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Fehmarns Behindertensportler Thomas Rau startet in seine vierte WM

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Von: Lars Braesch

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Fehmarn Thomas Rau Tischtennis Weltmeisterschaft
Morgen startet Fehmarns Behindertensportler Thomas Rau im spanischen Granada in seine vierte Weltmeisterschaft im Tischtennis. Mit einer Medaille möchte Rau nach Hause fahren. © Imago-Images/Mika Volkmann

Fehmarns Behindertensportler Thomas Rau startet morgen in seine vierte Tischtennis-Weltmeisterschaft. Bei der WM schlägt Rau mit zwölf Teamkollegen im spanischen Granada auf.

Fehmarn/Granada – Morgen startet Fehmarns Behindertensportler Thomas Rau in seine vierte Weltmeisterschaft im Tischtennis. 2010, 2014 und 2018 stand Rau bereits im WM-Kader. Gemeinsam mit seinen zwölf Teamkollegen schlägt der 38-jährige Insulaner bis zum 12. November im spanischen Granada auf. 

Viel Kritik an den WM-Reformen

Im Vorfeld der WM übte Bundestrainer Volker Ziegler viel Kritik an den WM-Reformen. So kommt es in Raus Wettkampfklasse (WK) 6 gleich zu den K.o.-Spielen, es gibt keine Gruppenspiele mehr. So kann es je nach Auslosung gleich zu Turnierstart zu Duellen zwischen den Top-Fünf-Spielern kommen. 

In der aktuellen Weltrangliste vom 1. November belegt Thomas Rau Rang sieben. 14 Teilnehmer kämpfen im Einzel in der WK 6 um eine Medaille. „Ich möchte mit einer Medaille nach Hause kommen“, so Thomas Rau auf Nachfrage. 

Teamwettbewerb wurde abgeschafft

Auch der Teamwettbewerb, in dem die Deutschen stets um eine Medaille spielten, wurde abgeschafft (wir berichteten). So startet Rau im Doppel an der Seite von Björn Schnake im Doppel. Bei den Paralympics in Tokio gewann das Duo Bronze. Dort setzte es im Halbfinale eine klare 0:2-Niederlage gegen China. Bei der WM nehmen die Chinesen und Russen nicht teil. 14 Doppel gehen in Granada an den Start. Los geht es am Sonntag um 10.45 Uhr mit dem Doppel gegen Maksym Chudzicki/Michal Deigsler (Polen). 

Im Mixed schlägt der Fehmaraner an der Seite von Juliane Wolf auf. Bei den Slovenia Para Open im Mai gewannen Wolf/Rau bei dem beliebten Weltranglistenturnier im slowenischen Lasko Bronze und danach in Montenegro Gold. 

Die Vorbereitung lief sehr gut. Die Spielerinnen und Spieler sind in bester Verfassung.

Bundestrainer Volker Ziegler

Nach dem Abschluss-Lehrgang im Deutschen Tischtennis-Zentrum in Düsseldorf will sich das 13-köpfige Team trotz der Reformen ganz aufs Sportliche konzentrieren. „Die Vorbereitung lief sehr gut. Die Spielerinnen und Spieler sind in bester Verfassung. Leichte Nervosität ist bei einigen zu spüren, aber das ist ja nicht schlecht“, so der Bundestrainer kurz vor der Abreise. Zieglers Erwartungen sind durchaus hoch, aber nicht an eine bestimmte Anzahl von Edelmetallen geknüpft: „Ich denke nicht in Titeln und Medaillen. Wenn ich sehe, dass sich alle individuell weiterentwickelt haben und wir als Team international mithalten können, ist das eine gelungene WM.“ Für den Bundestrainer sind die Weltmeisterschaften eine wichtige Wegmarke auf der Route zu den Paralympics 2024 in Paris.

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