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Femern A/S hat Belttunneleröffnung 2029 fest im Blick

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Von: Lars Braesch

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Die Leiterin des Infocenters, Marie Feldmann, hatte mit dem Deutschland-Direktor von Femern A/S, Lars Friis Cornett (M.), zum Neujahrsempfang geladen. Landrat Reinhard Sager und Johannes Callsen (r.) waren die Gastredner. © Lars Braesch

Im Infocenter Fehmarnbelttunnel hatte Femern A/S zum Neujahrsempfang geladen. Die Eröffnung des Belttunnels haben die Tunnelbauer im Jahr 2029 fest im Blick.

Fehmarn – Im Infocenter Fehmarnbelttunnel hatte Femern A/S am Dienstag zum Neujahrsempfang geladen. Die Einladung fand großen Zuspruch, das Infocenter war sehr gut besucht. 

Coronabedingt hatte Femern A/S den letzten Empfang im Januar 2020 durchführen können. „Damals war die Tunnelwelt eine andere, auch die Themen, über die wir gesprochen haben, waren andere“, leitete der Deutschland-Direktor von Femern AS, Lars Friis Cornett, ein. 

In unserer Fehmarnwelt hat sich seitdem so viel getan

Lars Friis Cornett, Deutschland-Direktor von Femern A/S

2020 hatte Cornett noch von bauvorbereitenden Maßnahmen im Umweltbereich berichtet. Es wurde über Nistkästen gesprochen. Sein damaliges Highlight sei die so genannte Amphibienleiteinrichtung gewesen, das heißt auf gut deutsch: der „Krötenzaun“, so Lars Friis Cornett. „In unserer Fehmarnwelt hat sich seitdem so viel getan, dass es den Rahmen sprengen würde, wenn ich jetzt über die ganzen Baumaßnahmen sprechen würde“, so Cornett, und sprach auch erst gar nicht darüber. Dafür über die Tunnelelementefabrik, die auf dänischer Seite gut voranschreite. 2024 soll das erste Element abgesenkt werden.  

Im ersten Halbjahr des Jahres soll der Arbeitshafen auf deutscher Seite in Betrieb genommen werden (wir berichteten). „Die Tunneleröffnung 2029 haben wir fest im Blick“, sagte Cornett. 

Auch diese Region wird menschlich, kulturell und wirtschaftlich von der Festen Fehmarnbeltquerung profitieren

Johannes Callsen, Minderheitenbeauftragter und Dänemark-Bevollmächtigte des Landes

Der Minderheitenbeauftragte und Dänemark-Bevollmächtigte des Landes, Johannes Callsen, sieht durch den Fehmarnbelttunnel neue Chancen. „Auch diese Region wird menschlich, kulturell und wirtschaftlich von der Festen Fehmarnbeltquerung profitieren“, sagte er. 

Die Landesregierung habe die Zusammenarbeit mit Dänemark als festes Ziel durch Callsens Position und inhaltlich durch eine neue Dänemark-Strategie fest verankert. 

„Die Entwicklungsachsen im Land, die Jütland-Route und die Beltquerung sollen gleichermaßen weiterentwickelt werden“, erläuterte Callsen. 

In Sachen Beltquerung dürfte sich der Kreis für den scheidenden Landrat Reinhard Sager mit dem diesjährigen Neujahrsempfang geschlossen haben. Sager war bereits 2009 bei der Eröffnung des Infocenters dabei. Am Dienstag wiederholte er seine Forderung nach einer Gesamtlärmbetrachtung für Ostholstein. „Die Gesamtlärmbetrachtung heißt Schiene, Autobahn und auch die freien Flächen in der Nähe, Parkanlagen, Strände und Freizeitanlagen, wo sich die Menschen aufhalten“, erklärte der Landrat. 

Fast 2000 mehr Besucher in 2022

Marie Feldmann, Leiterin des Infocenters, konnte 2022 fast 2000 Besucher mehr begrüßen. 2021 besuchten 3529 Personen das Infocenter. 2022 konnte die Leiterin 5482 Besucher zählen. 

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