Fehmarns Grünen-Chef Falko Siering
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Fehmarns Grünen-Chef Falko Siering möchte im Wahlkreis Ostholstein-Nord die Grünen als Direktkandidat vertreten. Nominiert wird am 24. November.

Siering hofft auf Nominierung für Ostholstein-Nord

Fehmarns Grünen-Chef Falko Siering strebt Kandidatur bei der Landtagswahl 2022 an

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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Fehmarns Grünen-Chef Falko Siering will bei der Landtagswahl 2022 seinen Hut in den Ring werfen. Dies gab er auf der Mitgliederversammlung im Café „liebevoll“ bekannt.

  • Zwei Neueintritte bei Fehmarns Grünen: Mitgliederzahl steigt auf 31.
  • Kreismitgliederversammlung am 24. November in Scharbeutz.
  • Grüne streben autofreie Innenstadt an.

Fehmarn – Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen  ist weiter im Aufwind. Auf der Mitgliederversammlung im Café „liebevoll“ berichtete Vorsitzender Falko Siering davon, dass es weitere zwei Neueintritte gegeben habe und die Zahl der Mitglieder auf 31 angestiegen sei.

Der positive Trend hat wohl auch etwas mit seiner beharrlichen Arbeit zu tun, die er seit knapp vier Jahren an der Spitze des Ortsverbandes leistet. Nun sieht sich der 33-Jährige gestärkt, für die Landtagswahl am 8. Mai 2022 seinen Hut als Direktkandidat im Wahlkreis Ostholstein-Nord in den Ring zu werfen. Die anwesenden Mitglieder honorierten dies mit Applaus, doch auf der Kreismitgliederversammlung der Grünen am 24. November in Scharbeutz muss er erst einmal als Kandidat aufgestellt werden. Weitere Bewerber könnte es durchaus geben, so Siering, der am 24. November auf breite Unterstützung seines Ortsverbandes hofft. Werde er nominiert, wolle er beim Landesparteitag in Neumünster (10. bis 12. Dezember) um einen guten Listenplatz kämpfen.  

Ziel müsse es sein, „die Politik aus Kiel aufs Land zu bringen“, machte Siering deutlich und erinnerte an einige zurückliegende Veranstaltungen der Grünen auf Fehmarn, in erster Linie aus dem Bereich Landwirtschaft.  Er selbst sei seit zwei Jahren Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft Landwirtschaft, berichtete Siering.

Mobilitätskonzept ganz oben auf der Agenda

Auf der Agenda der Grünen auf Fehmarn ganz oben angesiedelt ist die Erstellung eines innovativen Mobilitätskonzeptes für die Insel. Die Stadtvertretung habe hierzu im September 2020 einstimmig einen entsprechenden Beschluss zur Umsetzung gefasst, doch passiert sei bislang kaum etwas, monierte Siering die aus seiner Sicht schleppende Umsetzung und forderte dazu auf, den Druck auf die Verwaltung zu erhöhen. „Ohne Mobilitätswende wird es keine Klimawende geben“, verdeutlichte auch Grünen-Stadtvertreterin Christiane Stodt-Kirchholtes und erinnerte an den von der Stadtvertretung vor rund zweieinhalb Jahren gefassten Beschluss, Fehmarn bis 2030 zur klimaneutralen Insel umzubauen. Das Mobilitätskonzept müsse extern vergeben werden, so Stodt-Kirchholtes, doch eine Ausschreibung sei immer noch nicht erfolgt, bemängelte sie.

Raus aus „autozentrierter Verkehrsplanung“

Die Erarbeitung eines Mobilitätskonzeptes sei höchst komplex, so Siering, der wesentliche Ziele ansprach, die umgesetzt werden müssten. Vor allem müsse man wegkommen von einer „autozentrierten Verkehrsplanung“. Die touristische Pkw-Mobilität sei zu minimieren und ein niedrigschwelliger und barrierefreier Zugang zum ÖPNV-Angebot geschaffen werden. Zudem würde ein lückenloses Rad- und Fußwegenetz benötigt. Ein weiteres Ziel: die autofreie Innenstadt.

Jeder muss sich im Mobilitätskonzept wiederfinden.

Anja Kloos, Mitglied im Kreisvorstand der Grünen

Anja Kloos, Mitglied im Kreisvorstand der Grünen, verwies auf einen für sie weiteren wichtigen Aspekt bei der Erarbeitung eines solchen Konzeptes: „Jeder muss sich im Mobilitätskonzept wiederfinden.“ Wohl eine Mammutaufgabe, die die Grünen gerne mit der Einrichtung eines Klimaschutzmanagements in der Verwaltung unterstützen möchten. Diesbezüglich ist die Zurückhaltung in Verwaltung und Politik allerdings noch deutlich zu spüren, wie die letzte Sitzung des Umweltrates zeigte.

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