Das Taucherbasisschiff „Schall“
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Das Taucherbasisschiff „Schall“ brachte die Grundmine ins Versenkungsgebiet Kolberger Heide.

Granaten und Wasserbombe an Land gebracht

Fehmarnbelt: Seemine im Schwimmbecken abtransportiert

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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Der Kampfmittelräumdienst des Landes Schleswig-Holstein hat im Fehmarnbelt Munitionsaltlasten geräumt. Im Tunnelkorridor des geplanten Belttunnels war die Munition aufgetaucht.

  • Wasserbombe, eine britische Grundmine sowie mehrere Granaten identifiziert.
  • Grundmine zum Versenkungsgebiet Kolberger Heide gebracht.
  • Zwei Blindgänger sollen im Herbst auf dänischer Seite kontrolliert gesprengt werden.

Fehmarn – Die Aushubarbeiten für den 18 Kilometer langen Fehmarnbelttunnel haben Anfang Juli vor der dänischen Küste von Rødbyhavn begonnen. „Da die Sicherheit während der seeseitigen Arbeiten höchste Priorität hat, haben wir den kompletten Tunnelkorridor im Vorfeld gründlich auf mögliche Munitionsaltlasten untersuchen lassen“, sagt Denise Juchem, Sprecherin von Femern A/S.

Dabei wurden im deutschen Teil des Fehmarnbelts Munitionsaltlasten identifiziert – darunter eine Wasserbombe, eine britische Grundmine sowie mehrere Granaten. Gemäß deutscher Vorschriften habe man den Kampfmittelräumdienst des Landes Schleswig-Holstein informiert, der bei solchen Funden über das weitere Vorgehen zu entscheiden habe, so Juchem weiter.

Grundmine im Wasserbecken des Taucherbasisschiffes „Schall“ abtranspotiert

Die Experten des Kampfmittelräumdienstes entschieden daraufhin, dass diese Munitionsaltlasten nicht im Fehmarnbelt gesprengt werden müssen. Nach Informationen des Kampfmittelräumdiensts haben die Spezialisten alle Funde im Laufe der vergangenen Woche erfolgreich räumen können. Die Granaten und die Wasserbombe wurden geborgen und zur weiteren Behandlung an Land verbracht. Die Grundmine wurde mithilfe des Taucherbasisschiffes „Schall“ zum Versenkungsgebiet Kolberger Heide gebracht. Da der Sprengstoff nicht durchtrocknen dürfe, sei die Grundmine in einem Wasserbecken auf der „Schall“ transportiert worden, erklärt Carola Jeschke, Pressesprecherin beim Landeskriminalamt.

Femern A/S kommt mit diesen Untersuchungen im Fehmarnbelt seiner Sorgfaltspflicht nach

Pedro da Silva Jørgensen, Direktor für seeseitge Arbeiten bei Femern A/S

„Femern A/S kommt mit diesen Untersuchungen im Fehmarnbelt seiner Sorgfaltspflicht nach. Wir freuen uns sehr, dass die Munitionsfunde auf deutscher Seite problemlos vom Kampfmittelräumdienst, mit dem wir sehr gut zusammengearbeitet haben, geräumt werden konnten. Die Beseitigung der Munitionsaltlasten kommt auch der Umwelt im Fehmarnbelt zugute“, sagt Pedro da Silva Jørgensen, Direktor für die seeseitigen Arbeiten bei Femern A/S.

Auf dänischer Seite des Fehmarnbelts wurden im Frühjahr dieses Jahres zwei Blindgänger identifiziert. Die Marine, die in Dänemark für die Handhabung von Munitionsaltlasten zuständig ist, hat mitgeteilt, dass voraussichtlich im Herbst kontrolliert gesprengt werden soll. Dabei soll ein großer Blasenschleier zum Einsatz kommen, der von Femern A/S bereitgestellt wird.

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