

Ähnlich betonte es auch die EU-Verkehrskommissarin Adina Valean. Die Fehmarnbeltquerung sei kein isoliertes Projekt. Sie habe europäische Dimensionen und werde die Region im internationalen Wettbewerb voranbringen.

Auch Ostholstein soll vom Tunnel profitieren

Landrat Reinhard Sager (CDU) war stolz, dass der Kreis Ostholstein mit dem Weissenhäuser Strand dieses Jahr Gastgeber ist. „Wir haben dieses Jahr eine Konferenz mit nur wenigen Teilnehmern vor Ort. Aber sie wird digital übertragen, und dadurch sind wir glücklich über 800 Teilnehmer, die sich online dazugeschaltet haben. Das zeigt, dass das Thema spannend ist“, erklärte Sager. Mit dem seit 3. November 2020 bestehenden Baurecht auf deutscher Seite durch das Bundesverwaltungsgericht werde auch Ostholstein durch die Verbindung profitieren. „Wir liegen genau in der Mitte. Wir können die regionale Entwicklung forcieren, wenn wir die neuen Möglichkeiten für den Arbeitsmarkt, den Tourismus und die Kultur nutzen. Das machen wir hier sichtbar“, stellte Sager heraus.

Bisher sei Ostholstein nach Süden ausgerichtet gewesen, aber „jetzt wird die Chance da sein, Richtung Norden zu gehen und beidseitig des Belts zu agieren“, erklärte der Landrat. Sager freut sich auf die intensivere Kooperation mit Dänemark und bezeichnete Deutschlands nördlichen Nachbarn als „ein hochentwickeltes Land“.

Nachhaltigkeit: Partner der „EU-Green Week“

Als Partner der „EU-Green Week“ stellten die Fehmarnbelt Days 2021 auch die nachhaltige Entwicklung in den Vordergrund. „Der Wirtschaftsstandort bietet dafür die besten Voraussetzungen“, sagte Friederike C. Kühn, Präses der IHK Lübeck. „Energieeffizienz, sogenannter grüner Strom und Wasserstoff aus Windkraft: Unsere Region steckt voller innovativer Kraft.“

Jan Philipp Albrecht (Grüne), Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung, stellte die grenzüberschreitende Kooperation als bedeutend für den Green Deal der EU heraus. Gerade von der Entwicklung moderner Umwelttechnologien könnten Deutsche und Skandinavier gleichermaßen profitieren.

Nichts komme von allein – „für den Erfolg müssen wir hart arbeiten“, betonte Heino Knudsen, Vorsitzender des Regionalrats der dänischen Region Seeland. Nur so entstünden Impulse für Wachstum und den Arbeitsmarkt.

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz (FDP) prophezeite eine sehr schnell spürbare Nachfrage nach Arbeitskräften in der Region und hob hervor, dass „die Potenziale, um gemeinsam in Europa im Bereich der nachhaltigen Mobilität zur führenden Region zu werden“, vorhanden seien.

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