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Fehmarns Landwirte wählen Gunnar Müller wieder

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Von: Andreas Höppner

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Fehmarn Bauern Vorstand Bezirksverband
Kreisbauernchef Lutz Schlünzen (v.l.) mit dem wiedergewählten Vorstand des Bezirksverbandes Fehmarn: Andreas Riessen, Gunnar Müller und Johannes Bruhn. © Andreas Höppner

Fehmarns Landwirte fühlen sich durch Bezirksvorstand Gunnar Müller gut vertreten. Somit wurde der Bezirksvorsitzende für fünf Jahre wiedergewählt.

Fehmarn – Die Landwirte Fehmarns fühlen ihre Interessen gut vertreten durch den Bezirksvorstand, der am Dienstag im Gasthof Meetz in bewährter Zusammensetzung für weitere fünf Jahre wiedergewählt wurde. Gunnar Müller (Sahrensdorf) als Vorsitzender macht ebenso weiter wie seine Stellvertreter Andreas Riessen (Klausdorf) und Johannes Bruhn (Burg).

Zusätzliche Belastung wäre zu groß geworden

Gunnar Müller wäre auch ein Kandidat gewesen für den Vorsitz des Kreisbauernverbandes Ostholstein-Lübeck, denn die Amtszeit von Lutz Schlünzen aus Nienrade läuft in diesem Jahr ab. In der Versammlung verkündete Müller, dass er sich bei einer Zusage wohl neue Partner hätte suchen müssen. Konkreter wurde er nicht, doch wäre die zusätzliche Belastung durch das neue Amt im privaten wie auch beruflichen Bereich bei Fehmarn Recycling wohl zu groß gewesen. 

Müller will es „weiterhin gut und besser machen“

Nichtsdestotrotz will er weiterhin die Interessen der fehmarnschen Landwirte vertreten. „Ich versuche, es weiterhin gut und besser zu machen“, bedankte sich Müller für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Mittlerweile 20 Jahre hat er das Amt inne, jetzt kommen weitere fünf hinzu. Fünf Jahre, in denen in Zeiten aktueller Krisen wie der Coronapandemie und des Ukrainekrieges die Bedeutung der Landwirtschaft weiter zunehmen werde, ist Müller überzeugt. Der primäre Sektor sei die Basis für den sekundären und tertiären Sektor der Wirtschaft. Gerade in der Krise werde dies immer mehr Menschen bewusst. Hinsichtlich eines gesamtgesellschaftlichen Interessenausgleichs rief er dazu auf, „kritisch, aber fair miteinander umzugehen“. Seinen Berufskollegen empfahl er in den aktuell von großer Unsicherheit geprägten gesamtwirtschaftlichen Lage „vorbeugend und weise zu wirtschaften“.

In seinem Grußwort ging Kreisbauernchef Lutz Schlünzen unter anderem auf das an die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein angedockte  Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp ein. Noch sei es um die Finanzen der Kammer gut bestellt, berichtete Schlünzen, der auf umfangreiche Investitionen verwies, die für Futterkamp angedacht sind. In die Sauenhaltung solle ebenso investiert werden wie in den Neubau eines Kuhstalls. Der alte sei „schrott“, die Planung eines neuen an dem Standort aufgrund der tiefen Lage (unter Normal-Null) eine „Riesenaufgabe“.

Die Unterhaltungskosten sollen die Kommunen tragen.

Kreisbauernchef Lutz Schlünzen

Einen kleinen Ausblick wagte Schlünzen auch auf den bevorstehenden Ausbau der Schienenhinterlandanbindung. Jetzt vielleicht noch als Feldweg genutzte Wege würden teilweise ausgebaut, so Schlünzen. In seinen Gesprächen mit der Deutschen Bahn habe er erfahren, dass für ein Flucht- und Rettungskonzept alle 1000 Meter ein ausgebauter und im Winter schnee- und eisfrei gehaltener Zugang zur Schiene vorhanden sein müsse. „Die Unterhaltungskosten sollen die Kommunen tragen“, so Schlünzen. Er schloss seine Worte, indem er darauf verwies, dass man am 24. Februar, als der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine begann, „in eine andere Welt gekommen“ sei. Seitdem sei auch allen bewusst geworden, dass „die Landwirtschaft systemrelevant ist“.  

Im Anschluss informierte Holger Schädlich, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes, über die aktuellen Entwicklungen zur Agrarreform 2023 sowie Regelungen auf Ebene des Landes Schleswig-Holstein. 

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