1. Fehmarnsches Tageblatt
  2. Fehmarn

Fünf Ostholsteiner im Landtag in Kiel

Erstellt:

Von: Andreas Höppner

Kommentare

Fehmarn Landtagswahl Endergebnis
Vorläufiges Endergebnis der Landtagswahl © dpa/Landeswahlleiter

Fünf Ostholsteiner ziehen in den 20. Landtag ein. Dort wird es 69 Abgeordnete statt 73 geben.

Kiel – Der Kreis Ostholstein bleibt auch im neuen Kieler Landtag, dem nicht mehr 73, sondern nur noch 69 Abgeordnete angehören, mit fünf Mandatsträgern recht gut vertreten in der Landeshauptstadt. Aus dem Wahlkreis Ostholstein-Nord sind es Peer Knöfler (CDU) und Niclas Dürbrook (SPD), aus dem Wahlkreis Ostholstein-Süd kommen Wiebke Zweig (CDU), Sandra Redmann (SPD) und Catharina Nies (Grüne).

Jörg Hansen (FDP) verpasst Wiedereinzug

Den Wiedereinzug nicht geschafft haben Jörg Hansen (FDP), der im Laufe der Legislatur für den nach Berlin abgewanderten Wolfgang Kubicki nachgerückt war. Nur von außen sieht den Plenarsaal zukünftig auch Volker Schnurrbusch, da die AfD den Wiedereinzug in den Landtag klar verfehlte. Nicht wieder kandidiert hatten Regina Poersch (SPD) und Marlies Fritzen (Grüne), Hartmut Hamerich (CDU) war von seiner Partei nicht wieder nominiert worden.

Wahlfiasko der SPD

Nach dem Wahlfiasko der SPD, die sich bei der Anzahl der Abgeordneten von bislang 21 auf nur noch zwölf fast halbierte, hatte Dürbrook, dem als Neuling der Sprung in den Landtag glückte, schon am Wahlabend darauf hingewiesen, dass die Sozialdemokraten eine Mammutaufgabe zu bewältigen hätten, da sie mit einem Dutzend Abgeordneten das gesamte Land abdecken müssten. Auf fast 50 Prozent ihrer bisherigen Stärke wurde auch die FDP-Fraktion reduziert. Statt neun sitzen nur noch fünf Liberale im Landtag, die sich trotzdem Hoffnung machen, mit der CDU eine Koalition der Mitte bilden zu können.

Dagegen etwas einzuwenden haben naturgemäß die Grünen, die mit 18,3 Prozent nicht nur ihr historisch bestes Ergebnis einfahren, sondern auch noch an der SPD vorbeiziehen konnten. Sie sicherten sich erstmals sogar drei Direktmandate (Kiel-Nord, Kiel-West, Lübeck-Süd) und wollen weiterhin Regierungsverantwortung tragen.

Im Wahlkreis Ostholstein-Nord konnte der siegreiche Peer Knöfler (46,7 Prozent) gegenüber 2017 seinen Stimmenanteil um 6,1 Prozentpunkte erhöhen, während Niclas Dürbrook (23,0 Prozent) um satte 11,1 Prozentpunkte abstürzte. Vor fünf Jahren hatte Andreas Herkommer für die SPD kandidiert. Den mit 7,2 Prozentpunkten höchsten Zugewinn an Erststimmen konnte Falko Siering (Grüne) verbuchen. 

Fehmarns Grünenchef Falko Siering in Petersdorf Nummer zwei

Fehmarns Grünenchef schaffte es auf Fehmarn sogar, in Petersdorf vor der SPD die Nummer zwei zu werden. Hier holte er 19,5 Prozent der Erststimmen (Dürbrook, 18,1), auch bei den Zweitstimmen lagen die Grünen (16,3) vor der SPD (15,5). Knöfler knackte auf Fehmarn in einem Wahllokal (GS Burg) die 50-Prozent-Marke, bei den Zweitstimmen fiel die Hürde gar in fünf Wahllokalen (GS Burg, Burgstaaken, Landkirchen-Nord, Puttgarden, Meeschendorf). Dürbrook kam lediglich einmal über 30 Prozent in der Montessorischule, während die SPD bei den Zweiststimmen immer unter 30 Prozent blieb. In sechs Wahllokalen erreichte sie nicht einmal 20 Prozent (GS Burg, Burgstaaken, Dänschendorf, Petersdorf, Puttgarden, Meeschendorf).

Bei den Parteien, die unter Sonstige zusammengefasst sind, gab es in den einzelnen Wahllokalen keine größeren Ausreißer. Die Partei „die Basis“ schaffte es lediglich in Puttgarden, über zwei Prozent (zehn Stimmen) zu kommen. 

Auch interessant

Kommentare