Aussichtsturm Fehmarn Burgtiefe Eröffnung
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Machten es offiziell: Bürgermeister Jörg Weber (v.l.), die Architekten Hans-Christian Buhl und Sophia Tang sowie Tourismuschef Oliver Behncke und Bauleiter Volker Binding eröffneten den Aussichtsturm.

Bis zu 150000 Besucher pro Jahr erwartet

Fehmarns neues Highlight: Aussichtsturm in Burgtiefe offiziell eröffnet

  • Manuel Büchner
    VonManuel Büchner
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Nach fast einjähriger Bauzeit wurde heute (15. Oktober) der Aussichtsturm in Burgtiefe auf Fehmarn eröffnet. Tourismuschef Oliver Behncke spricht von einem „absoluten Alleinstellungsmerkmal“.

  • Aussichtsturm in Burgtiefe barrierefrei mit Aufzug zur Aussichtsplattform oder 72 Stufen nehmen.
  • Turm mit 360-Grad-Blick auf rund 16 Meter Höhe.
  • Eintritt ist kostenfrei.

Fehmarn – Jetzt ist es offiziell. Der Aussichtsturm in Burgtiefe, an der nordwestlichen Spitze des Jachthafens, wurde gestern unter Beisein der Architekten, des Bauleiters, der Politik und des Tourismus-Service Fehmarn (TSF) in einer kleinen Zeremonie eröffnet.

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„Der Druck, das Gebäude endlich besichtigen zu können, ist groß gewesen“, musste Tourismusdirektor Oliver Behncke ein wenig schmunzeln, denn schon vor der Freigabe des Turms vor einer Woche hätten sich einige Personen durch die Bauzäune gequält. 

270000 Euro Eigenanteil der Stadt an den Baukosten

Schnee von gestern, der 1,05-Millionen-Euro-Turm empfängt seine Gäste immer kostenfrei, weil aus Mitteln der Kurabgabe finanziert. Der Eigenanteil Fehmarns liegt dank 70-prozentiger Förderung durch das Land bei nur 270000 Euro. Behncke geht von bis zu 150000 Besuchern im Jahr aus, sprach von einem „absoluten Alleinstellungsmerkmal“ an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins.

Eine Hürde, die wir nicht überwinden konnten.

Architekt Hans-Christian Buhl

Ganz nach oben sind es 72 Stufen auf dann 16,50 Meter über Geländehöhe (18 Meter über Meeresspiegelniveau). Zur Aussichtsplattform geht es aber per Aufzug. Der Turm ist barrierefrei – nicht nur das war im siegreichen Entwurf des Realisierungswettbewerbs noch nicht der Fall. Geplant war ein Massivbau aus Ziegeln, erinnerte Architekt Hans-Christian Buhl (Architekturbüro sophie & hans): „Eine Hürde, die wir nicht überwinden konnten.“

Lohnt sich auch bei trübem Wetter: Politik, TSF und Verwaltung ließen es sich nicht nehmen, auf der 360-Grad-Aussichtsplattform den Blick schweifen zu lassen.

Angenehme Präsenz, ohne aufdringlich zu sein

Statik und Kosten durchkreuzten die Pläne. Seis drum. Es wurde „ein modernes Gebäude aus Holz“, so Buhl, mit „angenehmer Präsenz, ohne aufdringlich zu sein“. Buhl dankte für den Mut der Verantwortlichen, „mit uns als jungem Büro“ das Vorhaben zu realisieren. Lob auch vom einheimischen Architekten und Bauleiter Volker Binding für das komplett digital geplante Bauwerk mit seinen 3-D-Plänen. „Das hat viel Spaß gemacht.“

Markant, mit einzigartiger, asymmetrischer Erscheinung

Hinter dem Vorhaben, einen Turm zu bauen, mit ersten Planungen in 2014, liegt ein langer Weg, zuletzt auch mit Verzögerungen im Bau, der knapp ein Jahr dauerte. Gerne hätte der TSF den Turm wie geplant bereits im August eröffnet. Ein „kluger Beschluss der Politik“ sei es gewesen, über einen Ideenwettbewerb zu bauen, so Behncke. Der Turm mit seiner Schindelfassade aus Zedernholz (etwa 12500 Stück) sei alles andere als nullachtfünfzehn – vielmehr markant mit seiner einzigartigen, asymmetrischen Erscheinung. Darauf hätten ihn Besucher bereits angesprochen, so der Touristiker und betonte: „Wir wollen, dass sich die Gäste auch mit dem Turm beschäftigen.“ Die nackten Maße bestätigen den Eindruck: Durchmesser am Boden: 8,77 Meter, Durchmesser Aussichtsplattform: 7,30 Meter.

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