Ein umgekippter Lkw auf der Fehmarnsundbrücke
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Erneut ist auf der Fehmarnsundbrücke in der Nacht zum Montag ein Lkw durch starke Windböen umgekippt. Die Feuerwehr Süderort sicherte die Unfallstelle. Rahlf-Krane wurde erneut für die Bergung angefordert.

Fehmarnsundbrücke: „Antonia“ lässt erneut Lkw umkippen

  • Lars Braesch
    VonLars Braesch
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Erneut ist auf der Fehmarnsundbrücke in der Nacht von Sonntag auf Montag ein Lkw umgekippt.

  • Lkw fährt auf die Mittelleitplanke auf.
  • Fehmarnsundbrücke fast vier Stunden vollgesperrt.
  • Kilometerlange Staus auf beiden Seiten.

Fehmarn – In der Nacht von Sonntag auf Montag ist mit „Antonia“ das dritte Sturmtief innerhalb weniger Tage über Fehmarn hinweggefegt. Auf der Fehmarnsundbrücke wehten die starken Orkanböen erneut einen Lkw um. Bereits von Freitag auf Sonnabend waren zwei 40-Tonner im Zuge des Orkantiefs „Zeynep“ auf der Brücke umgekippt.

Der Einsatz ist fast eins zu eins eine Kopie von Freitagnacht

Torsten Flügger, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Süderort und Einsatzleiter

Der Polizei wurde gegen 1.40 Uhr gemeldet, dass der Sturm einen aus Richtung Großenbrode kommenden polnischen Lkw auf die Seite gelegt hat. Die Fehmarnsundbrücke war zu diesem Zeitpunkt für leere Lkw und Wohnwagengespanne gesperrt. Um 2.09 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren Süderort und Landkirchen alarmiert. „Der Einsatz ist fast eins zu eins eine Kopie von Freitagnacht“, berichtete der Wehrführer der Süderorter Wehr, Torsten Flügger, der den Einsatz leitete.

Erst Mittelleitplanke, dann der Sturm 

„Die Polizei hat sehr gut reagiert und die Brücke um 2.30 Uhr voll gesperrt. Somit konnten wir ziemlich schnell mit der Bergung beginnen“, so Flügger. Vermutlich sei der Lkw auf die Mittelleitplanke aufgefahren. „Der Sturm muss dem angehobenen Sattelschlepper dann den Rest gegeben haben“, vermutet Torsten Flügger. Die genaue Unfallursache ermittelt derzeit die Polizei. Das Schadensmuster sei ähnlich dem von Freitagnacht. „Es liefen auch Betriebsstoffe aus, die wir gemeinsam mit der Straßenmeisterei abgebunden haben“, sagte der Wehrführer. 

Die Windverhältnisse auf der Brücke seien enorm gewesen. Laut Torsten Flügger hätten wohl nur zwei Stundenkilometer gefehlt, dann hätte die automatische Windwarnanlage an der Fehmarnsundbrücke eine Vollsperrung ausgelöst. Das ist bei mehr als 117 Stundenkilometern der Fall.

Die Feuerwehrkräfte konnten den Lkw sichern und dann im Anschluss Rahlf-Krane bei der abschließenden Bergung Unterstützung leisten. Dazu musste erneut die Mittelleitplanke aus Beton abgebaut werden.

Wir hatten Angst, dass sich der Lkw verkeilt haben könnte

Torsten Flügger, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Süderort und Einsatzleiter

„Wir hatten Angst, dass sich der Lkw verkeilt haben könnte. Dann wäre der hydraulische Rettungssatz der Feuerwehr Landkirchen zum Einsatz gekommen“, schilderte Flügger. So waren zunächst 25 Einsatzkräfte aus Landkirchen vor Ort. Eine Gruppe aus Landkirchen sowie den Rettungsdienst habe der Einsatzleiter vorzeitig entlassen können. Die Süderorter Wehr war durchgängig mit 15 Einsatzkräften vor Ort.

Um 6.25 Uhr gelang es Rahlf-Krane und den Einsatzkräften, mithilfe eines Bergungskrans den Sattelschlepper wieder aufzurichten. Vorsichtig sei das Gespann danach von der Fehmarnsundbrücke gezogen worden. 

Um 7.45 Uhr hob die Polizei die Vollsperrung auf. Der Verkehr wurde durch die Polizei einspurig über die Brücke geleitet, da die Aufräumarbeiten noch andauerten. Um 10.45 Uhr war die Fehmarnsundbrücke wieder in beide Richtungen befahrbar. Zuvor hatten sich auf beiden Seiten kilometerlange Staus gebildet. 

Lkw soll mit sechs Tonnen Champignons beladen gewesen sein

Nach FT-Informationen soll der Lkw mit sechs Tonnen Champignons beladen gewesen sein. Polizeipressesprecher René Saalfeld konnte dies nicht bestätigen. „Der Lkw war teilbeladen“, erklärte er. 

Sonst gab es keine weiteren Einsätze für die Wehren der Insel, sodass Fehmarn größtenteils von „Antonia“ verschont wurde. 

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