Philipp Dietz seit Oktober Stationsleiter / 1990 erstes Surfbrett auf der Insel gekauft

Fehmarns neuer Polizeichef

Seit 1. Oktober Polizeistationsleiter auf Fehmarn: Philipp Dietz.
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Seit 1. Oktober Polizeistationsleiter auf Fehmarn: Philipp Dietz.

Fehmarn - Von Simone Walper- Rund anderthalb Jahre lang führte Jörg Ehlert die Polizeistation Fehmarn kommissarisch. Übernommen hatte er den Job von Stefan Newe, der nach Heiligenhafen wechselte. Seit 1. Oktober gibt es mit Philipp Dietz einen neuen Stationsleiter. Er hatte sich in den vergangenen beiden Monaten nicht nur mit seinem neuen Aufgabengebiet vertraut gemacht, sondern auch schon Kontakte zur Stadt geknüpft und an der Sitzung des Kommunalen Präventionsrates (KPR) Fehmarn teilgenommen, bei dem er aus erster Hand Informationen zu den Problemen der einzelnen Gruppen, wie der Senioren oder der Familienhilfe, bekommen hatte.

  • Seit 1. Oktober neuer Stationsleiter
  • Jörg Ehlert abgelöst
  • "Schön, für die Sicherheit der Menschen zu sorgen"

„Das ist neu für mich“, sagt der gebürtige Lübecker. „Was mich dabei sehr beeindruckt, ist die Zusammenarbeit auf der Insel“, freut er sich über den Pragmatismus und die Offenheit der Menschen, mit denen er bisher zu tun hatte, und über die kurzen Wege. Das sei in einer Stadt wie Lübeck schon anders. „In Lübeck fehlt so ein bisschen der Bürgerbezug“, so der 48-Jährige, und ergänzt, dass er auf der Insel die bürgernahe Polizei erlebe, so wie er sie sich vorstelle.

Chef von 18 Kollgegen

Auch was die 18 Kollegen betrifft, die in Voll- und Teilzeit ihren Dienst in der Polizeistation verrichten, ist er voll des Lobes: „Sie sind sehr engagiert und kümmern sich um die Leute und ihre Belange.“ Sie machten gute Arbeit und nicht nur Dienst nach Vorschrift, ist er froh, eine gut funktionierende Station übernommen zu haben. Im Sommer kämen noch einige Kollegen dazu als Bäderdienstverstärkung, um den reibungslosen Ablauf und die Sicherheit bei den Veranstaltungen zu gewährleisten.

Fehmarn ist Dietz nicht fremd. „1990 habe ich hier mein erstes Surfbrett gekauft und meine ersten Surferfahrungen gemacht“, lacht er und ergänzt, dass er beim Segeln einmal drei Tage lang in Lemkenhafen eingeweht gewesen war. Auch fährt der Wassersportler Kajak, das er mit seinem grünen Bus transportiert. Eine familiäre Bindung nach Ostholstein gibt es ebenfalls, denn sein Bruder, der in Lensahn wohnt, arbeitet auf Fehmarn. Noch wohnt der neue Polizeichef in einer Ferienwohnung und hofft, bald eine dauerhafte Bleibe auf der Insel zu finden.

Am 1. August 1989 bei der Polizei begonnen

Bereits mit 16 Jahren begann Philipp Dietz direkt nach der mittleren Reife am 1. August 1989 seine Laufbahn bei der Polizei in Lübeck und ist der Stadt mit einigen kürzeren Ausnahmen immer treu geblieben. „Eigentlich wollte ich gar nicht Polizist werden“, erinnert er sich. Ursprünglich hatte sich Dietz bei der Bahn beworben. Jedoch habe ihm ein Familienmitglied dann versucht, die Polizeilaufbahn schmackhaft zu machen. Und da seine Bewerbung auch dort erfolgreich war, startete er seine Karriere bei der Polizei. Im Laufe der Jahre habe er seinen Beruf schätzen gelernt und mache ihn heute noch gern. Es sei schön, für die Sicherheit der Menschen zu sorgen. Gefragt nach dem schwierigsten Erlebnis in seiner Karriere, muss er nicht lange überlegen. Das sei der Einsatz beim Brandanschlag in der Lübecker Hafenstraße im Januar 1996 gewesen, bei dem drei Erwachsene und sieben Kinder und Jugendliche starben.

"Ich wollte einfach mal was Neues machen"

Ab 2001 war Dietz schließlich im 4. Revier in Lübeck tätig, wo er zuletzt die Position des Dienstgruppenleiters innehatte. Nach 19 Jahren im Wechseldienst sei dann vor einiger Zeit der Wunsch nach Veränderung aufgekommen. „Ich wollte einfach mal was Neues machen und habe mich für den Bereich Ostsee entschieden“, so der Polizeichef. Dieser Wunsch sollte sich erfüllen. „Ich habe zufällig gesehen, dass die Stationsleitung auf Fehmarn ausgeschrieben wurde, habe mich darauf beworben und den Zuschlag bekommen“, freut er sich sehr und ergänzt, dass der neue Job schon etwas Einarbeitung erfordere, da er jetzt nicht mehr direkt am Einsatzgeschehen beteiligt, sondern eher mit der Vorgangskontrolle und Endbearbeitung betraut sei.

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