Dritte Neuauflage des Jimi-Hendrix-Revival-Festivals wieder ein voller Erfolg / Toller Start mit „Offshore“

Gelungene Hommage an Hendrix und Co.

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Yasi Hofer eroberte das Publikum mit ihrem Gitarrenspiel im Sturm.

Fehmarn –wa– Am Sonnabend wurde Strukkamp wieder einmal zum musikalischen Nabel des Nordens. Zwar waren in diesem Jahr keine ausländischen Bands mit dabei, wie 2018 unter anderem Supertramp-Gitarrist Carl Verheyen, so hatte die Fehmarn-Festival-Group für das dritte Fehmarn-Open-Air in Strukkamp doch erneut eine gute Auswahl an Bands getroffen.

„Where the Streets Have No Name“

Die Besucher schätzten es, dass auch die mittlerweile sehr gut etablierte Band der Inselschule Fehmarn, „Offshore“, auf die Bühne geholt wurde. Bei strahlendem Sonnenschein gelang ihr gegen 12 Uhr mittags ein fulminanter Start ins Festival. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich schon viele Gäste versammelt und ließen sich nur allzu gern mitreißen von perfekt performten Songs wie „I want it all“ von Queen oder „Purple Haze“ von Jimi Hendrix. Auch „Hotel California“ von den Eagles fehlte nicht. Und das großartig gespielte „Where the Streets Have No Name“ von U2, ein Klassiker bei jedem Konzert von „Offshore“, kam auch wieder richtig gut an.

Das begeisterte Publikum ließ die Band dann auch nicht so einfach gehen. 

Eine Zugabe musste schon sein.

Am Nachmittag ging es dann rockig weiter mit Glory Row – keine langweilige Oldieband wie man sie an jeder Ecke hört. Stark von Deep Purple beeinflusst, spielten sie coole Rock-Klassiker aus den 1970er Jahren. Im Anschluss kam die nordhessische Band Challenger auf die Bühne, die das Publikum mit Songs von Marillion bis Saga in ihren Bann zog.
Am späteren Nachmittag war dann Yasi Hofer an der Reihe. Auf Fehmarn keine Unbekannte, hatte sie doch schon im Winter ein tolles Konzert in Utes Musikscheune gegeben und das Publikum für sich eingenommen. Die Mitzwanzigerin wusste auch auf dem Festival, gemeinsam mit ihrer Band, die Zuhörer für sich zu begeistern. Virtuos an der Gitarre, aber auch gesanglich gut, spielte sie viele eigene Songs. Dass zwei Ersatzmusiker mit auf der Bühne waren, fiel nicht weiter auf.

Virtuos, was ihre Stimme betrifft, ging es auch bei der nächsten Rockröhre weiter. Jule Werner war mit ihrer Bluesconnection aus Sachsen-Anhalt angereist und freute sich, auf der schönen Insel Fehmarn zu sein. Und da legte sie dann auch so richtig los. Den Auftakt machte ein Blues von ihrem neuen Album, dann ging es rockig weiter. Aber auch Songs von Janis Choplin, Jimi Hendrix und den Doors fehlten nicht. Zum Abschluss gab es passend zur schönen Abenddämmerung noch den wunderschönen Song „Come on Baby Light my Fire“.

Und zum Abschluss des Festivals wurde es dann noch einmal so richtig laut mit „The Rage Pack“. Die vier Musiker von Fehmarn und Heiligenhafen brachten Rockmusik der 1990er-Jahre auf die Bühne und verabschiedeten so das Publikum in den Abend.

Natürlich gab es nicht nur Musik ohne Ende, auch für das leibliche Wohl war mit Kaffee, Kuchen, Waffeln und Eis für die Süßfraktion, mit Fischbrötchen, Hand-Pizza, Würstchen, Steaks und Pommes für die Herzhaftfraktion sowie kalten Getränken aller Art – es gab sogar eine Bar – bestens gesorgt.

Etwas ganz Besonderes hielt Burkhard Haasch bereit, der als Kind beim ersten „Love & Peace“-Festival 1970 unterm Flügel von Jimi Hendrix geschlafen hat und bis heute dem Festival treu geblieben ist. Er verteilte veganes Kimchi, Möhrensalat und Sauerkraut.

Das Festival war wieder einmal nicht nur ein musikalischer Hochgenuss, sondern auch eine logistische Meisterleistung, die die Fehmarn-Festival-Group gemeinsam mit der Feuerwehr Süderort, vielen ehrenamtlichen Helfern und dank der Unterstützung von hiesigen Unternehmen und der Stadt Fehmarn auf die Beine gestellt hat. Belohnt wurden die Organisatoren damit, dass auch in diesem Jahr trotz der gelegentlichen Regenschauer mindestens so viele Besucher gekommen waren wie im vergangenen Jahr. Und da waren es mehr als 1000.

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