Grenzshop Calle in Burg / Keine Verletzten / Verursacher ist der Polizei bereits bekannt

Großbrand in der Industriestraße

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Großeinsatz der Feuerwehr in der Industriestraße am Montagvormittag.

Fehmarn –mb– Am Montagmorgen, gegen 9.10 Uhr, wurde die Feuerwehr Burg in die Industriestraße alarmiert. Kurz vorher, um 8.58 Uhr, sei die Ortswehr zunächst zum IFA Fehmarn Hotel & Feriencentrum nach Burgtiefe gerufen worden, was sich als Fehlalarm einer Brandmeldeanlage herausgestellt hatte, berichtete Hauke Nerl, Burgs stellvertretender Wehrführer und Einsatzleiter beim Großfeuer, gegenüber dem FT.

Ein ganz anderes Bild in der Industriestraße: „Sofort war eine klare Rauchentwicklung durch das Dach der Halle erkennbar“, teilte der stellvertretende Gemeindewehrführer Thorsten Röhrke, der vor Ort war, auf FT-Nachfrage mit. Daraufhin habe man die Wehren aus Meeschendorf und Landkirchen nachalarmieren lassen, so Röhrke weiter. Nur wenige Minuten später legte sich bereits dichter, dicker, grauer Nebel über die Industriestraße und breitete sich in Richtung Nordosten aus.

Fast 70 Kameraden kämpften gegen Flammen

45 Feuerwehrleute waren aus der Burger Wehr vor Ort. „Knapp 70 Kameraden waren in der Spitze am Einsatz beteiligt“, sagte Nerl. Neben der Drehleiter aus Burg wurde eine weitere Drehleiter aus Heiligenhafen angefordert, um eine Riegelstellung am Gebäude zu etablieren, damit das Feuer nicht auf Nachbargebäude übergreifen konnte. „Wir konnten das Feuer so von zwei Seiten in die Zange nehmen“, erklärte Nerl und lobte die reibungslose Zusammenarbeit mit den anderen Inselwehren und den Kollegen aus Heiligenhafen, die zusätzlich mit einem Tanklöschfahrzeug vor Ort waren und Atemschutzgeräteträger bereitstellten. Rund zwei Stunden habe es gedauert, bis der Brand unter Kontrolle gewesen sei, so Röhrke weiter.

Ein Bagger riss zwischenzeitlich einen Teil des Daches und eine Seitenwand ein. „Das mussten wir machen, um direkt in die Verkaufsflächen und somit an die Brandlast zu gelangen“, erklärte Nerl.

„Gegen 13 Uhr konnten die Beamten der Kriminalpolizei aus Oldenburg den Brandort übernehmen“, sagte Polizeipressesprecher Stefan Muhtz am Montagnachmittag. Dennoch seien noch bis 15.30 Uhr Kameraden mit Nachlöscharbeiten beschäftigt gewesen, so Nerl, der mit einem kleinen Trupp um 19 Uhr nochmals den Brandort kontrollierte.

Der Verursacher des Feuers ist der Polizei bereits bekannt

Verletzt wurde nach derzeitigen Informationen niemand. „Nach ersten Ermittlungen ist der Brand durch den fahrlässigen Umgang mit Feuer im Außenbereich ausgebrochen“, so Muhtz weiter. Und: „Der mögliche Verursacher ist bekannt.“ Ein Mitarbeiter soll im Außenbereich Unkraut mit einem Gasbrenner beseitigt und so das Feuer ausgelöst haben. Der Sachschaden liege schätzungsweise im oberen sechsstelligen Bereich, so der Pressesprecher. Die Ermittlungen leitet die Kriminalpolizei in Oldenburg.

Aufgrund der enormen Rauchentwicklung warnte die örtliche Gefahrenabwehrbehörde der Stadt Fehmarn über die Warn-App NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenschutz, alle Türen und Fenster in der Nähe geschlossen zu halten sowie alle Klima- und Lüftungsanlagen abzustellen. Außerdem habe die Feuerwehr mit einem Fahrzeug in den Nachbarstraßen entsprechende Warndurchsagen getätigt, ergänzte Röhrke. Schadstoffe in der Luft habe die Messung des Löschzug-Gefahrgut Ostholstein, der aus dem Feuerwehrhaus Bisdorf-Hinrichsdorf anrückte, nicht feststellen können, so der stellvertretende Gemeindewehrführer. Im direkten Einsatzgeschehen seien die Kameraden nur unter Atemschutz aktiv gewesen, ergänzte Hauke Nerl. So sei auch vor Ort niemand zu Schaden gekommen, allerdings hatte sich im Eifer des Gefechts ein Kamerad auf dem Weg zum Feuerwehrhaus verletzt. „Er ist ausgerutscht“, so Nerl.

Weitere Einsätze am Wochenende

Am frühen Sonnabendmorgen mussten die Kameraden aus Burg zu einem Containerbrand an der Großsporthalle der Inselschule. Mehrere Müllcontainer brannten hinter Gittern, und das Feuer hatte bereits auf das Gebüsch dahinter übergegriffen, hieß es von der Ortswehr. Außerdem brannte rund 100 Meter weiter ein Mülleimer auf dem Schulhof. Beide Brände wurden unter Atemschutz abgelöscht. Die Einsatzstellen zur Ermittlung der Ursache wurden anschließend an die Polizei übergeben. Der Einsatz dauerte etwas mehr als eine Stunde.

Wenige Stunden später, gegen 11 Uhr, rückten die Feuerwehrleute diesmal zur Montessori-Schule in die Klaus-Groth-Straße aus. Es brannte Holz am Schulgebäude. Schnell gab‘s Entwarnung und die Einsatzrücknahme. Es wurde Wasser organisiert und der kleine Schwelbrand an der Hauswand gelöscht. Wie sich die losen Holzreste eines gefällten Baumes im Gebüsch am Haus entzündeten, ist nicht klar. Die Polizei ermittelt.

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