Engländer benötigte 4 Stunden 51 Minuten von Puttgarden nach Rødby

Giles Meyer schwamm in Rekordzeit durch den Belt

Giles Meyer bei seiner Ankunft in Rødby. Mit 4 Stunden 51 Minuten stellte Meyer einen neuen Rekord auf. Foto: privat

FEHMARN (lb)  • Den Ärmelkanal hatte Giles Meyer schon geknackt. Gestern schwamm Meyer von Puttgarden nach Rødby. Er legte ein unheimliches Tempo vor und stellte mit 4 Stunden 51 Minuten eine neue Bestmarke im Solo-Beltquerungsschwimmen auf. Meyer war so schnell unterwegs, dass er den alten Rekord des Deutschen Christof Wandratsch um 20 Minuten unterbot.

Der 38-jährige Engländer aus London war um 10.07 Uhr bei guten Bedingungen in Puttgarden gestartet. Dabei wurde er von dem Kutter „Rochen“ begleitet. Auf dem Kutter waren seine Ehefrau Katie (32) und der Kutterführer Wolfgang Schlosser. Der Wind kam mit vier Windstärken aus Süd-Südwest. Meyer hatte damit den Wind von hinten. Trotzdem herrschte eine raue See. Die Ostsee hatte 16,8 Grad.

Unterwegs versorgte er sich mit Drinks und Schokolade. Beim Start rechnete er eigentlich mit einer Zeit von sieben bis acht Stunden. Schlechte Bedingungen hatte der Brite bei seiner Ärmelkanalquerung am 27. August 2007. Die Wassertemperatur betrug damals nur 16 Grad. Meyer benötigte für die rund 34 Kilometer von England nach Frankreich 12 Stunden 51 Minuten. Dies war die 623-schnellste Zeit von insgesamt 1 471 erfolgreichen Versuchen.

„I‘m very happy“, waren seine ersten Worte, als er um 14.58 Uhr am Strand von Rødby ankam. Seine Ehefrau sprang über Bord und schwamm die letzten Meter mit ihm zusammen. Nach der erfolgreichen Querung wollte Meyer nur noch relaxen. Heute fliegen die beiden zurück nach London. Dort arbeitet der Rekordschwimmer in einer Marketingfirma.

ft-online/lokales vom 31. August 2009

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