Strandallee Nr. 34. Diese Adresse gibt es zwar noch, aber ein bewohnbares Haus dazu seit Freitagmorgen nicht mehr. Rund 40 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Burg konnten trotz stundenlanger Bemühungen nicht verhindern, dass das unbewohnte Ferienhaus komplett ausbrannte. Die Kripo hat die Ermittlungen hinsichtlich der Brandursache aufgenommen. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 200 000 bis 250 000 Euro.  Foto: Rochell

Unbewohntes Gebäude komplett ausgebrannt

Feuer zerstört Haus in der Strandallee

NEUE TIEFE (nic) • „Wir hatten von Anfang an keine Chance“, bilanziert Gemeindewehrführer Volker Delfskamp den Brandeinsatz in Neue Tiefe.

Als die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Burg Freitag am frühen Morgen am Einsatzort eintrafen, brannte das als Feriendomizil genutzte Wohnhaus bereits in voller Ausdehnung (wir berichteten). Die Flammen schlugen durchs Dach des Hauses in der Strandallee 34, das als Ferienhaus und zur Unterbringung der Mitarbeiter eines Eisdielen-Besitzers genutzt wurde. In einem Raum angrenzend ans Wohnhaus standen mehrere Gefriertruhen. Was die Brandursache war, ermittelt derzeit die Kripo Oldenburg. Fest steht für Volker Delfskamp aber, dass das Feuer schon gewisse Zeit hinter den herabgelassenen Jalousien geschwelt haben musste, bis es schließlich durchs Dach schlug und entdeckt wurde. Um 5.43 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Zwei Kameraden, die zuerst am Brandort eintrafen, gingen unter Vollschutz ins brennende Haus, das zum Glück unbewohnt war. Rund 40 Kameraden der Burger Wehr waren mit vier Fahrzeugen und der Drehleiter nach Neue Tiefe ausgerückt. Trotz aller Bemühungen brannte das Haus komplett aus. Der Sachschaden beläuft sich auf 200 000 bis 250 000 Euro, schätzt die Polizei. Der Großbrand hielt die Kameraden der Burger Wehr über vier Stunden auf Trab. Erst um 10.15 Uhr war der Einsatz am Freitagmorgen beendet. Die Kameraden hatten bei Temperaturen um minus 2 Grad, gefühlt minus 10 Grad, zwar das Haus nicht retten, aber verhindern können, dass die Flammen aufs benachbarte Wohnhaus, rechts vom Brandobjekt, übersprangen. „Das Haus wurde mit einer Wasserwand gut geschützt“, so Volker Delfskamp. Das links stehende „Strandhotel“ sei mit 40 Metern Abstand zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen, so Gemeindewehrführer Volker Delfskamp, der angesichts der winterlichen Verhältnisse noch einmal an die Bürger appelliert, Hydranten frei von Eis und Schnee zu halten. Durch den derzeit aufgehäuften Schnee seien viele Schieber nicht zu finden, so Delfskamp.

ft-online/lokales vom 16. Januar 2010

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