Wahl zum Kinder- und Jugendparlament abgeschlossen / Wahlbeteiligung von 35 Prozent

Fehmarns Jugend hat gewählt

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Madita Lewerenz (l.) und Fiona Döller (r.), die zum Wahlvorstand gehörten, öffneten die Wahlurne, damit im Anschluss die Auszählung gestartet werden konnte.

Fehmarn –hö– Punkt 12 Uhr war am Freitag die Wahl zum Kinder- und Jugendparlament der Stadt Fehmarn beendet. Seit Montag hatten die wahlberechtigten Jugendlichen täglich von 8 bis 12 Uhr in der Mensa der Inselschule sowie am Dienstag von 14 bis 18 Uhr im Jugendcafé die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben.

In der Mensa der Inselschule ging der sechsköpfige Wahlvorstand Freitagmittag sogleich daran, die große Wahlurne zu öffnen und mit der Auszählung der Stimmen zu beginnen. In der Mensa anwesend waren auch Stadtjugendpfleger Michael Likus als Geschäftsführer des Kinder- und Jugendparlaments sowie Wipo-Lehrer Maik Güldenstein, der die Kinder- und Jugendlichen an der Inselschule für diesen wichtigen demokratischen Akt sensibilisiert und die Wahl im Unterricht thematisiert hat.

Güldenstein: Das ist Demokratie zum Anfassen

„Das ist Demokratie zum Anfassen“, machte Güldenstein, der gestern für den elften Jahrgang einen Fachtag angesetzt hatte, gegenüber dem FT deutlich. „Das ist Politikunterricht in Reinkultur“, schwärmte Michael Likus über die Qualität der Umsetzung der Thematik durch Güldenstein.

Und auch Fehmarns Jugend zog voll mit. So waren 35 Prozent der 1177 Wahlberechtigten an die Urne gegangen, um über die Zusammensetzung des neuen Nachwuchsparlaments abzustimmen. Wahlberechtigt waren alle Fehmaraner zwischen zwölf und 21 Jahren. 418 Personen hatten ihre Stimme abgegeben, und lediglich acht Stimmzettel waren ungültig.

Insgesamt hatten sich zwölf Jugendliche zur Wahl gestellt. Die acht Bewerber mit den meisten Stimmen bilden das neue Kinder- und Jugendparlament, die übrigen Bewerber werden als stellvertretende Mitglieder geführt. Die meisten Stimmen erhielten Nico Paulsen (14 Jahre), Gene Wahl (16 Jahre), David Remling (16 Jahre), Pauline Runck (16 Jahre), Oskar Laskawski (18 Jahre), Louis Runck (14 Jahre), Leah Schmidt (16 Jahre) und Fenna Wohler (17 Jahre). Stellvertreter sind Yorsalem Yohanns (17 Jahre), Finn-Miquel Clausen (16 Jahre), Josy Fleth (14 Jahre) und André Knierim (17 Jahre).

Erst in der konstituierenden Sitzung des Kinder- und Jugendparlaments, die voraussichtlich im Januar 2020 abgehalten wird, entscheidet das Gremium über die einzelnen Posten. Spätester Sitzungstermin ist aus formalen Gründen der 22. Januar.

Michael Likus ist überzeugt, dass das erste Nachwuchsparlament um seinen Vorsitzenden Jannis Osterkamp gute Vorarbeit geleistet hat für das jetzt nachfolgende Gremium. „Ohne das Jugendparlament hätte es den neuen Skatepark an der Inselschule nicht gegeben“, ist der Stadtjugendpfleger überzeugt. Die Kommunalpolitik und auch die Verwaltung wären ordentlich gefordert worden. Für das kommende Kinder- und Jugendparlament dürfte es in der Januarsitzung neben seiner eigentlichen Konstituierung schon inhaltlich Arbeit geben, denn der elfte Jahrgang der Inselschule hat am Fachtag bereits Themen herausgearbeitet, die dem Gremium zur Bearbeitung vorgelegt werden sollen.

Da vor der Arbeit aber bekanntlich das Vergnügen kommt, hat Michael Likus am Freitagmittag alle Wahlhelfer zur großen Wahlhelferparty in das Jugendcafé eingeladen.

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