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Fehmarns evangelische Kirchengemeinden stellen Weihnachtsprogramm vor: Der gemeinsame Gedanke zählt

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Von: Manuel Büchner

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Die Pastoren der fünf evangelischen Kirchengemeinden
Gemeinsam zum Weihnachtsfest: Diakonin Uta Hildebrand (v.l.), die Pastoren Stefan Bemmé und Bertolt Kark-Carlson sowie Pastorin Bettina Axt haben in der St.-Petri-Kirche ihr Programm zu den Festtagen vorgestellt. © Manuel Büchner

Gemeinsam haben die fünf evangelischen Kirchengemeinden auf Fehmarn ihr Weihnachtsprogramm vorgestellt.

Fehmarn – „Unser Plan macht gemeinsam Sinn“, bringt es Stefan Bemmé auf den Punkt. Der Pastor aus den Kirchengemeinden Bannesdorf und Petersdorf meint damit das Programm der evangelischen Kirche auf Fehmarn zu Weihnachten. Es verdeutliche „ein Wir-Gefühl unter den Kirchengemeinden auf der Insel“, so Bemmé, und seine Kollegin aus Burg, Bettina Axt, ergänzt: „Wer unser Programm studiert, wird etwas finden.“ Und tatsächlich: Ob 3G oder 2G, ganz ohne Nachweis, bis hin zu Veranstaltungen, die draußen stattfinden oder digital. „Mit fünf Gemeinden bieten wir alles“, ist die Pastorin der St.-Nikolai-Gemeinde zufrieden mit dem Angebot zum Fest.

Wir sind sensibler geworden, nicht jede Kirchengemeinde kämpft für sich alleine

Diakonin Uta Hildebrand

Axt, Bemmé und Diakonin Uta Hildebrand (Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde in Puttgarden) sowie Landkirchens Pastor Bertolt Kark-Carlson kamen vor Kurzem zur Vorstellung des Programms in der St.-Petri-Kirche in Landkirchen zusammen. Für das gemeinsame Vorgehen gab es im Gespräch Zustimmung von allen Seiten: „Unser Austausch ist sehr produktiv“, lobt Kark-Carlson. „Wir sind sensibler geworden, nicht jede Kirchengemeinde kämpft für sich alleine“, betont Hildebrand. 

Und wie sieht das Angebot aus? Bei den Baptisten in Puttgarden findet an Heiligabend (24. Dezember) um 15.30 Uhr eine Christvesper im Gemeindehaus (Bürgermeister-Landt-Straße 22) unter 3G statt. Direkt vorher bietet die Gemeinde die Möglichkeit an, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. „Um 18.30 Uhr bieten wir dann ein Weihnachtsessen an für Menschen, die nicht alleine sein wollen“, so Hildebrand und verweist auch auf den 21. Dezember (Dienstag). Dann ist um 18.30 Uhr der Lebendige Adventskalender am Gemeindehaus zu Besuch mit Lagerfeuer.

An St. Nikolai findet am Sonntag (19. Dezember) um 17 Uhr ein Gottesdienst (ohne Corona-Statusnachweis) mit dem Friedenslicht aus Bethlehem statt, das in der Weihnachtswoche dann rund um die Uhr in der St.-Nikolai-Kirche brennen werde, so Pastorin Axt. An Heiligabend gibt es zwei Angebote: Ein Familiengottesdienst auf dem Burger Weihnachtsmarkt (2G) um 14 Uhr mit Kinderchören auf der Bühne, und um 16 Uhr eine Andacht in der Kirche (ohne Nachweis, durchgängige Maskenpflicht), für die Platzkarten benötigt werden, die es im Kirchenbüro und auf dem Wochenmarkt (15. und 22. Dezember) gibt. 

Dort an beiden Tagen gibt es für die Kirchengemeinde auch Weihnachtstüten für den Gottesdienst zu Hause mit einer Kerze aus Bienenwachs von Fehmarn, einem bemalten Stern, einem Lied und ein paar nachdenklichen Worten von Pastorin Axt. Und noch ein Angebot für alle Menschen, denen es in Präsenz zu heikel ist: Am 2. Weihnachtsfeiertag besteht die Möglichkeit, um 17 Uhr an einem digitalen Gottesdienst über Zoom teilzunehmen.

Inselweiter Gottesdienst am 1. Weihnachtsfeiertag

In Landkirchen findet an Heiligabend um 14.30 Uhr ein Krippenspiel mit den Konfis statt (3G), und um 16 Uhr führen die beiden Kinderchöre das Musical „Der Stern von Bethlehem“ auf, das auch bereits am Sonntag (19. Dezember) um 16 Uhr in der Kirche besucht werden kann. Für alle drei Veranstaltungen gilt 3G, und es braucht eine Voranmeldung im Kirchenbüro. Die braucht es wiederum nicht für die Christmette mit dem gemischten Chor um 23 Uhr an Heiligabend (3G).

In Bannesdorf wird an Heiligabend um 15 Uhr ein Krippenspiel unter Normalbesetzung mit 2G angeboten und in Petersdorf um 16.30 Uhr als Anspiel mit den Konfis unter 3G, wo wiederum um 23 Uhr der Christnachtgottesdienst (3G) stattfinden wird. Der inselweite Gottesdienst mit Pastor Bemmé findet am 1. Weihnachtsfeiertag um 10 Uhr in der St.-Nikolai-Kirche statt – ohne Nachweispflicht, aber mit durchgängiger Maskenpflicht.

Weihnachten ist stärker als die Einschränkungen

Keine einfache Planung liegt hinter den fünf Kirchengemeinden. Aber: „Die Erfahrung, die Aktive und Gemeindemitglieder gemacht haben, zeigt, dass Weihnachten stärker ist als die Einschränkungen“, sagt Stefan Bemmé, denn die Menschen seien dankbar für alles, was man anbieten dürfe. Natürlich sei man vor einem Jahr unsicherer gewesen, erinnert sich Bertolt Kark-Carlson, der froh ist, dass die Chöre in diesem Jahr auftreten dürfen. „Selbst wenn es erneut eine Anpassung der Landesverordnung gibt, können wir unser Programm anpassen“, so Bettina Axt. „Wir sind vorbereitet“, fügt Uta Hildebrand hinzu. 

Das ist eine tolle Tradition

Pastor Stefan Bemmé

Axt erinnert abschließend an den Telefonkontakt: „Wir sind erreichbar für große und kleine Nöte. Da muss keiner Scheu haben.“ Auch die Kirchen seien natürlich an Weihnachten offen, was durch die Pandemie nochmals eine besondere Bedeutung bekommen habe, so Bemmé und sagt: „Das ist eine tolle Tradition.“ Zustimmendes Nicken aus der gemeinsamen Runde.

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