Musiker beim Gottesdienst auf Fehmarn
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Musizierten und sangen: Henning Rasch (l.) mit seiner Schwester Imke und ihrem Mann Stefan. Im Hintergrund, halb verdeckt, ist Pastor Dr. Martin Grahl zu sehen.

Neuer Kirchenmusiker eingeführt

Gottesdienst in Püttsee: Henning Rasch überzeugt bei seiner Premiere

  • Simone Walper
    vonSimone Walper
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Beim ökumenischen Gottesdienst am Strandparkplatz in Püttsee spielte heute (13. Mai) der neue Kirchenmusiker an St. Nikolai mit Unterstützung groß auf. Und auch das Wetter zeigte sich in gewisser Weise gnädig.

Fehmarn – Wie es schon lange auf Fehmarn Tradition ist, wurde auch am gestrigen Himmelfahrtstag trotz des durchwachsenen Wetters der ökumenische Gottesdienst am Strandparkplatz in Püttsee gehalten. Glücklicherweise fing es erst nach dem 45-minütigen Gottesdienst, in dem der neue Kirchenmusiker an St. Nikolai, Henning Rasch, allen Kirchengemeinden der Insel vorgestellt wurde, so richtig an zu regnen.

Ich finde es großartig, dass sie alle gekommen sind.

Pastor Stefan Bemmé

Den musikalischen Auftakt machte der Posaunenchor von St. Petri unter Leitung von Kathrin Kark mit dem „Farmhouse Rock“. Die Pastoren Stefan Bemmé und Dr. Martin Grahl begrüßten die Besucher zum diesjährigen Himmelfahrtsgottesdienst unter freiem Himmel, bei dem auch wieder gemeinsam gesungen werden durfte. „Ich finde es großartig, dass sie alle gekommen sind und es uns zugetraut haben, dass wir den Gottesdienst hier draußen feiern“, so Pastor Bemmé. Das sich normalerweise anschließende Beisammensein bei Kaffee, Kuchen und Gegrilltem musste aufs kommende Jahr verschoben werden. 

Sich wie im Himmel fühlen

In seiner Predigt ging Bemmé auf den Himmel ein, den göttlichen Himmel, der im Englischen mit „Heaven“ übersetzt wird, und dessen Bedeutung für uns Menschen. Jeder verbinde etwas mit dem Himmel. Der eine fühle sich in seinem Garten beim Buddeln in der Erde wie im Himmel, für den anderen sei der Himmel am oder im Wasser, „vielleicht beim Kitesurfen“, und für den nächsten sei es der Wald, das Kochen, ein Gedicht oder die Musik – am besten selbst gemachte Musik, so der Pastor, der fortfuhr: „Aber immer geht es um Freude, Liebe, gute Gemeinschaft. Ganz ohne den Himmel wären wir nur biologische Zweckwesen ohne Seele.“ Es sei unser Auftrag, unsere wunderschöne Erde, die der Pastor aus der Sicht von Raumfahrern beschrieb und die den Atem Gottes trage, zu schützen. Und es sei wichtig, dass „wir uns gegenseitig unseren Himmel zeigen“.

In Aktion: Der Landkirchener Bläserchor mit Katrin Kark.

Den Gottesdienst begleitete musikalisch nicht nur der Landkirchener Posaunenchor, sondern auch Henning Rasch selbst. Gemeinsam mit Schwester Imke und Schwager Stefan überzeugte er die Gemeinden nicht nur am Keyboard von seinem Können, sondern auch gesanglich. Dafür, dass die Botschaft des Gottesdienstes in Wort und Musik gut bei den Besuchern ankam, sorgte der Organist der beiden St.-Johannis-Gemeinden, Eckhard Kretschmer, mit einwandfreier Technik.

Henning Raschs falscher Corona-Positivtest

Im Gespräch mit dem FT vor dem Gottesdienst erzählte Pastor Bemmé von Henning Raschs aufregendem Einstand als neuer Kirchenmusiker: Anderthalb Stunden vor einer Beerdigung in der letzten Woche wurde Henning Rasch falsch positiv auf Corona getestet worden und durfte nicht spielen. Glücklicherweise sei Eckhard Kretschmer eingesprungen. Vor der ersten Konfirmation am letzten Sonnabend habe dann das negative Ergebnis des PCR-Tests vorgelegen. „Solche Aufregung gleich am Anfang, das wird man nicht vergessen“, konnten Pastor Bemmé und Henning Rasch schon wieder darüber lachen.

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