TSF-Veranstaltungsprogramm 2020 (fast) fertig / Möglichst inselweit präsent sein

Fehmarns Aushängeschild

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Den Ton getroffen für ganz Fehmarn: Veranstaltungsleiterin Julia Behrend und Tourismusdirektor Oliver Behncke sind vom TSF-Veranstaltungsangebot überzeugt.

Fehmarn – Von Manuel Büchner – Die Veranstaltungen des Tourismus-Service Fehmarn (TSF) sind das Aushängeschild der Insel als Urlaubsdestination. Entsprechend umfänglich angelegt ist die Erarbeitung. Alles beginnt bereits mit einer Nachlese einer jeden Veranstaltung. „Besucherzahlen, Rückmeldungen von den Gästen und Einheimischen, Reaktion in den sozialen Medien“, zählt Veranstaltungsleiterin Julia Behrend einen Teil der entscheidenden Kriterien auf. Die Ergebnisse werden wiederum in einem Workshop berücksichtigt, der auch völlig neue, frei gedachte Ideen für Veranstaltungskonzepte, -orte, Kooperationspartner, Werbe- und Optimierungsmaßnahmen sammelt. 71 Ideen seien so aus dem Team heraus erarbeitet worden, 15 würden sich derzeit in der Planung oder Umsetzung befinden, so Behrend. Selbst für 2020 ist dieser Prozess noch nicht vollends abgeschlossen. „Vor Ostern soll alles stehen“, gibt Behrend die Marschrichtung vor.

Der TSF macht sich die Sache also nicht einfach. „Wir haben alles hinterfragt und auch Veränderungen vorgenommen“, betont Tourismusdirektor Oliver Behncke, denn wenn sich immer alles wiederhole, „kommt schnell der Gedanke auf, die machen sich keine Gedanken“. Möglichst inselweit – nicht nur am Südstrand – will der TSF Flagge zeigen. Behncke macht eine einfache Gleichung auf: „Überall, wo viel Kurabgabe fließt, wollen wir möglichst auch präsent sein.“ Was natürlich nicht immer machbar ist. Mit dem Budget sei man am absoluten Limit, was der oberste Touristiker nicht als Kritik verstanden wissen will – im Gegenteil: „Wir sind zufrieden. Wir werden von der Politik gut mit finanziellen Mitteln ausgestattet.“

Ein positives Beispiel: Die neue Veranstaltungsreihe Fehmarn Kunsttage (1. Mai bis 31. Juli) ist inselweit präsent – bestehend aus den Burger Klassiktagen (1., 8., 15. Mai, ehemals Burger Kunsttage), einem Lesefestival und höchstwahrscheinlich zwei Ausstellungen. Zudem soll Musik durch die Inselkonzerte auf ganz Fehmarn zu hören sein. Acht seien bereits bestätigt, so die Veranstaltungsleiterin, zehn könnten es am Ende werden. Auch die Erzählkunst – dank Jana Raile und Gerhard P. Bosche etabliert – soll um einen regionalen Schriftsteller ergänzt und auf den Herbst erweitert werden. Apropos: Bestseller-Autor Peter Wohlleben („Das geheime Leben der Bäume“) kommt nach Wallnau (25. Juni). Zustande gekommen sei dies durch die Unterstützung des Ernst Ludwig Kirchner Vereins Fehmarn, so Behrend, die generell viel davon hält, möglichst viele Kooperationspartner wie Verkehrsvereine, Feuerwehren oder lokale Künstler einzubinden, „um ein breites Angebot auf die Beine zu stellen“.

Während Aushängeschilder wie das Midsummer-Bulli-Festival (18. bis 21. Juni), Beachvolleyball (7. bis 9. August) oder das Surf-Festival (21. bis 24. Mai) natürlich dazugehören, will der TSF „nicht das gesamte Budget in Großveranstaltungen pumpen“, erklärt Behncke und lobt seine Veranstaltungsleiterin, die habe nämlich ein Faible für kleine, feine Veranstaltungen“. Beispielhaft dafür: „NostalChique“, Kabarett-Theater in einem kleinen Zirkuswagen, der nur 34 Gästen Platz bietet und Ende September für drei Tage auf dem neuen Jachthafenvorplatz in Burgtiefe zu Gast sein wird. „Solche Angebote wollen wir weiter ausbauen“, so Behncke. Erstmals soll es auch ein Open-Air-Kino am Strand geben. Konkretes steht noch nicht fest. „Wir verhandeln noch“, sagt Behrend. Ebenfalls am Strand, und zwar am Grünen Brink, wird es ein White Dinner mit Livemusik (9. September) geben.

In den Osterferien ist ein Kinderkonzert geplant. Erstmals 2019 angeboten, hat sich das Winteranimationsprogramm für Kinder, unter anderem mit Fackelwanderungen, bewährt. Nach mehrjähriger Pause gehen im Bereich Kinderanimation der TSF und das IFA Fehmarn Hotel & Feriencentrum wieder eine Kooperation ein. Was Neues gibt‘s in Burgstaaken mit dem Nabucco-Klassik-Open-Air, wenn am 26. August Giuseppe Verdis Oper im Erlebnishafen ankert.

Wenn Julia Behrend innehält und den Veranstaltungsordner für 2020 durchblättert, ist sie vom bisherigen Prozess überzeugt. „Ich denke, wir gehen einen guten Weg. Wir trauen uns Neues, vertrauen aber gleichzeitig auf Bewährtes, das in der Vergangenheit gut funktioniert hat.“

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