Jutta Zimmermann neue Direktorin der IFA Fehmarn / Auch junges Publikum ansprechen

Frisch und modern aufstellen

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Jutta Zimmermann hat am 1. Februar im IFA Hotel & Ferienzentrum in Burgtiefe ihren Job als Direktorin angetreten.

Fehmarn -hö- Das IFA Hotel & Ferienzentrum in Burgtiefe hat seit Monatsanfang eine neue Direktorin. Es ist Jutta Zimmermann (54), die vielfältige und auch internationale Erfahrung im Bereich des Hotelmanagements gesammelt hat.

Diese will sie nun einbringen, um das „große Haus“, so Zimmermann, mit seinen rund 430 Wohneinheiten und etwa 100 Mitarbeitern in der Saison fit zu machen für die kommenden Jahre. „Es ist eine große Aufgabe“, weiß die 54-jährige Mutter zweier Kinder, die ihren Lebensmittelpunkt mit Lebenspartner zuletzt in Hamburg hatte. „Ich bin von den Mitarbeitern offen empfangen worden“, hat sich die touristische Führungskraft auf Fehmarn sofort willkommen gefühlt. Für das IFA-Team endete mit der Ankunft der neuen Hoteldirektorin eine viermonatige Zeit des Übergangs, in der Sven Gerken als Interimslösung das Haus kommissarisch leitete, nachdem die langjährige Hotelchefin Waltraud Krapp am 30. September in den Ruhestand verabschiedet worden war (wir berichteten).

„Erst die Mitarbeiter, dann die Gäste und schließlich die Finanzen“, skizziert Jutta Zimmermann grob ihren Handlungsrahmen für die kommenden Wochen. Allein für das Kennenlernen der Mitarbeiter und das Zusammenspiel der einzelnen Abteilungen hat sie sich zwei Wochen gegeben. Als ausgebildeter Coach legt sie sehr viel Wert auf einen vertrauensvollen Umgang mit den Mitarbeitern, die teilweise schon seit vielen Jahren dem Haus treu verbunden sind. Erste Gespräche mit den einzelnen Abteilungsleitern habe sie bereits geführt, mit dem technischen Leiter sei sie am Montag zweieinhalb Stunden unterwegs gewesen.

Ein großes Thema ist für Jutta Zimmermann die Ausbildung. So soll es aus der Belegschaft zukünftig ein bis zwei Ausbildungsbeauftragte geben, die die Auszubildenden betreuen. Neu geschaffen werden soll zusätzlich auch ein dualer Studienplatz. Als Partner schwebt ihr die Duale Hochschule Baden-Württemberg in Ravensburg vor. „Hier habe ich selbst studiert und verfüge über gute Kontakte“, berichtet die Hoteldirektorin, die hier in Ravensburg ihren Abschluss als Diplom-Betriebswirtin gemacht hat.

Die Mitarbeiter sind die eine Seite, die Gäste die andere. In diesem Bereich sieht Jutta Zimmermann spannende Wochen auf sich und das IFA-Team zukommen. Man habe zwar ein enormes Potenzial an Stammgästen, „wir brauchen aber auch neue Gäste, ein junges Publikum“, weiß Zimmermann. Die Einbindung sozialer Medien hält sie für unabdingbar, um neue Gäste gewinnen zu können. Man müsse zwar „nicht jedem Trend hinterherlaufen“, doch junge Menschen nutzten andere Medien zur eigenen Information. Ein Stück weit müsse man sich diesen Trends aber stellen, um erfolgreich sein zu können, ist sich die neue Chefin der IFA Fehmarn sicher. Hierzu zählten aus ihrer Sicht nicht nur die Preisgestaltung und der Internetauftritt, sondern auch die Gastronomie. „Vor acht Jahren hat sich keiner über veganes Essen unterhalten, heute ist das schon Standard“, sieht die 54-Jährige auch auf dieser Ebene stets einen Anpassungsdruck und deshalb auch Handlungsbedarf. „Wollen wir frisch und modern aufgestellt sein, müssen wir solche Fragen beantworten. Können wir das, ist das auch gut für die Insel“, ist Jutta Zimmermann überzeugt.

Dritter Themenkomplex, mit dem sich die Hoteldirektorin in den nächsten Wochen und wohl auch Jahren befassen will und muss, sind Investitionen in die Substanz des Hauses in „1-a-Lage“ direkt am Südstrand. „Umbau und optische Gestaltung, innen wie außen“, umreißt sie das Handlungsspektrum. Die Konkretisierung einzelner Maßnahmen steht noch aus.

Zu ihrem Pensum der nächsten Zeit zählt Jutta Zimmermann unter anderem aber auch das Kennenlernen der touristischen Akteure Fehmarns. Einen Termin im „FehMare“ gibt es bereits, ein Gespräch mit Tourismusdirektor Oliver Behncke stehe ebenfalls auf ihrer Agenda.

Jutta Zimmermann, die als Führungskraft unter anderem schon in Spanien, Mexiko, Kuba, Kenia, der Schweiz und Türkei tätig war und zuletzt die Verantwortung für die Hotels Dömitzer Hafen (Elbe) innehatte, gibt offen zu, dass sie eigentlich „kein Kind des Nordens“ ist, doch als sie vom grauen Festland auf die Insel gefahren sei, „rissen die Wolken auf, und der blaue Himmel war zu sehen“. Wenn das kein gutes Omen ist.

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