Seenotretter bringen zwei Schweizer an Land

Giftiges Petermännchen verletzt Angler

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Der Seenotrettungskreizer "Vormann Jantzen" im Einsatz.

FEHMARN - hö - Zu einem ungewöhnlichen Einsatz gerufen wurden die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Montag. Zwei Angler – ein 60- sowie ein 15-jähriger Mann aus der Schweiz – die auf dem in Heiligenhafen beheimateten Angelkutter „Hai“ von einem giftigen Petermännchen gestochen wurden, als sie versuchten, den Fisch vom Angelhaken zu lösen, mussten abgeborgen werden. Der Stich des giftigen Fisches ruft schwere Schmerzen und Schwellungen hervor. In seltenen Fällen kann er sogar zu einem Kreislaufkollaps oder Herzrhythmusstörungen führen. Petermännchen kommen in der Ostsee nicht so häufig vor, sie sind eher in der Nordsee anzutreffen.

Der zufällig in der Nähe befindliche Seenotrettungskreuzer „Vormann Jantzen“, der mit drei Mann Besatzung auf Überführungsfahrt nach Laboe war, kam den verletzten Anglern auf dem rund zwei Seemeilen östlich der Ansteuerungstonne der Fehmarnsundbrücke liegenden Angelkutter zu Hilfe. Die Seenotretter holten die beiden Schweizer sofort von Bord des Angelkutters und brachten sie unter Höchstgeschwindigkeit in den Hafen von Burgstaaken. Hier wurden sie dem Landrettungsdienst übergeben.

Nach Angaben der DGzRS empfiehlt das Giftinformationszentrum-Nord Anglern, in jedem Fall Handschuhe zu tragen, um zappelnde Petermännchen von der Angel beziehungsweise aus dem Netz zu nehmen.

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