Bestandssicherung über F- und B-Plan / Drei Anträge für neue Bebauung abgelehnt

Gold ist sicher

+
Typisch Gold: Wer sich der Kiter- und Surfer-Hochburg im Süden Fehmarns nähert, wird nicht selten mit diesem Anblick begrüßt

Fehmarn –mb- Von einer „endlosen Geschichte“ und einer „komplexen Meinungsbildung“ sprach Dipl.-Ing. Andreas Nagel vom Planungsbüro Ostholstein zuletzt im Bau- und Umwelt- ausschuss, als es um den Ortsteil Gold ging. Wieder zurrt die Politik einen Flächennutzungsplan fest und überführt dies in einen entsprechenden Bebauungsplan, um im Zuge der Ausnahmeregelung für den 150 Meter breiten Gewässerschutzstreifen den vorhandenen Gebäudebestand planungsrechtlich abzusichern. In der Abstimmung eindeutig: zehn Jastimmen und eine Enthaltung.

  • Planung zusätzlicher Flächen chancenlos
  • Es bleibt bei der Bestandsplanung
  • Abstimmung über Aufhebung des B-Plans am 17. September
Einstimmig abgelehnt wurden indes zwei Anträge privater Personen auf Bauleitplanung für Flächen, die bisher nicht als bebaubar ausgewiesen sind, für weitere Parkplätze und bedarfsgerechte Übernachtungen für Wassersportler. Nagel hatte bereits bei der Vorstellung deutlich betont, dass die Planung zusätzlicher Flächen (Antrag eins und zwei) in Gold chancenlos sei. Lars Hviid (FWV) kommentierte das Abstimmungsergebnis passend: „Wir würden etwas planen, mit dem wir Gold keinen Gefallen tun“, so Hviid, der die ganzheitliche Betrachtung der Sackgassenlage des Ortsteils betonte. Die ganzen Entwicklungskonzepte könnten – so schön sie seien – mit der Zuwegung nur bedingt mithalten. 

Auch eine teilweise Überplanung des östlichen Parkplatzes samt WC-Gebäude für Wohnmobile (und damit als Campingplatz) fand keine Fürsprecher. „Somit bleibt es bei der Bestandsüberplanung“, fasste es Bauamtsmitarbeiterin Claudia Parge am Dienstag auf Nachfrage zusammen. Der B-Plan umfasse jetzt genau die Flächen, die im F-Plan ausgewiesen seien, so Parge weiter.

Gold-Lodges so gut wie Geschichte

Das noch im Frühjahr 2019 mit einem Aufstellungsbeschluss für den B-Plan bedachte Projekt der Gold-Lodges östlich der Ortschaft ist so gut wie Geschichte.

Ein Angebot für Wassersportler mit 21 mobilen Schlafhütten, einem großen Parkplatz für Bullis und einem Gemeinschaftsgebäude. Ein nochmaliger Änderungsantrag des Investors (erweiterter Aufstellungsbeschluss) wurde dann Ende Oktober allerdings von den Ausschussmitgliedern abgelehnt. „Ist ja quatsch, wenn da weitergeplant wird und die Mehrheit das gar nicht möchte“, regte Bauausschuss-ChefAndreas Herkommer (SPD) die Diskussion zur Aufhebung des B-Planes an.

Im nächsten Bau- und Umweltausschuss am 17. September steht die mögliche Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses daher zur Abstimmung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.