Seegras sorgt für ungewohnt starke Geruchsbelästigung im Winter / TSF-Bauhof greift ein

Gestank am Südstrand

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Der Radlader des TSF sammelt Seegras am Südstrand ein, um die Geruchsbelästigung zu reduzieren.

Fehmarn – mb – Wer dieser Tage im westlichen Teil des Südstrandes unterwegs war, hatte mit ungewohnt massiven Geruchsbelästigungen zu kämpfen. Seegras terrorisiert den Geruchssinn derer, die sich am Strand oder in unmittelbarer Nähe aufhalten. Der Tourismus-Service Fehmarn (TSF) musste kurzfristig reagieren.

„Schuld am aktuellen Zustand sind neben der zurzeit unglücklichen Strömungs- auch die Windbedingungen“, erklärt Tourismusdirektor Oliver Behncke. Auch die seit einigen Wochen relativ milden Temperaturen, so Behncke, würden ein Übriges tun. „Aufgrund der enormen Massen kann die Natur die Situation nicht wieder selbst regulieren“, betont der oberste Touristiker der Insel.

„Seegras wird üblicherweise im Winter nicht geräumt, die momentane Situation ist jedoch nicht weiter tragbar. Bei bestimmten Windrichtungen sind die Gerüche besonders unangenehm. Es gab bereits diverse Beschwerden von Urlaubsgästen“, sagt Behncke und hofft nun, dass das Problem sich durch den Einsatz des TSF-Bauhofes in den nächsten Tagen im wahrsten Sinne des Wortes verflüchtigen wird.

Bauhof-Teamleiter Markus Majewski spricht ebenfalls von einer außerordentlichen Situation. „Während wir im Sommer kaum Probleme mit Seegras hatten, ist es wiederum eine absolute Ausnahme, dass wir im Winter tätig werden. Aber es muss sein“, so Majewski.

Am Mittwoch rollten erstmals zwei Radlader des TSF-Bauhofes am Südstrand entlang, um das Seegras zusammenzuschieben. Gestern setzten die Mitarbeiter die Arbeiten jedoch aus. „Der Wasserstand ist zu hoch. In anderthalb Tagen werden wir die Maßnahme aber beenden können“, berichtet Majewski gegenüber dem FT.

Besonders betroffen sei der Bereich zwischen der Mole Höhe des Hotels Bene und der Fahrrinne. „Wir gewinnen da zwar von Jahr zu Jahr Sand, aber auch Seegras sammelt sich dort leider verstärkt“, so Majewski, der konkretisiert: Seegras sei nicht gleich Seegras. Liege dies trocken am Strand und würde es zudem durch Regen ausgespült, dann sei die Geruchsbelästigung deutlich geringer, als es momentan am Südstrand der Fall sei. „Liegt das Seegras allerdings im vorderen Bereich und wird immer wieder vom Meerwasser umspült, während sich Wasser auf kleineren Flächen sammelt, fängt es an zu gammeln. Der stete Wind aus südlicher Richtung hat auch nicht gerade geholfen.“

Das zusammengefahrene Material soll abschließend das Unternehmen Von Schönfels abholen und entsorgen.

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