Nielsen und Calle erweitern ihre Verkaufsflächen / 2000 m2 zusätzlich in der Planung

Der Grenzhandel wächst

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Die Grenzhandelsmärkte Nielsen und Calle wollen ihre Verkaufsflächen erweitern. Nach dem Brand im Mai ist das alte Verkaufsgebäude des Calle-Grenzshops in der Industriestraße 4 bereits abgerissen.

Fehmarn –mb– „Calle ist abgebrannt“, so eröffnete der Vorsitzende des Bau- und Umweltausschusses den Tagesordnungspunkt zur Erweiterung des besagten Grenzshops in der Indus- triestraße 4. Die Grenzhandels-Supermarktkette, die seit etwa zehn Jahren zu Fleggaard gehört, nutze nach dem Brand die Gelegenheit für eine Erweiterung der Verkaufsfläche auf dem Bestandsgrundstück, so Bauamtsleiter Benjamin May gegenüber dem FT, denn „das Potenzial ist da“. Geplant sind statt der bisherigen 800 1800 Quadratmeter Verkaufsfläche: Ob dies aufgrund der gegebenen Platzverhältnisse voll ausgeschöpft werden könne, müsse im Verfahren geklärt werden, so der Bauamtschef.

  • Grundflächenzahl soll sich laut Planer nicht ändern
  • 2,23 Hektar großes Gebiet westlich des Meereszentrums
  • Fehmarn ist zweitgrößter Grenzhandelsstandort

Ein Schritt, den Marianne Unger im Ausschuss zunächst kritisch beäugte, würde es doch durch die Vergrößerung die Räume in der Industriestraße hinsichtlich der Anlieferung noch enger werden. Dipl.-Ing. Andreas Nagel vom Planungsbüro Ostholstein klärte auf: Es gehe nur um eine veränderte Art der Nutzung. „Die Grundflächenzahl ändert sich nicht“, so Nagel, der damit den Anteil der Bebauung an der Gesamtgrundfläche des Grundstücks meinte. Mitbewerber Nielsen will sich an einem neuen Standort gleich komplett neu aufstellen. Für den Discounter, dessen Vorhaben mit Blick auf die Planung bereits länger in der Pipeline ist, sei es, so May, ein großer Schritt, da die bisherige Philosophie mehrerer Standorte aufgegeben werde.

Dafür vorgesehen ist ein 2,23 Hektar großes Gebiet westlich des Meereszentrums, dann angebunden über die Verlängerung der Straße Ehlers Kamp. Lager und Verkauf sollen somit an einem Standort zusammengeführt werden. Rechnet man die Verkaufsfläche an den jetzigen Standorten Ehlers Kamp 9 (800 m2), Landkirchener Weg 32 (430 m2) und Landkirchener Weg 1A (270 m2) zusammen, sind es 1500 Quadratmeter. Am neuen Standort sollen für den Verkauf zunächst 2230 Quadratmeter entstehen, die Wiege des Unternehmens im Landkirchener Weg 1A wird erst mal erhalten bleiben. Macht in der Summe 2500 Quadratmeter. Und damit auch das Limit für Nielsen, denn die landesplanerischen Leitlinien für den Grenzhandel auf Fehmarn erlauben dem Discounter nur maximal 2500 Quadratmeter.

Unstrittig war die Ansiedlung im Ausschuss, aber die Zuwegung wurde diskutiert. „Sollte westlich des Grundstücks die Straße nicht mit in die Planung aufgenommen werden?“, fragte

Lars Hviid

. Ja, dies sei Gegenstand von Überlegungen gewesen, antwortete May, jedoch wolle man noch keine Straße planen, weil der Masterplan für die Gewerbegebietserweiterung noch nicht feststehe und im Ergebnis nicht klar sei, ob an der Stelle eine Straße benötigt werde. Anlieferung und Abfahrt der Waren will Nielsen auf dem Grundstück im Uhrzeigersinn selbst regeln.

Nach Harrislee ist Fehmarn mit rund 13000 Quadratmetern Verkaufsfläche – davon entfallen über 7800 Quadratmeter auf den Bordershop in Puttgarden – der zweitgrößte Grenzhandelsstandort in Schleswig-Holstein. Mit den Plänen der beiden Unternehmen, die vom Bauausschuss einstimmig auf den Weg gebracht wurden, bekommt Fehmarn auf absehbare Zeit insgesamt rund 2000 Quadratmeter zusätzliche Verkaufsfläche im Grenzhandel.

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