Aufnahme in das Stadtebauförderungsprogramm – 5,4 Millionen Euro zugesagt, Drittelung der Kosten

Fördermillionen für den Südstrand

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Die unter Denkmalschutz stehenden IFA-Türme sind prägend für den Südstrand. Die Tiefehalbinsel ist in das Städtebauförderungsprogramm aufgenommen worden.

FEHMARN - Von Andreas Höppner Der Südstrand Burgtiefe mit der Arne-Jacobsen-Siedlung ist mit einer Summe von 5,4 Millionen Euro in das Städtebauförderungsprogramm für Schleswig-Holstein in der Kategorie „Städtebaulicher Denkmalschutz“ aufgenommen worden. Das gab der neue Innenminister Stefan Studt (SPD) am Mittwoch bekannt. Allerdings hat die Kommune einen Eigenanteil von einem Drittel zu tragen, also 1,8 Millionen Euro. Bund und Land teilen sich die Restsumme.

Erster Stadtrat Jörg Weber (SPD), der derzeit Bürgermeister Otto-Uwe Schmiedt vertritt, freute sich über die positive Nachricht aus der Landeshauptstadt. Über die genauen Modalitäten wird die Stadt Fehmarn heute informiert. So hat Fehmarns neuer Bauamtsleiter Marcel Quattek mit seinen Mitarbeiterinnen Elisabeth Rehnen und Mandy Cronauge einen Termin im Kieler Innenministerium. Die Stadtvertretung hatte in ihrer Frühjahrssitzung einen Beschluss gefasst, mit der Tiefehalbinsel in das Städtebauförderungsprogramm aufgenommen zu werden. Bei der Vorstellung der Planung durch eine Vertreterin der BIG-Städtebau im März 2014 war für das gesamte Projektprogramm eine Laufzeit von zehn Jahren und ein Investitionsvolumen von rund zwölf Millionen Euro angenommen worden.

Einheitliches Gestaltungsbild

Ziel der Maßnahme ist es, die in den 70er-Jahren von Arne Jacobsen geplante Ferienwohnsiedlung in ihrer charakteristischen Architektur zu erhalten. Gleichzeitig soll am Südstrand unter Einbindung der unter Denkmalschutz stehenden IFA-Türme und des Wellenbades ein einheitliches Gestaltungsbild entwickelt werden. Beispielsweise haben Planer festgestellt, dass attraktive Grünflächen ebenso fehlen wie fußläufige Verbindungen vom Yachthafen zum Strand. Innenminister Stefan Studt äußerte sich zufrieden über den Geldsegen: „Die Städtebauförderung hat wieder Konjunktur.“ Die Weichenstellung der Bundesregierung für ein Wiedererstarken der Städtebauförderung sei für die Kommunen und die Bauwirtschaft wichtig. Die Städtebauförderung sichere Aufträge und Beschäftigung im örtlichen Handwerk und Gewerbe. „Ein öffentlicher Euro löst in der Regel das Sechs- bis Achtfache an Bauinvestitionen aus“, sagte Studt. Für Fehmarns Kommunalpolitiker bedeutet dies nach Angaben von Kämmerer Mario Markmann nun, die Anforderungen, die durch die Aufnahme in das Städtebauförderprogramm gestellt werden, bei den Haushaltsberatungen für 2015 zu berücksichtigen.

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