Vielseitigkeitsreiter Kai Rüder zu den Weltreiterspielen aufgebrochen / Deutsche Jugendmeisterschaften

Der größte Lufttransport von Pferden

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Mit 23 Flügen von Lüttich und Dubai sowie elf Flügen aus Südamerika werden die Pferde in Spezialboxen zu den Weltreiterspielen nach Tyron (USA) gefolgen. Es ist der größte Lufttransport in der Geschichte des Pferdesports

FEHMARN -lb- Am Donnerstag um 9 Uhr startete für Fehmarns Vielseitigkeitsreiter Kai Rüder das Abenteuer Weltreiterspiele. Diese werden vom 11. bis zum 23. September in Tryon (USA) ausgetragen. Von der bayerischen Landeshauptstadt aus ging es über den großen Teich. Nach München reisen die fehmarnschen Nachwuchsreiter Anna Braunert, Freya Sophie Langhans, Mathies Rüder und Sven Gero Hünicke zu den deutschen Jugendmeisterschaften am kommenden Wochenende.

Die Anreise zu den Weltreiterspielen ist der größte Lufttransport von Pferden in der Geschichte des Pferdesports. Kurz vor dem Abflug erwischte die Heimatzeitung Kai Rüder telefonisch. „Der Flughafen in Lüttich hat sich auf Pferdetransporte spezialisiert. Die Pferde können dort eingestallt und neu verladen werden“, erklärte der Vielseitigkeitsreiter auf FT-Nachfrage. Pro Pferd kommen 800 Kilogramm Zusatzgepäck hinzu. „Davon sind 120 Kilogramm Futter“, so Rüder weiter. Die Gespannfahrer reisen mit vier Pferden plus einem Ersatzpferd an. „Die Kutschen wurden per Containerschiff transportiert“, so Rüder weiter.

Insgesamt werden 550 Pferde der Disziplinen Dressur, Vielseitigkeit, Reining, Distanzreiten sowie Springen, Para-Dressur, Fahren und Voltigieren an den Start gehen. Die Teilnehmer und Pferde kommen aus 70 Nationen. Für den Flug ist der erfahrene Pferde-Spediteur Peden Bloodstock verantwortlich.

Durch insgesamt 23 Flüge von Lüttich (BEL) und Dubai (UAE) sowie elf Flügen aus Südamerika reisten die Pferde an und landen entweder auf dem Greenville-Spartanburg International Airport in South Carolina oder in Miami in Florida. 270 Pferde reisen auf dem Landweg an. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) koordiniert den Transport der deutschen Pferde und Reiter.

„Die Transportkosten übernimmt die FN. Insgesamt sind diese mit 1,5 Millionen Euro veranschlagt. 800000 Euro müssen aus Eigenmitteln der FN bewältigt werden, der Rest stammt aus Sportfördermitteln des Bundes, allerdings nur für die olympischen und para-olympischen Disziplinen“, rechnete Laura Schwabbauer aus der Abteilung Marketing und Kommunikation vor.

In Tryon ist die deutsche Vielseitigkeitsmannschaft Titelverteidiger. Vier Reiter werden im Mannschaftswettbewerb für Deutschland starten, ein Reiter im Einzelwettbewerb.

Mit seinem Pferd „Colani Sunrise“ steht für Kai Rüder am 12. September (Mittwoch) die sogenannte Verfassungsprüfung an. Am 13. September (Donnerstag) geht es um 15 Uhr (MESZ) mit der Dressur los. Der Geländeritt ist für 17 Uhr am 15. September (Sonnabend) vorgesehen. Am 16. September (Sonntag) fällt im abschließenden Springen die Entscheidung (21.15 Uhr bis 23.45 Uhr).

Auf der Olympia-Reitanlage in München-Riem werden die besten Nachwuchsreiter in der Dressur, Voltigieren und im Springen ermittelt. Anna Braunert möchte ihren Titel verteidigen. Auch Sven Gero Hünicke möchte nach Gold und Bronze wieder aufs Treppchen. Bei den Ponys gibt Mathies Rüder sein Debüt.

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